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Selbstständig in 2023 – Tipps und Tricks

Am Anfang steht immer eine gute Idee, das gilt besonders für Unternehmensgründungen. Doch nicht jede gute Idee hat auch ausreichend wirtschaftliches Potenzial für eine erfolgreiche Umsetzung. Daher steht, vor weiteren Überlegungen, zunächst die Überprüfung an, ob die Idee das notwendige Potenzial hat. Im Zweifel ist ein Franchise-System vielleicht die bessere Wahl. 

Welche persönlichen Voraussetzungen sollten Gründer mitbringen? Welche Erfahrungen sollten sie schon haben? Was müssen sie wissen und können? Was ist eine Gründerpersönlichkeit und lässt sich das auch erlernen? Wie ist es möglich, ein erfolgreiches Start-up zu gründen? 

Potenzielle Unternehmer haben vor der Gründung viele Fragen, die sie sehr beschäftigen. Zweifel plagen sie, wie sie alles am besten stemmen können. Dabei ist immer zu bedenken, dass sich nicht alle Fragen im Vorfeld zufriedenstellend beantworten lassen. Nachfolgend gibt es einige Tipps und Empfehlungen, die Gründern bei ihren Aktivitäten im Jahr 2023 helfen können. 

Wichtige Grundlage: der Businessplan

Eine gute Grundlage für eine Unternehmensgründung ist ein durchdachter Businessplan. Darin geht es nicht nur allein um die Geschäftsidee und deren Marktpotenzial, sondern auch um die persönliche, fachliche und kaufmännische Eignung des Gründers, beispielsweise seine sozialen Kompetenzen, besondere Stärken und die allgemeine Einstellung. Ein Businessplan ist nicht nur für den Gründer selbst wichtig, um sich Klarheit über seine Idee zu verschaffen. Ein sorgfältig ausformulierter Businessplan hilft dabei, die Idee zu konkretisieren und eine Strategie für die Umsetzung auszuarbeiten. Er ist ein wichtiges Instrument, das Gründern dabei hilft, in die richtige Richtung zu gehen und nicht in teure Fallen zu tappen, beispielsweise beim Marketing. Ein Businessplan ist richtungsweisend und zwingt angehende Unternehmer dazu, sich intensiv mit ihrer Geschäftsidee auseinanderzusetzen, die Idee zu optimieren. Er stellt quasi das Gerüst für die Gründung dar und ist daher von entscheidender Bedeutung. Auch für potenzielle Geldgeber, wie Investoren oder die Bank, ist ein Businessplan ein wichtiges Tool. Ein fehlender, ausgefeilter Businessplan ist der häufigste Grund für das Scheitern von Unternehmensgründungen. 

Die persönliche Eignung des Gründers

Persönliche Eigenschaften nehmen wesentlichen Einfluss darauf, wie erfolgreich ein Unternehmer wird. Aber woher weiß jemand, ob er die Skills einer Gründerpersönlichkeit besitzt? Es ist auf jeden Fall vorteilhaft, ein gewisses Durchsetzungsvermögen zu haben, entscheidungsfreudig und leistungsorientiert zu sein. Mindestens genauso wichtig ist unternehmerisches Denken, beispielsweise ob jemand zielgerichtet arbeiten, richtig Prioritäten setzen kann und bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Weitere wichtige Eigenschaften sind Belastbarkeit, Einsatzbereitschaft und Freude an der Arbeit. Eine gewisse Portion Begeisterungsfähigkeit, Neugier und Empathie können auch nicht schaden. Positiv besetzte Eigenschaften, die gut für einen Unternehmer sind, gibt es viele. Manche Fähigkeiten lassen sich auch lernen oder wachsen mit den täglichen Anforderungen. 

Mut haben

Eine sehr gefragte Eigenschaft bei Existenzgründern ist eine ordentliche Portion Mut. Wer als Selbstständiger arbeitet, hat es immer wieder mit Unsicherheitsfaktoren zu tun: Reicht das Einkommen für den nächsten Monat? Reichen die Einnahmen, um alle laufenden Kosten abzudecken? Wie kann sich ein Unternehmer gegenüber der Konkurrenz behaupten? 

Wer selbstständig arbeitet, hat es immer mit Schwankungen zu tun, muss mit Unsicherheiten leben können. Nur wer auch damit umgehen kann, kann langfristig in der Selbstständigkeit glücklich werden und ein erfülltes Leben finden. Ein Franchise-System kann den nötigen Rückhalt und Austausch bieten – so steht man nicht ganz alleine da. 

Mittlerweile ist es allerdings so, dass es kaum noch sichere Jobs gibt, sodass eine gut vorbereitete Selbstständigkeit am Ende nicht viel unsicherer ist als eine Anstellung in einem Unternehmen. 

Die Selbstständigkeit finanzieren

Bei der Finanzierung von Start-ups ist das Crowdfunding in den letzten Jahren immer bedeutender geworden. Über verschiedene Plattformen für Tüftler, sozial engagierte Gründer, Jungunternehmer oder Künstler können Gründer Gelder generieren, beispielsweise Startnext, Kickstarter oder Betterplace. Meist bedeutet Crowdfunding, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung vorhanden ist, die mithilfe der Crowd realisiert wird oder das notwendige Startkapital für die Herstellung oder Umsetzung erhält. Wer sich als „Investor“ betätigt, erhält Vorteile, wie Bonusgeschenke, verschiedene Features oder das Privileg, das fertige Produkt vor allen anderen ausprobieren zu können. 

Eine weitere Möglichkeit sind Business Angels. Dabei handelt es sich um private Investoren, die sich schon in einer frühen Gründungsphase einbringen, den Gründer finanziell, aber auch mit Rat und Wissen unterstützen. Sie erhalten Unternehmensanteile und sind Miteigentümer, überlassen jedoch den jungen Unternehmern die Führung. Die meisten Business Angels belassen ihr Geld für vier bis sieben Jahre in einem Unternehmen und verkaufen dann die Unternehmensbeteiligung wieder. Im Idealfall erzielen sie damit einen ordentlichen Gewinn. In Deutschland gibt es etwa 3000 aktive Business Angels, von denen die meisten in Netzwerken organisiert sind, beispielsweise im Business Angels Netzwerk Deutschland.

Venture Capital ist Risikokapital, das Kapitalgeber in ein Unternehmen investieren. Oft fördern Venture Capitalists mehrere Geschäftsideen gleichzeitig und sind sich darüber im Klaren, dass sie das Geld auch leicht verlieren können. Sie halten in der Regel große Anteile eines Start-ups und können damit am Ende größere Gewinne erzielen. 

Für viele Existenzgründer ist es heute durch die Bankenkrise schwieriger geworden, einen Bankkredit zu bekommen. Hier kann es hilfreich sein, sich an eine Förderbank zu wenden. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet beispielsweise gute Bedingungen für Kredite mit bis zu fünf Jahren Laufzeit und niedrigen Zinsen. Bei größeren Summen kann auch eine Landesbürgschaft helfen, den Kredit zu bekommen. Dazu haben die IHKs nähere Informationen und Beratungsangebote. 

Den Markt gründlich analysieren

Mit einer fundierten Marktanalyse können Gründer die Rahmenbedingungen besser verstehen, die Konkurrenz besser einschätzen und das Marktpotenzial ihrer Idee abschätzen. Insbesondere die Konkurrenz ist ein wichtiger Punkt. Für eine umfangreiche Analyse sollten Gründer sich ausreichend Zeit nehmen. Das zahlt sich langfristig aus. Denn nur Gründer, die wissen wie der Markt funktioniert, können ihr Vorhaben daran ausrichten. 

Präsenz zeigen

Selbstständige sind immer nach außen präsent, das ist ein Muss. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Präsenz persönlich im Gespräch von Angesicht zu Angesicht ist oder online. Wer sich im stillen Kämmerlein versteckt, wird keinen dauerhaften Erfolg haben. Wer etwas verkaufen möchte, sollte sich damit auch zeigen. Wenn es sich dabei um eine Dienstleistung handelt, steht der Gründer als Person im Vordergrund. Wie sagt ein Sprichwort: „Kontakte schaden nur dem, der keine hat.“ Viele Kunden kommen nicht direkt auf ein Unternehmen zu, sondern über viele Ecken. Im Idealfall weiß das gesamte Netzwerk eines Unternehmers, was er genau anbietet. 

Organisation ist alles

Ein wesentlicher Faktor für einen Existenzgründer ist die Fähigkeit, sich jeden Tag aufs Neue auf sein Unternehmen einzulassen, es lenken und führen zu können. In den meisten Fällen ist direkt nach der Gründung keiner da, der sagt, wo es langgehen soll, der genaue Anweisungen gibt und ansagt, was der nächste Schritt ist. Es gibt auch keine andere Abteilung, an die sich Arbeiten abgeben lassen. Der Gründer steht am Anfang in der Regel alleine da mit der ganzen Arbeit oder hat vielleicht einen oder zwei Partner, die sich die Arbeit teilen. 

Daher ist es sehr wichtig, sich selbst organisieren zu können. Dazu gehört es, fokussiert zu arbeiten und Termine oder Fristen genau einzuhalten. Wer das langfristig nicht schafft und nicht lernt das Wesentliche vom Unwichtigen zu unterscheiden, wird es als Selbstständiger sehr schwer haben, langfristig erfolgreich zu sein. 

Die Wahl der Rechtsform

Bei der Wahl der passenden Rechtsform spielen ein paar Faktoren eine wichtige Rolle. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Risikobereitschaft des Unternehmers oder ob es sich um eine Teamgründung oder eine Solo-Gründung handelt. Wer sich nicht sicher ist, welche Gesellschaftsform die passende ist, kann sich beraten lassen. Ein Steuerberater oder ein Gründungsberater kann dabei helfen, die Lage zu analysieren, um zu sehen, was für eine bestimmte Unternehmensform, beispielsweise Einzelunternehmer, Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft, spricht. 

Professionell nach außen auftreten

In der Startphase ist es wichtig, dass ein Unternehmen viel kommuniziert, den aktuellen Stand veröffentlicht und immer wieder Rückmeldungen einholt. Dabei ist es am besten, wenn ein Unternehmen ein Gesicht hat, wenn die handelnden Personen nicht im Hintergrund bleiben, sondern aus der Unerreichbarkeit heraustreten. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise Gespräche mit Bloggern oder Journalisten, oder eine lebhafte Kommunikation in den sozialen Medien, tragen dazu bei, bei den Menschen im Gedächtnis zu bleiben. 

Dabei ist es wichtig, auf ein Corporate Design zu achten. Das einheitliche Design auf allem, was nach außen kommuniziert, also Briefpapier, Visitenkarten, Webseiten, erhöht den Wiedererkennungswert. Kunden finden das Unternehmen leichter wieder. 

Mit einem ansprechenden Webauftritt, einem verständlichen Webdesign und vielen Kontaktmöglichkeiten legen Unternehmen den Grundstein für eine nachhaltige Unternehmenskommunikation. Mit dem Webauftritt erhalten Kunden einen ersten Eindruck. Der sollte so nachhaltig wie möglich sein und von Stil und Ausrichtung her zum Unternehmen passen. Dabei helfen beispielsweise Fotostrecken, Videos, eine klare Struktur oder Animationen. Wer sich für die Selbstständigkeit als Franchisepartner entscheidet kann vor allem in diesem Bereich auf viel Unterstützung und Material bauen. 

Kundengewinnung

Mit einer genau definierten und analysierten Zielgruppe ist es am einfachsten, neue Kunden zu gewinnen. Die Marketingmaßnahmen lassen sich dann perfekt auf die Zielgruppe abstimmen, sodass die Maßnahmen nicht einfach verpuffen, sondern auch Wirkung zeigen. 

Zur Kundengewinnung eignen sich auch zahlreiche Online-Marketing-Maßnahmen, aber auch Mund-zu-Mund-Propaganda, Networking oder die Empfehlungen von zufriedenen Kunden. Bei allem ist immer der erste Eindruck des Unternehmens entscheidend. Ein Geheimrezept, das für alle passt, gibt es dabei nicht. Der Marketing-Mix hängt vom Business und der Zielgruppe ab.


Foto von Brian Tromp auf Unsplash, Pixabay ©smava.de 

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