POS im Franchise-Glossar

Was bedeutet eigentlich POS?

Definition: Point of Sale – kurz POS – bedeutet Verkaufsstelle. Die Verkaufsstelle ist identisch mit dem Point of Purchase (kurz POP, zu deutsch Einkaufsstelle). Ihre Bezeichnung hängt lediglich von der Perspektive ab: Aus Sicht des Händlers oder Verkäufers handelt es sich um die Verkaufsstelle (POS), aus Sicht des Käufers um die Einkaufsstelle (POP). Für die Abkürzungen wird im Deutschen meist das männliche Geschlecht verwendet („der“ POS – vermutlich von „der“ Punkt für Point) .

POS oder POP? Eine Frage der Perspektive

Am POS besteht unmittelbarer Kontakt des Kunden zur Ware oder zum Verkäufer. Es ist die Schnittstelle zwischen Anbieter und Zielgruppe und der Ort, an welchem viele Kunden ihre endgültige Kaufentscheidung treffen. Im stationären Handel wie zum Beispiel in vielen Franchise-Systemen mit Schwerpunkt auf Warenverkauf wird der Begriff Point of Sale oft mit dem kompletten Ladengeschäft der Franchise-Filialen gleichgesetzt. Siehe Arbeitsteilung im Franchising: Während sich Franchise-Zentralen im Allgemeinen viele administrative Aufgaben wahrnehmen, läuft der Verkauf vor Ort vornehmlich über die Franchisenehmer-Betriebe. Beispielhafte Branchen sind Mode, Schmuck und Uhren oder Backwaren & Kaffee.

Am Point of Sale trifft der Kunde den Kaufentschluss

In der Gastronomie zählen der Gastraum oder die Theke zu den Points of Sale. Bisweilen findet der Begriff auch im Bereich digitaler Medien wie E-Commerce oder Onlineshops Verwendung, denn auch virtuelle Verkaufsstellen gelten als Orte der Kaufentscheidung.

Gelegentlich wird der Begriff Point of Sale mit Kontaktpunkt oder Touchpoint gleichgesetzt. Letztere stehen jedoch für sämtliche Orte und Gelegenheiten des Kundenkontaktes – so auch Bankkontakte, Beratungsgespräche, Messepräsentationen oder sogar Direktwerbe-Briefe.

Der POS als Anreizort für Kaufimpulse und Impulskäufer

Am häufigsten tritt der Begriff Point of Sale im Zusammenhang mit Marketingmaßnahmen für den stationären Handel auf. Im engeren Sinn bezeichnet er den Ort der unmittelbaren oder finalen Kaufentscheidung – sprich, ein Selbstbedienungsregal, ein Gespräch an der Verkaufstheke oder ein Werbedisplay mit Produktauslage. Das Kürzel POS gehört zum Standard-Repertoire in der Fachterminologie von Agenturen und Marketingexperten. Marketer sprechen oft von POS-Strategien, mit denen vor allem spontane Käufer (Impulskäufer) gewonnen werden sollen.

Autor:

FranchisePORTAL-Redaktion
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