Franchisesystem-Auswahl im Franchise-Glossar


Die Qual der Wahl für Franchise-Interessenten

Die Franchisesystem-Auswahl wird in diesem Video von der Franchise-Beraterin Frau Mag. Waltraud Martius von den SYNCON International Franchise Consultants erläutert.

Wer sich für eine Franchise-Partnerschaft interessiert, aber noch nicht weiß, welches Franchisesystem in Frage kommt, hat tatsächlich die Qual der Wahl. Martius betont, dass es aktuell etwa 1.000 Franchise- und Lizenzsysteme in Deutschland und etwa 400 in Österreich gibt. 

Man muss sich also die Frage stellen, welches Franchisesystem passt zu mir, wenn man bei der Franchisesystem-Auswahl angekommen ist. Um die Franchisesystem-Auswahl möglichst strukturiert anzugehen, gibt es zudem Checklisten, die man hier im FranchisePORTAL und bei den jeweiligen Franchise-Verbänden kostenlos online erhalten kann.



Auswahl eines Franchisesystems in 6 Schritten

Anhand der folgenden sechs Schritte gelangen Sie zur Auswahl passender Franchiseangebote:

  1. Wählen Sie die Sie ansprechendsten Franchiseangebote aus und lassen Sie sich die verfügbaren Unterlagen und Informationen zusenden
  2. Vergleichen Sie die Leistungen der Franchisegeber und deren Anforderungen an Sie und prüfen Sie, ob an Ihrem Standort das gewünschte Konzept funktionieren kann und ein langfristiger Markt für das System vorhanden ist. 
  3. Gehen Sie zu Informations- und/oder Einführungsveranstaltungen von Franchisegebern und besuchen Sie bestehende Franchisebetriebe. Informieren Sie sich über den Franchisegeber beim Deutschen Franchise-Verband und bei ihrer Hausbank. 
  4. Prüfen Sie die rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Fragen, die bei einer solchen langfristigen Verbindung auftreten können. Rechtzeitiger Rat von Spezialisten kann dabei viel Geld sparen. 
  5. Erläutern Sie dem Franchisegeber, mit dem Sie gerne abschließen wollen,  weshalb er gerade Sie als neuen Franchisenehmer in sein System aufnehmen sollte und was Sie ihm zu bieten haben. 
  6. Erarbeiten Sie sich eine Geschäfts-, Finanzierungs- und Liquiditätsplanung anhand der von Ihnen ermittelten Daten für die Teilnahme an dem von Ihnen ausgewählten Franchisesystem. Hilfreich ist die Überprüfung durch Bank und Steuerberater.

 

3 Tipps für Franchise-Nehmer bei der Suche und Auswahl eines Franchise-Systems

Die renommierte Franchise-Beraterin Waltraus Martius von SYNCON International Franchise Consultants hat beobachtet, dass Franchise-Nehmer auf drei anfängliche Schwierigkeiten stoßen:

  • Der Franchise-Geber möchte seine Zahlen nicht offen legen. Wer in die wirtschaftliche Selbstständigkeit mit Franchising geht sollte darauf vertrauen dürfen, dass er ein erfolgserprobtes Konzept erhält. Diesen Beweis tritt der Franchise-Geber an, indem er dem Interessenten Zahlen und Informationen zum Pilotbetrieb bzw. zu bestehenden Franchise-Nehmern anonym offen legt und ihm Instrumente (Berechnungsmodelle) an die Hand gibt, um eine zukünftige Wirtschaftsplanung zu erstellen. Genauere Informationen liefert die Checkliste zur sogenannten „vorvertraglichen Aufklärungspflicht“ – erhältlich bei den deutschsprachigen Franchise-Verbänden.

  • Das Finanzierungsgespräch bei der Bank. Eine der Hürde zu einer Franchise-Partnerschaft kann für den Franchise-Nehmer das Finanzierungsgespräch mit der Bank werden. Immer noch ist das Thema Franchising nicht allen Verantwortlichen in den einzelnen Bankfilialen geläufig. Muss es auch nicht unbedingt, wenn der Franchise-Geber seinen Franchise-Nehmer mit einer aussagekräftigen Banken-Mappe unterstützt, in der auch die Zahlen und wirtschaftlichen Erfolge des gesamten Franchise-Systems enthalten sind, sodass Parallelen zum zukünftigen Standort des Franchise-Nehmers gelegt werden können. 
    Schlaue Franchise-Geber schicken vor dem Finanzierungsgespräch ihres Franchise-Nehmers bereits Informationen zu Franchising allgemein und zu dem Franchise-System im Besonderen zu, um dem Banker die Möglichkeit zu geben sich vorab zu informieren.

  • Die Familie des zukünftigen Franchise-Nehmers ist nicht überzeugt. Franchising ist eine Vertriebsform für mittelständisches Unternehmertum. Sehr oft beginnen Franchise-Nehmer ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit ohne Angestellte bzw. mit Teilzeit-Kräften, da der Franchise-Nehmer das Franchise-Konzept selbst und vor Ort in seinem lokalen Markt umsetzen soll. Und dafür braucht er die Unterstützung seiner Familie. Der Lebenspartner sollte unbedingt hinter der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen und damit verbundene Einschränkungen – wie etwa, mehr als eine 40-Stunden-Arbeitswoche, Arbeit am Wochenende, zu Beginn eine finanzielle „Durststrecke“... – akzeptieren. In vielen Franchise-Betrieben arbeitet die Familie tatkräftig mit und darum ist es wichtig, dass die Entscheidung für eine Franchise-Partnerschaft gemeinsam getroffen wird.
 

Autor:

SYNCON International Franchise Consultants

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