24.04.2018

Trend zum Wachstum mit bestehenden Unternehmen: Deutscher Franchiseverband veröffentlicht Jahresstatistik

Mehr Partner, höhere Umsätze: In seiner jährlichen Statistik für 2017 sieht der Deutsche Franchiseverband (DFV) eine dynamische Entwicklung der Franchisewirtschaft in Deutschland. Wie der Verband mitteilt, wuchsen die Franchise-Systeme im vergangenen Jahr insgesamt um 3,6 Prozent an Partnern. Hochgerechnet auf alle deutschen Franchisesysteme kamen mehr als 4.400 neue Franchisenehmer hinzu. Mit einem Gesamtumsatz von 112,2 Milliarden Euro verzeichnete die deutsche Franchisewirtschaft ein Plus von acht Prozent.

Erhoben wurden die Daten für die Statistik online von Prof. Dr. Achim Hecker zwischen dem 7. Februar und dem 4. März 2018, teilnehmen konnten 248 DFV-Mitglieder sowie 724 weitere Franchisegeber, die nicht im Verband sind. Antworten kamen dabei von 187 Franchisesystemen, das entspricht einer Rücklaufquote von 19,3 Prozent.

In seiner Befragung beobachtet der Verband einen neuen Expansionstrend: Franchisegeber sprechen demnach zunehmend neue Adressatengruppen als potenzielle Partner an. Standen in den Vorjahren angestellte Fach- und Führungskräfte auf Platz eins – 2017 machten sie 24 Prozent der Gründer aus – ,so sind nun die größte Gruppe mit 25 Prozent bereits bestehende Unternehmen. Ebenfalls eine große Gruppe sind neue Standorte von bereits aktiven, eigenen Franchisepartnern mit 18 Prozent sowie eigene Mitarbeiter mit 10 Prozent. Sieben Prozent der neuen Franchise-Gründer waren 2017 Hochschulabsolventen.

Dazu passt, dass 42 Prozent der befragten Systeme Multi-Unit-Franchising als wichtig oder sogar sehr wichtig einschätzen. „Die deutsche Franchisewirtschaft setzt ihre Expansionsstrategien neu auf. Was sich in unserer jährlichen Mitgliederbefragung, dem Franchisebarometer, Ende letzten Jahres bereits abzeichnete, bestätigen nun die Zahlen der aktuellen, belastbaren Erhebung“, sagt DFV-Geschäftsführer Torben Leif Brodersen. Insgesamt sieht er die Entwicklung in der Franchisewirtschaft als sehr positiv an. Ein möglicher Grund sei neben der guten Gesamtwirtschaftslage auch „ein deutlich gestiegenes Markenbewusstsein des Kunden sowohl on- als auch offline“.

Die Studie zeigt laut DFV möglicherweise auch eine neue Branchenverteilung innerhalb des Franchise-Bereichs. War nach dem Dienstleistungssektor mit 40 Prozent bisher der Handel der größte Franchise-Geber-Bereich, so ist es nun mit 27 Prozent die Gastronomie, der Handel kommt noch auf 23 Prozent, gefolgt vom Handwerk mit zehn Prozent. Mehr als die Hälfte der befragten Franchiseunterehmen will weiter wachsen: Für 2018 planen die Unternehmen, im Schnitt zehn neue Partner zu gewinnen. Insgesamt sind in Deutschland derzeit rund 707.000 Menschen in Franchiseunternehmen in Voll-, Teilzeit, sowie geringfügig beschäftigt. Die vollständige Studie kann hier abgerufen werden. (red.)

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Nachrichten-Redaktion
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