Corporate Identity im Franchise-Glossar

Unter Corporate Identity (kurz CI oder Unternehmens-Identität) werden alle „Charaktereigenschaften“ eines Unternehmens summiert: im Selbstverständnis, im äußeren Auftreten, in der Unternehmenskultur wie in der äußeren Wahrnehmung. Vertreter des Corporate Identity-Gedankens gehen davon aus, dass ein Unternehmen eine „Persönlichkeit“ besitzt und diese dem Markt und den eigenen Mitarbeitern gegenüber vertritt. Strategisch eingesetzt, weist eine Corporate Identity einem Unternehmen oder einer Marke typische Erscheinungsformen zu, die sie von Mitbewerbern unterscheidet.

Die wichtigsten CI Bereiche und ihre Merkmale

Corporate Identity lässt sich in verschiedene Teilbereiche aufgliedern und konkretisieren. Zu den am häufigsten genannten Bereichen gehören:

  • Corporate Design: das einheitliche visuelle Erscheinungsbild des Unternehmens oder der Marke – u.a. durch Logo, Firmenfarben, Firmenschrift oder Produktdesign
  • Corporate Behaviour: das Verhalten gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten, Geschäftspartnern sowie allen Marktteilnehmern. Zur Corporate Behaviour gehören zum Beispiel die Servicefreundlichkeit, das Zahlungsverhalten oder die Mitarbeiterführung (siehe Arbeitgebermarke). Zur Corporate Behaviour lassen sich ferner soziales Engagement, Initiativen für den Standort und Ähnliches zählen
  • Corporate Communication: die komplette Unternehmenskommunikation nach außen wie innen
  • Corporate Philosophy: die Verkörperung der Unternehmensphilosophie
  • Corporate Culture (Firmenkultur): eine Art Schnittmenge aus Corporate Behaviour und Firmenphilosophie

Corporate Identity und Franchising: untrennbar verknüpft

Im Franchising spielen die Corporate Identity und ihre Teilbereiche wie Design, Verhalten und Kommunikation eine Schlüsselrolle für den Unternehmenserfolg. Meist sind Franchise-Unternehmen auf Marktnischen spezialisiert und heben sich durch klare Alleinstellungsmerkmale vom Wettbewerb ab. Ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor von Franchisesystemen ist das einheitliche Auftreten am Markt: Es führt zur Außenwahrnehmung der rechtlich selbstständigen Franchisenehmer-Betriebe als identische „Filialen“. Daher gehört es zu den essenziellen Aufgaben eines Franchisegebers, die Leitbilder der Markenführung, der Unternehmenskommunikation und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zentral zu definieren und für ihre einheitliche Umsetzung zu sorgen.

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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