Partnerbindung im Franchise-Glossar Unternehmen benötigen loyale Netzwerke

Maßnahmen zur Partnerbindung dienen dazu, die Potenziale auszuschöpfen, die Partnerschaften bieten. Partnerschaften erzeugen in der Regel Synergien, da die Beteiligten durch ihre jeweiligen Spezialisierungen das Kerngeschäft der Partner entlasten. Die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens hängt wesentlich von dem Spielraum ab, den ihm Partner wie Lieferanten, Geldgeber oder Vertriebspartner geben. Maßnahmen zur Partnerbindung wie transparente und regelmäßige Kommunikation oder Einbindung in Unternehmensentscheidungen sind ebenso wichtig wie Maßnahmen zur Motivation und Steigerung der Leistungsbereitschaft der eigenen Mitarbeiter (siehe Mitarbeiterbindung, Employer Branding).

Wie wichtig ist Partnerbindung?

Im Franchising gehört die Arbeitsteilung zur Partnerschaft. So übernehmen die Systemzentralen wichtige administrative Funktionen wie Einkauf oder Ausbildung/Know-how-Transfer. Um diese Tätigkeiten entlastet, können sich die Franchisenehmer vor Ort auf ihr Kerngeschäft fokussieren, den Verkauf oder Kundenservice. Dies verleiht Franchise-Netzwerken einen Vorteil gegenüber klassischen Filialsystemen.

Partnerbindung im Franchise-Netzwerken

Partnerbindung heißt im Franchising auch Gewinnung im übertragenen Sinn: Es geht darum, die Loyalität der Franchisenehmer zu gewinnen und zu fördern. Frau Mag. Waltraud Martius von der Franchise-Beratung Syncon International hat in einem ihrer Vorträge wichtige Maßnahmen zur Förderung der kontinuierlichen Zusammenarbeit definiert. Hierzu gehört es, die Franchisenehmer in Entscheidungen einzubinden, den Erfahrungsaustausch im System zu fördern und Führungsverhalten auf die Bedürfnisse der Franchisenehmer auszurichten. Auch internes Marketing benennt die Expertin als Mittel der Partnerbindung.

Bereits im Jahr 1999 hat das Franchise-Institut für die Deutsche Wirtschaft in Hannover (FIW) eine Marktanalyse erstellt. Als beliebtestes Instrument zur Partnerbindung entpuppte sich dabei der regelmäßige Besuch des Franchisegebers, des Franchise-Managers oder Partnerbetreuers beim Partner vor Ort. Zweifellos tragen auch Partnertagungen, ERFA-Tagungen und Franchise-Nehmer-Beiräte wesentlich zur Partnerbindung bei.

Partnerbindung schlägt Akquisition

Für die Partnerbindung gilt Ähnliches wie für die Kundenakquisition oder Bestandskundenpflege. Jede Maßnahme zur erfolgreichen Neukundengewinnung ist laut gängiger Berechnungen pro Kunde etwa fünfmal teurer als Maßnahmen zur Kundenbindung. Zwar „verrechnen“ Franchisegeber die Kosten für ihre Partnerakquisition in der Regel über vier- bis fünfstellige Einstiegsgebühren. Dennoch dürften Maßnahmen zur Partnerbindung – pro Partner gerechnet – wesentlich kostengünstiger sein als Maßnahmen zur Partner-Akquisition.   

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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