Unternehmensgründung im Franchise-Glossar

 

Was ist eigentlich eine Unternehmensgründung?

Eine Unternehmensgründung ist die erste Phase im Lebenszyklus eines größeren Unternehmens. Sie beinhaltet die administrativ aufwendige Gründung einer Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft. Demgegenüber ist bei der Gründung von Einzelunternehmen im Rahmen einer Gewerbeanmeldung oder der Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit meist von einer Existenzgründung die Rede.

Unternehmensgründung: Abgrenzung zur Existenzgründung

Ist Unternehmensgründung gleichbedeutend mit Existenzgründung? Im Prinzip ja, bei genauerer Betrachtung unterscheiden sich beide Begriffe leicht.

Unternehmensgründer werden häufig mit einer Kapital- oder Personengesellschaft wie GmbH, OHG, KG oder AG in Verbindung gebracht. Sie bevorzugen bei ihrer Unternehmensgründung zunehmend neuere Gesellschaftsformen wie die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG) oder die Societas Europaea (SE). Im ersten Fall handelt es sich um die kostengünstige  Vorstufe einer deutschen GmbH, im zweiten Fall um eine Art europäischer Aktiengesellschaft.

Unter das Schlagwort Existenzgründer fällt dagegen jede Form einer neu ausgeübten, selbstständig-gewerblichen Tätigkeit, auch die eines Freiberuflers.


Gründung unter Eigennamen oder im Franchisesystem

Eine besondere Form der Gründung ist der Aufbau eines Franchisenehmer-Betriebes. Statt unter eigenem Namen gründet der Jungunternehmer seine Firma in einheitlichem Auftreten unter dem Namen und der Marke seines Franchisegebers. Er vermarktet nicht seine eigene Produkt- oder Dienstleistungs- Schöpfung. Dafür übernimmt er eine bereits erfolgreich etablierte und damit aussichtsreiche Geschäftsidee. Er bleibt allerdings auf ein im Franchisevertrag definiertes Vertriebsgebiet beschränkt. Möglichkeiten zu expandieren bieten sich Franchisenehmern jedoch ebenfalls – z.B. in Form von Master Franchising.

 

Firmengründer mit Lizenzsystemen

Eine Alternative zum Franchising bieten Lizenzsysteme. Bei ihnen erwirbt der Gründer ebenfalls die Vertriebslizenz einer etablierten Marke. Ihm bleibt jedoch in der Regel die Freiheit, uneingeschränkt zu akquirieren und Neukunden zu gewinnen. Dagegen erhält er selten jene umfangreiche administrative Unterstützung durch den Lizenzgeber, wie sie für die Leistungen einer Franchise-Zentrale kennzeichnend ist.

 

Viele Vorteile sprechen für Franchise-Gründer

Franchisegeber unterstützen ihre Partner im Aufbauprozess sowie im laufenden Betrieb. Zudem müssen Franchisenehmer Ihren Betrieb nicht komplett „erfinden“. Sie können vieles von ihrer Systemzentrale übernehmen oder dabei auf die Erfahrungen anderer Netzwerk-Partner zurückgreifen. Einige Beispiele:

  • Eine tragende Geschäftsidee. Franchisesysteme besitzen diese und stellen sie quasi gegen Gebühr zur Verfügung
  • Ein Alleinstellungsmerkmal (USP). Für Franchisesysteme mit ihren meist hochspezialisierten Produkten und Dienstleistungen gehört der USP zu den tragenden Säulen der Geschäftspolitik
  • Die Firmenphilosophie. Der Leitgedanke des Unternehmens lässt sich am Markt kommunizieren und sorgt für Loyalität bei Kunden wie Mitarbeitern. Franchisegeber entwickeln diese Firmenphilosophie, ihre Partner übernehmen sie und erfüllen sie mit Leben
  • Realistische Ziele bezüglich Marktanteilen, Margen, Gewinnen, Erlösen und ROI
  • Eine Strategie zum Erreichen dieser Ziele, die z.B. mit Hilfe von Franchise-Experten ausgearbeitet wird
  • Einen glaubwürdigen Businessplan und eine detaillierte Finanzierungsplanung, um den Investitionsbedarf klar abschätzen und Geldgeber überzeugen zu können
  • Ein Kommunikationskonzept, um Kunden zu gewinnen, Image aufzubauen etc.

 

Videos zum Thema Unternehmensgründung:

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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