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Neuigkeiten aus der Franchise-Wirtschaft

Trend zu SB-Mini-Märkten auf dem Land: Österreichisches Franchise-System KastlGreissler hat große Expansionspläne

Die Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit guten und gesunden Lebensmitteln aus der eigenen Region – das ist das Ziel des noch jungen Franchise-Konzepts KastlGreissler. Dafür baut das erst 2020 gestartete Unternehmen Container zu sogenannten „Kastl“ um, in denen die Kundinnen und Kunden sich komplett selbst bedienen und auch selbst abkassieren. Personal ist keines zugegen. Bis Ende 2021 soll es bereits 20 KastlGreissler geben. Die Hälfte davon sind als Franchise-Standorte geplant.

Der allererste KastlGreissler Österreichs wurde erst Anfang Oktober 2021 im niederösterreichischen Tulbing im Tullnerfeld eröffnet. Inzwischen listet das Unternehmen bereits 16 Standorte auf seiner Website. 10 davon gibt es schon länger: Sie zählen zum Vorgänger-Konzept MoSo, mit dem der Unternehmen Markus Wegerth bereits seit 2017 Menschen im Weinviertel mit Lebensmitteln und Spezialitäten, aber auch mit Produkten des täglichen Bedarfs versorgt.

Expansion in Eigenregie und mit Franchise-Partnern

2020 wurde die Kastl-Greissler GmbH gegründet. Dabei hat sich MoSo-Gründer Markus Wegerth mit dem Unternehmensberater und Landwirt Christoph Mayer zusammen getan. Auch der Investor und Unternehmer Martin Rohla ist am Unternehmen beteiligt. Das bestehende Konzept wurde in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen goodshares consulting weiterentwickelt. Mitgesellschafter und Geschäftsführer der Kastl-Greissler GmbH ist der Gastro- und Vertriebsprofi Gerald Gross. Bei der Expansion setzt das Unternehmen sowohl auf in Eigenregie geführte Standorte als auch auf die Zusammenarbeit mit Franchise-Nehmern.

Die Greißler schließen, die Kastl machen auf

In ländlichen Regionen sind nicht selten 20 Minuten Autofahrt und mehr bis zum nächsten Supermarkt erforderlich. Greißler – das sind kleine Lebensmittelläden, in Deutschland würde man sie als Tante-Emma-Läden bezeichnen – gibt es auf dem Land immer weniger. Es gibt also eine Lücke bei der zu Fuß oder mit dem Rad erreichbaren Versorgung. Und genau diese Lücke will KastlGreissler mit seinen voll ausgestatteten Selbstbedienungscontainer in strukturschwachen Gegenden schließen.

Auch gescannt und kassiert wird von den Kunden selbst

Das Angebot der Kastl umfasst mindestens 350 Artikel, die in Regalen und Kühlschränken angeboten. Obwohl jedes Kastl nur knapp 15 Quadratmeter groß ist, sind hier Waren aus neun Sortimentsgruppen zu finden: Brot, Gebäck & Teigwaren, Obst & Gemüse, Fleisch und Wurst, Milchprodukte, Müsli und Co, Kochen & Backen, Getränke aus der Region, Artikel des täglichen Bedarfs sowie Tiefkühlprodukte zur Ergänzung des regionalen, frischen Angebots. Geöffnet ist bis zu sieben Tage in der Woche. Die Mehrzahl der Erzeugnisse stammt von regionalen Landwirten und Unternehmern. Personal gibt es keines. Die Kundinnen und Kunden scannen und bezahlen ihre Artikel an der Kasse selbst in bar oder mit Karte. Der Zutritt ist videoüberwacht. Zur Beobachtung des Warenflusses, für die Nachbestellung und für weitere Aufgaben wird ein Warenwirtschaftssystem verwendet.

Viel Unterstützung für Franchise-Gründer

Wer sich mit KastlGreissler selbstständig machen will, sollte Interesse an hochwertigen Lebensmitteln und Freude an der Zusammenarbeit mit Lieferanten mitbringen. Eine Franchise-Gründung ist auch nebenberuflich möglich – mit ein bis zwei Containern. Die Franchise-Nehmer sollen nicht nur vom Konzept für die SB-Märkte, Sortimentsempfehlungen und guten Einkaufskonditionen für nicht-regionale Ware profitieren. Die Franchise-Partner erhalten auch in anderen Bereichen Unterstützung, zum Beispiel bei der Erstellung des Businessplans, bei der Baugenehmigung, bei Rechtsfragen, beim Betreiben der Container und beim Marketing. In diesem Jahr soll die Zahl der Standorte auf 20 erhöht werden. Bis Ende 2022 will das Unternehmen 65 Standorte und 25 Franchise-Nehmer zählen. Bis Ende 2023 sind 120 Container und 40 Franchise-Partnern geplant. Die Expansion soll in ganz Österreich erfolgen. „Wir wollen dieses erfolgreiche Konzept nun über das Weinviertel hinaus tragen und in ganz Österreich etablieren. Nicht, weil wir damit den Nerv der Zeit treffen, sondern die Lösung für ein bestehendes Problem haben“, so KastlGreissler-Geschäftsführer Gerald Gross.

Weitere Unternehmen setzten auf ähnliche Geschäftskonzepte

Neben KastlGreissler gibt es auch andere Unternehmen, die auf ähnliche Geschäftskonzepte setzen. Dazu zählen zum Beispiel das Franchise-System Ackerbox und Hansagfood. Ackerbox zählt aktuell sieben SB-Mini-Märkte in Österreich, Hansagfood ist zurzeit an neun Standorten aktiv. (red.)

ÖFV: Neues Stimmungsbild von Franchise-Systemen in Österreich

Der Österreichische Franchise-Verband (ÖFV) vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Zu den Zielen des Verbands zählt auch die Förderung der Qualitätssicherung im Franchising. Zuletzt hatte der ÖFV im Juni 2020 Franchise-Systeme befragt, um ein Stimmungsbild zu erhalten. Nun hat der ÖFV die Ergebnisse einer neuen Befragung bekannt gegeben.

Die Befragung wurde im November und Dezember 2020 anonym durchgeführt. Bei der Erhebung arbeitete der Österreichische Franchise-Verband mit Vieconsult zusammen, einem Institut für Organisationsforschung und -entwicklung. Die befragten Franchise-Systeme sollten sich unter anderem zu ihrer Zufriedenheit mit der österreichischen Bundesregierung, zur aktuellen Situation in ihrem Franchise-Unternehmen und der Lage der Franchise-Partner äußern. Sie wurden zudem um eine Einschätzung für die kommenden Monate gebeten. 

Befragung ist nicht repräsentativ für die Franchise-Wirtschaft

Insgesamt haben laut ÖFV 24 Personen an der Befragung teilgenommen. Zu wenige also, als dass die Befragung für die österreichische Franchise-Wirtschaft repräsentativ sein könnte, da aktuell etwa 480 Franchise-Systeme in Österreich aktiv sind. Davon sind 58 Franchise-Systeme ordentliches Mitglied im ÖFV, das heißt, sie haben den ÖFV-System-Check absolviert. Hinzu kommen 36 assoziierte Mitglieds-Systeme. Für die Aufnahme in den ÖFV als assoziiertes Mitglied sind die Anforderungen wesentlich niedriger als bei einer ordentlichen Mitgliedschaft.

Weiterhin Umsatzeinbußen

Laut ÖFV zeigten sich bei der Befragung im Hinblick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen nur wenig Veränderungen gegenüber den Ergebnissen vom Juni 2020. Wie zuvor verzeichneten die teilnehmenden Franchise-Systeme Umsatzeinbußen. Dennoch herrscht unter den 24 befragten Personen eine positive Stimmung. Die Zahl der aktiven Franchise-Partner ist bei diesen Systemen seit der letzten Befragung gestiegen. Elf der Befragten gaben an, die Nachfrage und das Interesse an ihrem Franchise- bzw. Geschäftskonzept sei gestiegen. Zuversichtlich für die weitere wirtschaftliche Entwicklung sind insgesamt acht der 24 befragten Personen: Dieses Drittel geht davon aus, dass sich ihre Umsatzzahlen bis nach der ersten Jahreshälfte 2021 erholen werden.

Mit dem eigenen Krisenmanagement sind die Systemzentralen der 24 Befragten weiterhin sehr zufrieden. 92 Prozent zeigten sich überzeugt, dass sie ihre Franchise-Partner ausreichend unterstützt haben und es auch ihren Partnern gut gelungen sei, auf die Herausforderungen, die mit der COVID-19 Krise einhergegangen sind, zu reagieren. 

Mit der Regierung weniger zufrieden

Die Zahl der Befragten, die mit der österreichischen Bundesregierung zufrieden sind, nahm hingegen ab. Im Juni befürworteten 72 Prozent der befragten Systeme die Corona-Maßnahmen der Regierung. Aktuell sind es noch 46 Prozent bzw. elf der befragten Personen. Allerdings hängt diese Beurteilung laut ÖFV sehr von der jeweiligen Branche ab, in der ein System aktiv ist. So schätzt zum Beispiel der Handel die Maßnahmen der Regierung deutlich positiver ein als andere Sparten. Die Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung sind für 38 Prozent der Befragten zielführend. 

Der Österreichische Franchise-Verband hat seinen Sitz in Brunn am Gebirge. Insgesamt zählt der Verband derzeit 113 Mitglieder. Neben den 94 Franchise-Systemen gehören dazu auch Fördermitglieder wie Berater, Beratungsunternehmen, Dienstleister, Banken oder Versicherungen. (red.)


Groß-Franchise-Nehmer von L’Osteria: Trend zum Bestellen und Abholen wird bleiben

Groß-Franchise-Nehmer von L’Osteria: Trend zum Bestellen und Abholen wird bleiben

Kent Hahne zählt zu den erfolgreichsten und umtriebigsten System-Gastronomen in Deutschland. Er hat unter anderem das Franchise-System  Vapiano mitentwickelt. Mit seiner Apeiron Restaurant & Retail Management GmbH steht er hinter den Gastronomie-Konzepten The Ash und GinYuu. Er ist zudem einer der größten Franchise-Nehmer von L’Osteria. Für den Gastronomie-Profi hat die Corona-Krise zu einem neuen Trend geführt, der dauerhaft bleiben wird.

Insgesamt betreibt die Apeiron Restaurant & Retail Management GmbH mehr als 30 Restaurants in Deutschland. Rund 20 davon sind Standorte des Franchise-Systems L’Osteria. Die Herausforderungen, die die Pandemie für die Gastronomie mit sich brachte, bewog Kent Hahne zum Umdenken und einer Abkehr vom reinen Restaurantbetrieb: „Wenn man der Corona-Krise aus unserer Sicht etwas Gutes abgewinnen möchte, dann mit Sicherheit, dass sie uns gezwungen hat, kreativ zu werden und neue Wege zu beschreiten. In unserem Fall war das die Installierung des Delivery-Geschäfts, aber noch viel wichtiger das Curbside Pick Up. Dieses haben wir schnellstmöglich in all unseren Restaurants, die es logistisch zulassen, implementiert und optimieren es stetig.“ 

Beim Curbside Pick Up bestellen und bezahlen die Kundinnen und Kunden online oder per App direkt im Shop des Restaurants. Dadurch entfallen hohe Margen für externe Lieferdienste. Zum vereinbarten Zeitpunkt können die Kundinnen und Kunden ihre Bestellung auf einem extra dafür gekennzeichneten Parkplatz am Restaurant abholen – das Essen wird kontaktlos durch das Fenster gereicht oder in den Kofferraum gelegt. Hahne zufolge wird das Curbside Pick Up sehr gut angenommen und übertrifft seine Erwartungen. Von den entfallenden Margen für externe Lieferdienste profitieren auch die Gäste. Hahnes Restaurants geben den Vorteil eins zu eins an sie weiter. „Momentan erhöhen wir den Geldvorteil für den Gast sogar noch, um das neue Abhol-System zu pushen. Denn Curbside Pick Up wird auch nach Corona bleiben und einen beträchtlichen Zusatz-Umsatz bescheren. Davon bin ich fest überzeugt“, sagt Kent Hahne. (red.)

Bild: Apeiron

Franchiseunternehmen will Bubble-Tea-Trend wiederbeleben

Bubble Teas, also Mixgetränke aus Tee, Milch Fruchtsirup und bunten Kügelchen aus Stärke, ursprünglich in Asien verbreitet, waren vor rund zehn Jahren ein neuer Trend auf dem deutschen Gastronomie-Markt. Auch mehrere Franchisesysteme entstanden oder expandierten auf den hiesigen Markt, wie die taiwanesische Marke BoBoQ: Sie kam zeitweise auf mehr als 100 Standorte in Deutschland. Heute gibt es hierzulande noch 18 BoBoQ Stores. Nach einem Bericht des Gastronomieportals Food-service.de will das Franchise-Unternehmen nun erneut wachsen. 

Angekündigt hat BoBoQ demnach fünf Neueröffnungen in den kommenden Monaten, zudem gebe es bereits Gespräche für sieben weitere neue Standorte. Zwar solle das Wachstum diesmal langsamer verlaufen, Ziel sei es aber, in zwei bis drei Jahren wieder auf 100 Stores in Deutschland zu kommen.

Dass der ersten Expansion ein Absturz folgte, führt das Unternehmen vor allem auf zahlreiche Medienberichte über gesundheitliche Risiken von Bubble Tea zurück: So hatten 2012 nicht nur viele Berichte darauf hingewiesen, dass der Zucker- und Kaloriengehalt zu hoch sei und kleine Kinder sich an den Kügelchen verschlucken könnten. Proben von „Bubbles“, die an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen analysiert wurden, enthielten zudem verbotene gesundheitsschädliche Stoffe, die unter anderem im Verdacht stehen, Krebs zu befördern.

BoBoQ hat nach eigener Aussage in der Folge alle Inhaltsstoffe geprüft und teils verändert: So wurde dem Bericht zufolge der Zuckeranteil reduziert, zudem gibt es nun auch Bubble Teas ohne Konservierungsstoffe und künstliche Farbstoffe. Trotz der Coronakrise konnte das Franchisesystem 2020 den Umsatz wieder steigern - da das Konzept ohnehin vor allem auf der Mitnahme der Getränke basiert, wirkte sich der Lockdown nicht negativ aus. Franchiseinformationen bietet BoBoQ auf der unternehmenseigenen Website. (red.)

Franchisesysteme weiterentwickeln: DFI und Syncon bieten Online-Fortbildung

Franchisesysteme, die noch jung sind oder aus anderen Gründen einzelne Bereiche noch nicht vollständig entwickelt haben, haben ab Mitte Februar die Möglichkeit, sich hierzu online fortzubilden: In drei Workshops – zwischen dem 16. Februar und dem 28. April 2021 – bietet das Deutsche Franchise-Institut (DFI) in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Syncon hierbei Unterstützung und Know-how.

Angesprochen werden Franchise-Geber, die beispielsweise beim Franchisevertrag, der Dokumentation des Know-hows, ihres Intranets, des Franchisepakets oder der Prozesse in der Zentrale Entwicklungsbedarf sehen. Die Fortbildung will dabei praxisnah und möglichst individuell helfen. Daher erhalten die Teilnehmenden vor dem ersten Workshop einen ausführlichen Fragebogen zu den systemspezifischen Anforderungen. Das Seminar selbst setzt sich aus drei Modulen zusammen.

Der erste Online-Termin am 16. Februar dient zur Identifikation der drängendsten Themen und Schwerpunkte. Die zweite Webkonferenz am 23. März behandelt diese ausführlich. Ziel des dritten Termins am 28. April ist es dann, noch offene Fragen zu klären und dafür zu sorgen, dass alle, die teilnehmen, mit geeigneten Handlungsempfehlungen aus dem Seminar gehen. Insgesamt gibt es 16 Plätze für die Online-Fortbildung. Sie kostet regulär 990 Euro plus Steuer, für Mitglieder des Deutschen Franchiseverbands 490 Euro plus Steuer. Weitere Informationen finden sich hier. (red.)


2021: Neue Ausgabe des Magazins Franchise-Erfolge erschienen

Seit 18 Jahren bietet der Unternehmerverlag mit seinem Magazin „Franchise-Erfolge“ Informatives zum Franchising. Zielgruppe sind vor allem franchiseinteressierte Gründer und potenzielle Franchisenehmer. Vor Kurzem ist die neue Ausgabe "Dezember 2020 - Februar 2021" erschienen.

Im neuen Heft widmet sich Franchise-Experte Reinhard Wingral dem Thema „Unternehmensberater – Abzocker oder Wertetreiber?“. In seinem Artikel hinterfragt er Beratungsleistungen allgemein, geht auf Fragen der Beraterauswahl und Honorargestaltung ein und zeigt auf, wie aus Erkenntnissen Ergebnisse werden können. Fachanwalt Dr. Patrick Giesler ist in der neuen Ausgabe von Franchise-Erfolge mit dem Beitrag „Der Franchisenehmer zwischen vertraglicher Bindung und unternehmerischer Freiheit“ vertreten. Darin erläutert er die Notwenigkeit der vertraglichen Einschränkungen, die sich aus dem Verhältnis von Franchise-Geber und Franchise-Nehmer ergeben. Er erklärt, welche unternehmerischen Freiheiten Franchisenehmern dennoch bleiben. „Franchising in Corona-Zeiten“ lautet der Titel eines Beitrags von Rechtsanwalt Thomas Doeser. Darin geht der Franchise-Experte der Frage nach, was Franchiseinteressenten aktuell bei der Prüfung von Franchise-Angeboten beachten sollten. Unternehmensberater Stephan Neuschulten erläutert in seinem Fachartikel, worauf bei Betriebsübernahmen im Franchising geachtet werden sollte. Das Magazin befasst sich zudem mit dem Trend zu Hybrid-Messen und enthält Beiträge zum Franchising in Österreich und in der Schweiz. 

Die neue Ausgabe von „Franchise-Erfolge“ kann hier kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Unter www.franchise-erfolge.de stehen zudem auch früher erschienene Hefte zur Online-Ansicht und zum Download bereit. (red.)

Rangliste der veganfreundlichsten Restaurantketten: Franchise-Systeme wie Vapiano, Hans im Glück und Immergrün punkten

Die Ernährungsorganisation ProVeg hat für ein Ranking die größten Schnellrestaurantketten in Deutschland untersucht, um Potenziale und Angebotslücken im Hinblick auf das vegane Angebot zu identifizieren. Unter den Top10 finden sich viele Ketten, die aufs Franchising setzen.

ProVeg ist eine internationale Ernährungsorganisation, die auf vier Kontinenten aktiv ist. ProVeg setzt sich für eine Welt ein, „in der sich alle für genussvolles und gesundes Essen entscheiden, das gut für alle Menschen, Tiere und unsere Erde ist.“ Ziel ist es, den weltweiten Konsum tierischer Produkte bis zum Jahr 2040 um 50 Prozent zu verringern.

Die steigende Nachfrage nach veganen und vegetarischen Speisen ist laut ProVeg längst auch in der Systemgastronomie spürbar. Anlass für ProVeg, mit Unterstützung des Fachmagazins Foodservice zum wiederholten Mal das Angebot der 30 umsatzstärksten Schnellrestaurantketten in Deutschland zu beleuchten, um die veganfreundlichsten Restaurantketten zu identifizieren.

Auf Platz 1 des Rankings landete dieses Mal die japanische Nudelbar MoschMosch. Das Unternehmen, das früher auch als Franchise-Geber aktiv war, zeichnet sich ProVeg zufolge durch eine große Angebotsvielfalt und klare Produktkennzeichnung aus. Auf Platz zwei rangiert die Burger-Kette Peter Pane, auf Platz drei das Causal-Food-Konzept Dean&David, die beide auch mit Franchise-Partnern zusammenarbeiten. Auch auf den Plätzen vier bis zehn finden sich fast nur Restaurantketten, die zumindest teilweise mit Franchise-Partnern zusammenarbeiten:

Platz 4: Frittenwerk (Pommes Frites, Poutines)

Platz 5: Vapiano (Italienische, mediterane Küche)

Platz 6: Hans im Glück (Burger)

Platz 6: Sushi Circle (kein Franchise)

Platz 8: Immergrün (Salate, Wraps, Bowls)

Platz 9: Burgerheart (Burger)

Platz 10: Ciao Bella (Italienische Küche)

Die Branchen- und Franchise-Riesen rangieren im ProVeg-Ranking nur im Mittelfeld: McDonald’s auf Platz 15, Subway auf Platz 17 und Burger King auf Rang 18. Schlusslichter des Rankings sind Ketten wie KFC (Platz 27), Köchlöffel (28) und Five Guys (29). Auf dem auf letzten Platz mit null Punkten liegt Pizza Hut. 

Laut ProVeg zeigt die Marktanalyse, dass gut ein Drittel der untersuchten Restaurantketten mit einem umfangreichen Veggie-Angebot auf die wachsende Nachfrage nach pflanzlichen Speisen eingestellt ist. „Die Ergebnisse unserer Analyse zeigen deutlich, dass der Markt sich in diesem Jahr sehr positiv entwickelt hat. Auch wenn die Gastronomiebranche von der COVID-19-Pandemie extrem betroffen ist, haben viele Restaurants Beachtliches auf die Beine gestellt: von neuen pflanzlichen Offerten bis hin zu To-Go- und Lieferangeboten. Genau diese innovativen Konzepte brauchen Foodservice-Unternehmen, um zukunftsfähig zu bleiben“, sagt Katleen Haefele, Leiterin der ProVeg Food Services. Das gesamte Ranking der veganfreundlichste Restaurantketten kann hier nachgelesen werden. (red.)


Nachhaltig und digital: Koncept Hotels wird Franchisesystem

Das 2017 gegründete Hotelunternehmen Koncept Hotels setzt auf nachhaltig wirtschaftende Betriebe und eine konsequente Digitalisierung. Mittlerweile gibt es Standorte in Siegburg. Köln, Wien und Bern. Zwei weitere eigene Hotels in Köln sollen nach einem Bericht des Fachportals Tophotel in den kommenden Monaten hinzukommen. Zudem bietet das Unternehmen sein Konzept nun auch im Franchisesystem unabhängigen Hotels an. 

Kontaktlose, digitale Prozesse sowie der Aspekt der Nachhaltigkeit haben sich nach Aussage von Gründer und Geschäftsführer Martin Stockburger auch in der Coronakrise bewährt: Koncept Hotels habe eine höhere Kosteneffizienz und sei stabil geblieben. Diese Erfahrung solle nun auch anderen Hotels zugute kommen. Dabei können die Franchise-Hotels ihre Individualität behalten – es gehe nicht vor allem um den gemeinsamen Auftritt, sondern das Konzept dahinter. Dies soll auch der Name der Franchise-Marke „A lot f good koncepts“ zeigen. Dem Bericht zufolge ist eine erste Partnerschaft mit dem Hotel „Das Q“ in Baden-Württemberg bereits gestartet, drei weitere Franchise-Verträge sind unterschrieben. Koncept Hotels wurde 2018 mit dem Digital Leader Awards ausgezeichnet. Dem Unternehmen zufolge können durch die konsequente Umsetzung die operativen Kosten um bis zu 60 Prozent gesenkt werden. (red.)


Wer will schon ohne Sicherung über dem Abgrund balancieren?

Für den Weg in die Selbstständigkeit entscheiden sich In Deutschland jährlich rund 500.000 Menschen, in Österreich und der Schweiz jeweils rund 40.000 Menschen. Als Besonderheit ist für die Schweiz anzumerken, dass etwa ein Drittel der Unternehmensgründer einen ausländischen Pass besitzt.

Manche Gründer entschließen sich aufgrund einer zündenden Geschäftsidee zum Aufbau des eigenen Unternehmens, andere sind mit ihrem Angestelltendasein unzufrieden oder wollen mit einer Existenzgründung der Arbeitslosigkeit entkommen. So unterschiedlich die Motive auch sind, sich mit der eigenen Firma selbstständig zu machen: Ein hohes Maß an Wagemut, Einsatzbereitschaft und Hartnäckigkeit ist stets Bedingung für den angestrebten Erfolg.

Wer beim Hochseilakt ‚Selbstständigkeit‘ ohne jede Sicherung starten will, braucht viel Erfahrung und ausgezeichnete Nerven. In der Rückschau bereuen es viele Gründer, dass sie sich ohne die notwendige professionelle Ausrüstung auf dieses Abenteuer eingelassen haben. Weitgehend auf sich allein gestellt, fehlte ihnen außerdem der offene Austausch mit Kollegen und der kompetente Rat von Spezialisten.

Die Franchisewirtschaft will ihren Partnern erklärtermaßen ein solches „Sicherheitsnetz und noch viel mehr“ bieten. Franchise stellt sowohl eine Kooperationsform als auch eine Vertriebsmethode dar, die der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen zum Zwecke der gemeinsamen wirtschaftlichen Expansion dient. Nicht zuletzt ermöglichen Franchise-Netzwerke es ihren Partnern, auf Basis bereits erprobter Geschäftsmodelle schneller und sicherer als klassische Gründer voranzuschreiten.

Übersicht der Franchise-Unternehmen und Lizenz-Anbieter

In Deutschland gibt es derzeit rund 1.800, in Österreich 400 und in der Schweiz 200 Franchise-Unternehmen und Lizenz-Anbieter, wovon jedoch nur ein Teil in Internetportalen, Stellenbörsen, Gründermessen und Magazinen aktiv nach neuen Partnern sucht oder in Verbänden organisiert ist. So reicht manchen Systemen ihr bestehender Interessentenpool für die Eröffnung weiterer Standorte aus oder sie sind an Neueröffnungen derzeit nicht interessiert.

Als Gründer/in bist du bei uns goldrichtig: Du findest im FranchisePORTAL die größte Auswahl an erprobten Geschäftsideen für Gründer. Zur Vereinfachung deiner Suche haben wir die Anbieter nach Marken, Branchen oder speziellen Interessen geordnet. Du kannst auch unser neues Matchingtool nutzen, um geeignete Gründungsangebote zu finden.

Gründe dein Unternehmen auf gesichertem Fundament und baue auf die Wettbewerbsvorteile und Erfahrungen bekannter Markenanbieter! Du wirst staunen, wie viele der Marken dir als Verbraucher oder von Spaziergängen durch Innenstädte bereits vertraut sind.

Auf deinen Besuch und die Gelegenheit, dir das eigene Geschäftsmodell audiovisuell zu erläutern, freuen sich rund 300 Markenanbieter im FranchisePORTAL. Du solltest nicht zögern, ihnen über das Kontaktformular Fragen zu stellen, ergänzende Informationen anzufordern oder konkrete Konditionen einzuholen. Alle Anbieter sind gerne bereit, telefonisch oder schriftlich auf deine persönlichen Belange eingehen.

FranchisePORTAL – deine erste Adresse in der deutschsprachigen Franchise-Wirtschaft

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