1/23/2019

Weniger klassische Gründer: Franchise-Wirtschaft wächst laut DFV mit neuen Strategien

Mehr Beschäftigte und Standorte, höhere Umsätze, aber weniger klassische Existenzgründer als Partner: Diese Entwicklung in der Franchise-Wirtschaft zeigt die Franchisestatistik 2018, die der Deutsche Franchiseverband (DFV) nun veröffentlicht hat. Er basiert auf einer Online-Befragung von insgesamt rund 990 Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern des Verbands zwischen dem 21. November und dem 21. Dezember 2018; insgesamt 128 Systeme beantworteten dabei die Fragen. Umgesetzt und ausgewertet wurde die Studie von Prof. Dr. Achim Hecker von der Digital Business University of Applied Sciences i.G.

Dabei zeigen die Daten einen Wachstumstrend: Der Befragung zufolge gibt es in Deutschland - hochgerechnet auf alle Systeme - mittlerweile mehr als 128.000 Franchisepartner, 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Franchisebetriebe stieg um 3,5 Prozent auf knapp 168.000; ebenso die Zahl der Mitarbeiter dieser Betriebe um 1,2 Prozent auf rund 715.000. Der Umsatz in den Systemen stieg um 9,4 Prozent auf 122,8 Milliarden Euro.

"Die Zahlen spiegeln ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 innerhalb der Franchisewirtschaft wider, die im Vergleich zur deutschen Gesamtwirtschaft ein Mehr an Dynamik aufzeigt", sagt Torben Leif Brodersen, Hauptgeschäftsführer des DFV. Besonders relevant ist der neuen Statistik zufolge weiterhin der Dienstleistungssektor, der rund 40 Prozent der Franchise-Wirtschaft ausmacht, gefolgt von Gastronomie und Handel mit je 24 Prozent. Mit 12 Prozent der Systeme in Deutschland organisiert sich zunehmend auch das Handwerk im Franchising. Im Vorjahr lag die Gastronomie in der Statistik noch vor dem Handel.

Die Studie zeigt auch, dass Franchisesysteme zunehmend Alternativen zum Wachstum mit klassischen Einzelgründern suchen. Zwar nennen weiterhin 23 Prozent der Befragten Angestellte, Fach- und Führungskräfte zwar immer noch als wichtigste Zielgruppe für die Franchisepartner-Gewinnung. Mit 21 Prozent - elf Prozent mehr als im Vorjahr - werden jedoch auch die eigenen Mitarbeiter als mögliche Franchisenehmer genannt. Auch bestehende Unternehmen (20 Prozent) und schon aktive Franchisenehmer (18 Prozent) werden als Zielgruppe angesprochen.

Die Entwicklung von Mitarbeitern zu Partnern, die Eingliederung bestehender Unternehmen in ein Franchisesystem sowie das Multi-Unit-Franchising sind laut DFV zunehmend Teil der strategischen Ausrichtung von Franchisekonzepten. "Der tradierte Gründermarkt hat selbstverständlich immer noch Bestand. Es zeigt sich aber, dass Franchisesysteme mehr und mehr auf neue Konstellationen in ihrer Partnerstruktur setzen", so DFV-Geschäftsführer Brodersen. "Wer wachsen will, kommt um alternative Expansionsformen nicht herum. So schätzen 56 Prozent der befragten Systeme beispielsweise Multi-Unit-Franchising als eher wichtig, wichtig und sogar sehr wichtig ein", sagt er. Mehr zur Studie und die vollständigen Auswertungen sind auf der DFV-Webseite zu finden. (red.)

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Nachrichten-Redaktion
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