Förderkredite im Franchise-Glossar

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Förderkredite werden im allgemeinen Sprachgebrauch meist mit Fördermitteln gleichgesetzt. Fördermittel wiederum bezeichnen die Zuwendungen, welche Unternehmer von staatlichen Förderbanken wie der KfW zinsgünstig und oft mit einem oder mehr Jahren Tilgungsfreiheit erhalten und zumeist nur über ihre Hausbank beantragen können. Doch auch private Geldinstitute nutzen den Terminus Förderkredite für meist niedrig verzinste Darlehen an Unternehmer. Förderkredite gehören zum Fremdkapital, das für die Gründungsfinanzierung der meisten Unternehmen unerlässlich ist. Doch gilt auch für diese Fremdmittel, dass die öffentlichen wie privaten Geldgeber Eigenkapital als Sicherheit einfordern. Bei der Gründung von Franchiseunternehmen zählt als Faustregel eine etwa 15 bis 25%-ige Eigenkapitalquote.

Eine Übersicht über Förderprogramme bietet das Franchise-Lexikon. Um Förderkredite zu erhalten, müssen Neu-Unternehmer meistens lange Verhandlungen mit mehreren Banken auf sich nehmen – ohne Garantie auf Erfolg. Von den Gründern fordern die Geldgeber neben einer entsprechenden Eigenkapitalquote einen überzeugenden Businessplan und eine detaillierte Finanzierungsplanung.

Förderkredite: welche Darlehen für welche Finanzierung?

Förderkredite unterscheiden sich nach Art und Finanzumfang. Für Firmengründer werden sie als Startkredite mit bis zu ca. 10.000 Euro Höhe gewährt. Mit Mikrokrediten von etwa 5.000 oder 10.000 Euro helfen einzelne Geldinstitute kleineren Existenzgründungen oder Finanzierungsvorhaben auf die Beine, fordern jedoch meist mit einem höheren Zinssatz als bei größeren Förderdarlehen.

Höher als bei den Startkrediten ist das Finanzvolumen zumeist bei den Betriebsmittelkrediten. Mit ihrer Hilfe sichern die Haus- und Förderbanken den Unternehmern das Umlaufvermögen etwa für den Wareneinkauf oder die Sicherung der Liquidität ab.

Von allen Kreditinstituten schließlich werden Investitionskredite für Gebäude, Grundstücke Maschinen oder andere Anschaffungen vergeben. Auch sie laufen unter dem Begriff Förderdarlehen, weil sie oftmals tilgungsfreie Jahre bieten und häufig ebenfalls über die Hausbanken beantragt werden müssen. Die Finanzvolumina können ohne Weiteres bei bis zu 10 Millionen Euro liegen.

Fördermittel oder private Bankdarlehen?

In Zeiten mit einem sehr niedrigen Zinsniveau können Darlehensnehmer für klassische Kredite ihrer Hausbanken mitunter ähnlich günstige Bedingungen aushandeln wie für staatliche Förderkredite. Denn – so argumentieren die Kreditgeber – die Antragstellung läuft über sie, und sie verdienen an den vermittelten Krediten meist weniger als an ihren direkten Darlehen. Schließlich müssen sich die Hausbanken den Zinsgewinn mit den Förderbanken teilen. Daher bieten sie mitunter eigene Produkte als für sie lukrativere, für den Kreditnehmer jedoch kaum teurere Alternativen. Auch Online-Kredite können im wachsenden Wettbewerb der Geldgeber eine Alternative zu öffentlichen Fördermitteln darstellen. Die Recherche auf Marktplätzen wie Auxmoney oder smawa lohnt sich mitunter – zumal der Antrag auf einen Förderkredit über die Hausbank stets zusätzliche Zeit benötigt. Und auch Zeit ist Geld!

Fazit : Die meisten Firmengründer entscheiden sich für einen Mix aus Darlehen und Fördergelder, sofern sie diese bewilligt bekommen. Auch, um die Finanzierung auf mehrere Schultern zu verteilen. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Gesamtkosten der Finanzierung am Ende der Laufzeiten zu vergleichen.

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
Easy Writer
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