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Was ist ein Existenzgründer? (Definition)

Wer ist Existenzgründer?

Ein Existenzgründer ist eine Person, die sich beruflich selbstständig macht. Ein Existenzgründer arbeitet nach freier Einteilung von Zeit und Ressourcen. Er ist nicht mehr weisungsbefugt und in keine Aufbau- bzw. Arbeitsorganisation eingebunden. An die Stelle der Vorgesetzten treten beim Existenzgründer die Kunden bzw. Auftraggeber. 

Was unterscheidet Existenzgründer von Firmengründern?

Eine Existenzgründung wird häufig mit einer Unternehmensgründung gleichgesetzt. Dabei ist zu unterscheiden, dass nicht jeder Existenzgründer ein Firmengründer ist, der Mitarbeiter beschäftigt. Auch Einzelunternehmer, Kleingewerbetreibende oder Freiberufler sind Existenzgründer.

Was braucht ein Existenzgründer?

Existenzgründer brauchen einige Fähigkeiten und Eigenschaften, denn die Gründung eines Unternehmens bzw. einer selbstständigen Tätigkeit ist ein großes und zum Teil umfangreiches Projekt. Die fachlichen Voraussetzungen können sich von Branche zu Branche unterscheiden, während die benötigten Eigenschaften für Existenzgründer nahezu branchenübergreifend identisch sind. So solltest du unbedingt ein sogenannter Unternehmertyp sein. 

Das bedeutet, dass du Spaß daran hast, dein eigener Chef zu sein und mitunter andere Personen (Mitarbeiter) zu führen. Grundsätzlich ist es hilfreich, dass du dir als Existenzgründer möglichst früh einige Fragen stellst, um herauszufinden, ob eine selbstständige Tätigkeit und die Gründung eines Unternehmens für dich überhaupt die richtige Art von Job darstellt. 

Fragen, die sich angehende Existenzgründer stellen sollten

  • Was sind die Gründe für die Selbstständigkeit?
  • Kann ich die Existenzgründung solide finanzieren?
  • Gibt es bereits eine Geschäftsidee?
  • Möchte ich alleine oder mit mehreren Personen zusammen gründen?
  • Kenne ich die Nachteile einer Gründung, wie zum Beispiel den Zeitaufwand?

Diese Fragen helfen im Prinzip jedem Existenzgründer dabei weiter, vorab zu klären, ob die Selbstständigkeit überhaupt die passende Form der Tätigkeit ist.

Was sind Ausgangssituationen für Existenzgründer?

In der Praxis sehen sich Existenzgründer oft unterschiedlichen Ausgangspositionen gegenüber. Damit ist vor allem gemeint, dass die Tätigkeiten vor der Gründung zum Teil ganz unterschiedlich waren, nicht nur, was die berufliche Tätigkeit angeht. So kommen Existenzgründer vor ihrer Gründung oft aus den folgenden Situationen heraus:

  • Angestelltenverhältnis
  • Beendigung eines Studiums
  • Beendigung einer Ausbildung
  • Arbeitslosigkeit
  • Nebentätigkeit

Unterschiede gibt es bezüglich dieser Situationen zum Beispiel darin, wie dringend die Gründung in der Praxis sein wird. Wer zum Beispiel noch abhängig beschäftigt ist, der kann als Existenzgründer sein Vorhaben oft länger vorbereiten, da meistens kein großer Zeitdruck herrscht. 

Gänzlich anders stellt sich die Situation zum Beispiel nach Ende eines Studiums, einer Ausbildung oder im Rahmen der Arbeitslosigkeit dar, denn dann möchten bzw. müssen Existenzgründer mit ihrer neuen Tätigkeit möglichst schnell Geld verdienen.

Anforderungen an Existenzgründer

Existenzgründer müssen nicht nur bestimmte Kenntnisse haben und Eigenschaften besitzen, sondern an sie werden während, bei und nach der Gründung zahlreiche Anforderungen gestellt. Daher ist es hilfreich, bereits vor der Existenzgründung eine Checkliste oder einen Plan aufzustellen, mittels dessen du die wichtigsten Punkte festhältst, die später im Zusammenhang mit der Gründung zu beachten sind. Eine solche Checkliste könnte zum Beispiel die nachfolgenden Punkte enthalten:

Checkliste für Existenzgründer

  • Geschäftsidee entwickeln
  • Businessplan erstellen
  • Gesellschaftsform festlegen
  • Behördliche Genehmigungen einholen (falls nötig)
  • Geschäftskonto eröffnen
  • Um Finanzierungen kümmern
  • Versicherungen abschließen
  • Strategische Ausrichtung festlegen
  • Maßnahmen im Rahmen des Marketings planen
  • Zeitplan für die Existenzgründung erstellen

Es gibt also in gewisser Weise einen durchaus festen Ablauf, dem eine Existenzgründung folgt und die somit verbunden ist mit Anforderungen an den Existenzgründer. Zu Beginn steht immer das Entwickeln der eigenen Geschäftsidee, die anschließend im Rahmen des Businessplans niedergeschrieben wird. Bei manchen Tätigkeiten ist eine behördliche Genehmigung notwendig, wie zum Beispiel zum Betreiben eines Restaurants. 

Darüber hinaus musst du dich um mehrere Formalitäten kümmern, wie zum Beispiel um die Eröffnung eines Geschäftskontos, die passende Finanzierung finden und du solltest an den Abschluss wichtiger Versicherungen denken. Die strategische Ausrichtung deines Unternehmens ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, den du als Existenzgründer im Blick haben solltest.

Was muss ein Existenzgründer beachten: Genehmigungen einholen

Einen Punkt möchten wir aus der vorherigen Auflistung herausnehmen, nämlich das Einholen von Genehmigungen. Dies ist in einigen Branchen vollkommen üblich, sodass sich es oft um einen wichtigen Teil und im Prinzip sogar um die Grundvoraussetzung für die Existenzgründung handelt. 

Mitunter musst du lediglich eine Gewerbeanmeldung durchführen, mittels derer du die Berechtigung für deine selbständige Tätigkeit nachweisen kannst. Bei manchen Gesellschaftsformen musst du mitunter einen Gesellschaftsvertrag erstellen. 

In einigen Branchen gibt es weitere behördliche Genehmigungen einzuholen, wie zum Beispiel für das Betreiben eines Restaurants, eines Hotels oder einer Diskothek. Hier musst du normalerweise zusätzliche Auflagen erfüllen, wie zum Beispiel Hygiene, Sicherheit und sonstige Vorgaben. Als Existenzgründer solltest du dich daher im Vorhinein erkundigen, ob und in welcher Form du Genehmigungen einholen musst. 

Beachte dabei, dass das Prüfen und Erteilen solcher Genehmigungen oft mehrere Wochen, manchmal sogar Monate, dauern kann. Daher solltest du dich rechtzeitig darum kümmern.

Existenzgründer mit wenig Eigenkapital

Als Existenzgründer ist es von Vorteil, wenn du eine gewisse Quote an Eigenkapital hast. Du benötigst dann weniger Fremdkapital und somit entstehen geringere Kosten für die Finanzierung

Darüber hinaus macht ein Unternehmen gegenüber potentiellen Investoren, Banken oder Geschäftspartnern immer einen besseren Eindruck, gerade von den Zahlen her, je höher die Eigenkapitalquote ist. Dennoch ist natürlich auch eine Existenzgründung mit wenig Eigenkapital möglich. Du musst dich dann allerdings um passende Finanzierungen kümmern und solltest in dem Zusammenhang unbedingt die dafür anfallenden Kosten Auge behalten. 

Finanzierungsformen für Existenzgründer gibt es mehrere, wie zum Beispiel Bankkredite. Aber auch private Investoren kommen häufig infrage. Diese stellen zum Beispiel Mezzanine Kapital oder Venture Capital zur Verfügung. 

Manchmal kommt auch eine Teilhaberschaft seitens des Investors infrage. Die Finanzierung kostet dich dann nichts, außer einen gewissen Anteil am Unternehmen oder am Gewinn.

Zentrales Element für Existenzgründer: der Businessplan

Wenn es um Existenzgründer geht, dann fällt nahezu zwangsläufig fast immer in dem Zusammenhang der Begriff Businessplan. Es handelt sich um einen Geschäftsplan, in dem du insbesondere deine Geschäftsidee niederschreibst und mit Zahlen und Fakten hinterlegst. 

Sowohl für dich selbst als auch für Außenstehende ist der Businessplan ein sehr wichtiges Dokument. Zwar gibt es keine einheitlichen Businesspläne und Vorgaben, was unbedingt in einem Geschäftsplan stehen muss und wie dieser aufgebaut sein sollte. 

Dennoch haben sich in der Praxis bestimmte Gliederungen durchgesetzt, wie dann auch die meisten Existenzgründer ihren Geschäftsplan gestalten. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Leser des Businessplans sich schnell dort zurechtfinden. 

Typische Gliederung eines Businessplans für Existenzgründer

  1. Zusammenfassung
  2. Geschäftsidee
  3. Organisation und Strategie des Unternehmens
  4. Finanzplan
  5. Organisation
  6. Wettbewerb
  7. Chancen und Risiken
  8. Blick in die Zukunft / Fazit

Den Businessplan solltest du mit aussagekräftigen Fakten, Daten und Zahlen füllen, die im Idealfall auch gut belegt werden können. Der Geschäftsplan sollte nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang sein. In der Praxis haben sich oftmals Businesspläne mit einem Umfang von 25 bis 35 DIN A4 Seiten als sehr hilfreich herausgestellt.

Welche Gesellschaftsform können Existenzgründer wählen?

Eine wichtige Frage, mit der du dich vor der Gründung zwingend beschäftigen musst, ist die Wahl der Gesellschaftsform. Zahlreiche Existenzgründer sind sogenannte Solo-Selbstständige oder Freiberufler. Zumindest die erste Zeit nach der Gründung besteht das Unternehmen demzufolge lediglich aus einer Person. Insbesondere unter der Voraussetzung, dass du mehrere Mitarbeiter einstellen möchtest, kommen noch einige andere Gesellschaftsformen im Bereich juristischer Personen infrage, nämlich:

  • OHG
  • KG
  • GbR
  • GmbH
  • UG

Falls es sich bereits während bzw. nach der Gründung oder später einmal um ein vergleichsweise großes Unternehmen handeln sollte, kommt ebenfalls die Gesellschaftsform der Aktiengesellschaft häufiger infrage. Du solltest dich daher mit den Vor- und Nachteilen einzelner Gesellschaftsformen auseinandersetzen, um die für dich beste Option als Existenzgründer zu wählen.

Bestehendem System anschließen: Franchise als Option

Manchen Existenzgründern fehlt es an einer eigenen Idee, welche Art von Geschäft sie mit der Selbstständigkeit in der Praxis umsetzen könnten. Ferner scheuen nicht wenige Gründungswillige den hohen Aufwand und zahlreiche Formalitäten, die im Zusammenhang mit der Gründung stehen. 

Daher wünschen sich durchaus zahlreiche Existenzgründer einen starken Partner an ihrer Seite, von dem sie im Idealfall ein bereits bestehendes System übernehmen bzw. sich diesem anschließen können. Unter dieser Voraussetzung wäre das Franchising eine sehr gute Option.

Zwei wesentliche Vorteile bestehen beim Franchise darin, dass du dich zum einem - mitunter bereits seit vielen Jahren existierendem - System anschließen kannst. Zum anderen übernimmst du einen bekannten Markennamen und verfügst nicht selten bereits aufgrund dieser Bekanntheit über einen Kundenstamm. 

Ferner kann dein Marketing in der Regel deutlich geringer und somit kostengünstiger ausfallen, weil der Franchise-Geber hier meist überregional aktiv ist und eben bereits viele, potentielle Kunden dein Angebot im Franchise-Bereich kennen. Eröffnest du also beispielsweise eine Fressnapf-Filiale, musst du dich nicht erst darum kümmern, das Angebot bekannt zu machen, denn der Markenname und welches Angebot damit in Verbindung steht, sagt im Grunde schon jedem etwas.

Franchise-Systeme gibt es mittlerweile in den meisten Branchen, auch wenn insbesondere Lebensmittel-, Fastfood-Restaurants sowie Bekleidungsketten mit zu den bekanntesten Franchise-Unternehmen zählen. Darüber hinaus existieren in fast allen Branchen Franchisesysteme. Daher kannst du auch nach deinen Vorlieben und Fähigkeiten wählen, welchem Franchise-Unternehmen du dich vielleicht als Alternative zur Gründung auf eigene Faust anschließen könntest.

Welche Förderung für Existenzgründer?

Als Existenzgründer solltest du immer an mögliche Forderungen denken, die zum Teil eine große finanzielle Hilfe sein können. Gründest du beispielsweise aus der Arbeitslosigkeit heraus, kommt vielleicht ein Gründungszuschuss infrage. Dieser sichert dir zumindest in den ersten Monaten deinen Lebensunterhalt, damit du etwas mehr Zeit hast, dich mit einer Geschäftsidee am Markt zu etablieren. 

Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Fördermöglichkeiten, die zahlreichen Existenzgründern zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel:

  • Gründungsförderungen von Bund und Ländern
  • KfW-Förderdarlehen (KfW Startgeld)
  • Förderdarlehen der Landesbanken
  • Förderprogramme von Städten, Gemeinden und Kommunen
  • Förderung in Form einer kompetenten Beratung zur Gründung

Es gibt also sowohl monetäre Förderungen als auch sonstige Hilfen, die du im Rahmen der Existenzgründung in Anspruch nehmen kannst.

Warum scheitern Existenzgründer?

Statistisch betrachtet schaffen es weniger als 60 Prozent aller Existenzgründer, die ersten drei Jahre am Markt zu überstehen. Es gibt daher leider zahlreiche Gründer, die auf Dauer mit ihrer Idee oder der Umsetzung scheitern. Daher solltest du dich mit den möglichen Ursachen auseinandersetzen, warum eine Selbstständigkeit am Markt vielleicht zum Scheitern verurteilt ist. 

Tatsächlich gibt es mehrere Gründe, die dazu führen können, dass Existenzgründer scheitern. Dazu zählen unter anderem:

  • Kaum Nachfrage nach dem Angebot am Markt
  • Gründung unter Zeitdruck
  • Versäumnisse in der Planungsphase
  • Unzureichende Finanzierung
  • Keine Konkurrenzanalyse vorgenommen
  • Eigenen Fähigkeiten überschätzt
  • Zu viele und zu „starke“ Mitbewerber
  • Zu wenig Einnahmen, da Nischenmarkt
  • Persönliche Vorkommnisse, beispielsweise Scheidung oder Krankheit

Diese Liste lässt sich sicher noch fortführen, führt jedoch bereits viele häufige Ursachen dafür auf, warum Existenzgründer in der Praxis scheitern.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Existenzgründer?

Abgesehen vom Eigenkapital und Fördermitteln sind zahlreiche Existenzgründer auf eine Fremdfinanzierung angewiesen. Hier gibt es unterschiedliche Darlehen und Finanzierungsformen, die grundsätzlich infrage kommen können. 

Die erste Anlaufstelle ist oftmals die Bank, die zum Beispiel ein Existenzgründungsdarlehen, einen Kontokorrentkredit oder auch ein Investitionsdarlehen zur Verfügung stellt. Darüber hinaus gibt es noch weitere Finanzierungsvarianten, die allerdings nicht für alle Existenzgründer, insbesondere nicht immer für Solo-Selbstständige oder Freiberufler, infrage kommen. Dazu gehören:

  • Mezzanine Kapital
  • Emission von Anleihen oder Aktien
  • (Stelle) Beteiligungen
  • Business Angels
  • Crowdlending

Bei der Wahl der Finanzierung solltest du unter anderem die Kosten im Blick haben. Insbesondere während und kurz nach der Gründungsphase ist es wichtig, möglichst jeden Euro einzusparen.

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