Systemkennzahlen im Franchise-Glossar

Unter Systemkennzahlen werden in Franchise-Systemen zumeist Werte bezeichnet, die an einzelnen Franchise-Standorten erwirtschaftet worden sind. Sie können für Betriebsvergleiche als Einzelbetriebs- oder Durchschnittswerte erfasst werden.

Kennzahlen können zum Beispiel in einem Einzelhandels-Betrieb Auskunft über Kundenzahlen zu bestimmten Zeiten, Bedienzeiten an Theke oder Kasse, durchschnittliche Umsätze pro Verkäufer oder ähnliche Werte sein. Der operative Profit pro Standort gehört zu den wichtigsten Systemkennzahlen. Die Kennzahlen können vom Franchisegeber jederzeit nachgewiesen werden.

Bei Existenzgründern stellen diese Zahlen eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für ein Franchise-System dar. Im Bewerbungsprozess mit einem Franchisenehmer bzw. der Auswahl der Bewerber gehören sie zu den Auskunfts- und Aufklärungspflichten des Franchisegebers. Mit guten Zahlen versuchen die Franchisegeber, Partner in spe um von den Aussichten ihrer Investition zu überzeugen. Ein Ziel der Bekanntgabe von Kennzahlen kann aber auch lauten, Benchmarks für die bestehenden Franchisenehmer zu setzen.

Kennzahlen sind aber lediglich Vergleichswerte. Sie bedeuten keinerlei Garantie, dass an einem anderen Standort ebensolche Profite oder Umsätze erwirtschaftet werden. Außerdem unterliegen die Kennzahlen dem Datenschutz. Das gilt auch für Franchiseverträge, denn bei den Vertragsverhandlungen werden üblicherweise bestimmte Kennzahlen ausgetauscht. Der Franchisegeber darf sie keinesfalls an Dritte weitergeben. Deshalb sollte ein Vorvertrag mit Verschwiegenheitsklausel geschlossen werden.

Autor:

FranchisePORTAL-Redaktion
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