Joint Venture im Franchise-Glossar

Was ist eigentlich ein Joint Venture?

Unter einem Joint Venture wird im weiteren Sinn eine Unternehmensbeteiligung in Form eines Gemeinschaftsunternehmens oder einer Kooperation zwischen mindestens zwei voneinander unabhängigen Partner in einem gemeinsamen Projekt verstanden.

Verbreitet ist jedoch eine stärker eingrenzende Begriffsdefinition:

Demnach steht der Begriff 'Joint Venture' für eine Tochterfirma, die von zwei oder mehr Unternehmen gemeinschaftlich gegründet und geführt wird und an der beide Unternehmen sich mit Kapital beteiligen. Die „Mutter“-Unternehmen bleiben dabei unabhängig voneinander und in der Regel auch rechtlich selbstständig. 


Joint Venture: sprachliche Herkunft und ursprüngliche Bedeutung

Schreibweise laut Duden: Joint Venture (ohne Bindestrich). Fälschlich auch oft verwendet: Jointventure. Der Begriff stammt aus den englischen Bestandteilen „joint“ für gemeinschaftlich und „venture“ wie Wagnis, Unternehmen, aber auch Risiko (Begriffsvergleich: Risikokaptial / Venture Capital).

 

Wichtige Vorteile haben Joint-Ventures?

Bekannte Beispiele für Joint-Ventures sind Fujitsu Siemens oder die Volkswagen Autoversicherung aus Allianz und VW.

  • Zusammenlegung von Know-how
  • Nutzung von Synergieeffekten
  • Risikostreuung und Aufteilung des Kapitalbedarfs auf mindestens zwei Parteien
  • Bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit (z.B. eines deutschen Autoherstellers mit weltbekannter Marke und chinesischen Zulieferers mit Markt-Insiderwissen)

Nachteile kommen bei Joint-Ventures zum Tragen, wenn Ziele und Erwartungen zwischen den Partnern nicht klar definiert oder gemeinschaftlich verständlich sind. Gerade internationale oder interkulturelle Joint-Ventures können an mangelndem gegenseitigen Verständnis und an Schwachstellen der Kommunikation untereinander scheitern.

 

Joint-Ventures für Existenzgründung und Franchising

Für Existenzgründer können Joint Ventures eine Alternative zum Start als Einzelunternehmer bieten. Statt das gesamte unternehmerische Risiko allein auf sich zu nehmen, beteiligt sich der Firmengründer zusammen mit einem Partner an einem Gemeinschaftsunternehmen. Umgekehrt kann er für seine Geschäftsidee Investoren und Beteiligungen suchen, statt allein eine Fremdfinanzierung durch Kapitalgeber oder Förderprogramme in Anspruch zu nehmen.

Häufig bieten Franchisegeber Joint Venture-Modelle an, um Franchisenehmern den Start zu erleichtern oder um sich stärkere Kontrollmöglichkeiten über die Partnerbetriebe zu sichern. Auch einige Anbieter auf der Virtuellen Franchisemesse werben in ihren Präsentationen mit solchen Beteiligungsmöglichkeiten um potenzielle Partner.

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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