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Was ist ein Marketingmix? (Definition)

Was bedeutet Marketingmix?

Begriffserklärung: Der Marketingmix wird oft fälschlicherweise gleichgesetzt mit dem Einsatz unterschiedlicher Werbemittel bzw. Werbemedien. Dies ist darauf zurückzuführen, dass schon der Grundbegriff 'Marketing' in der Öffentlichkeit vielfach mit Werbung verwechselt wird. Tatsächlich handelt es sich beim Marketing jedoch um einen weitaus umfassenderen Fachterminus, der allerdings unterschiedlich interpretiert wird. Eine Definition lautet „marktorientierte Führung eines Unternehmens“.

Zum Marketing-Mix gehören laut dem verbreiteten amerikanischen Verständnis vier P's:

  • Product: Die Produktpolitik des Unternehmens. Die Entscheidung über das Angebot an die Zielgruppe
  • Pricing: Die Preispolitik, die festlegt, zu welchem Preis die Leistungen angeboten werden
  • Placement: Die Wahl der Distributionswege bzw. Vertriebskanäle
  • Promotion: Die Kommunikationspolitik bzw. Wahl der Werbemedien

Erst Ziel und Strategie, dann Marketingmix

Über den Marketingmix wird entschieden, wenn die Unternehmensziele und die Strategien zur Zielerreichung festgelegt sind. Ein Firmengründer sollte dies als Grundsatzentscheidung jedoch bereits in der Startphase bestimmen. Denn der Marketing-Mix hat neben Ziel und Strategie seinen festen Platz im Businessplan, der mögliche Geldgeber für die Gründungsfinanzierung überzeugen soll. Ebenso gehört das Marketingbudget in die notwendige Finanzierungsplanung. Gründer, die sich einem Franchise-Netzwerk als Franchisenehmer anschließen, übernehmen klare Vorgaben des Franchisegebers und profitieren dabei von den Erfahrungen bisheriger Partner.

  • Siehe auch das folgende Erklärvideo "Marketing-Mix - Grundbegriffe der Wirtschaft"


Der Mix in der Praxis: von A wie App bis Z wie Zeitungsanzeige

In der Kommunikationspolitik geht es schließlich um jene „Werkzeuge“, auf die der Begriff Marketing-Mix oft fälschlich reduziert wird: die Werbemittel bzw. Werbemedien (Vorsicht: Auch der Begriff Werbemittel ist missverständlich und mehrdeutig: Die Werbebranche versteht darunter fast ausschließlich Werbeartikel/Werbegeschenke). Mit seiner Kommunikationspolitik entscheidet ein Unternehmen über die Kanäle, um sich und seine Leistungen bekannt zu machen bzw. direkt zu vermarkten. Dies können TV- oder Radiospots sein, aber auch Anzeigenkampagnen in klassischen oder digitalen Medien, Direktwerbe-Aktionen oder Maßnahmen zur Verkaufsförderung, POS-Aktionen, Promotions, PR, Messeauftritte und vieles mehr. Auch Pressearbeit, mediale Publikation oder die Nutzung sozialer Netzwerke gehört in die praktische Umsetzung des Marketingmix. Als unverzichtbar – da von der Zielgruppe erwartet – erscheinen die unternehmenseigene Website und ihr Pendant im Bereich gedruckter Medien, die Imagebroschüre oder Produktbroschüre. Als weiteres Instrument der Kommunikationspolitik ist das Sponsoring zu erwähnen.

Die häufig von den Vertretern der „digitalen Medien-Zunft“ geäußerte Bemerkung über Magazine oder Kataloge, „Print ist tot“, sollte niemanden in die Irre führen. Die klassischen Medien haben sich allen Unkenrufen zum Trotz behauptet. Statt einander völlig zu verdrängen, ergänzen sich die Medien. Wer alle Kanäle bespielt – von der App bis zur Zeitung – erreicht alle Zielgruppen und trifft auf mehr potenzielle Käufer. Selbstverständlich überfordert dies die Kräfte kleinerer und mittlerer Unternehmen. Aber wer über jene drei oder vier Kanäle wirbt, die für seine Zwecke am wirksamsten erscheinen, nutzt bestmögliche Chancen zur Neukundengewinnung und Kundenbindung.

Videos zum Thema Marketing in Franchise-Unternehmen:


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