Firmengründer im Franchise-Glossar


Was sind eigentlich Firmengründer?

Firmengründer sind Einzelpersonen, die eine berufliche Tätigkeit auf wirtschaftlich und rechtlich selbstständiger, gewerblicher bzw. freiberuflicher Basis aufnehmen. Bei einer Selbstständigkeit als Freiberufler oder Einzelunternehmer werden sie alternativ als Existenzgründer bezeichnet. Begrifflich werden Firmengründer oft auch mit Unternehmensgründern gleichgesetzt, die eine Kapital- oder Personengesellschaft ins Leben rufen.


Was Firmengründer motiviert

Ein Großteil aller Gründer und Selbstständigen unterscheidet sich in wesentlichen Denk- und Handlungsweisen oder Charaktereigenschaften von Menschen, die ein Arbeitsleben als Angestellte bevorzugen. Häufig geäußerte Beweggründe für den Sprung in die Selbstständigkeit sind folgende:

  • Firmengründer verwirklichen Lebensträume mit ihrer Unternehmensgründung – z.B. mit den Produkten, die sie herstellen oder den Arbeiten, die sie durchführen
  • Firmengründer möchten in ihren Entscheidungen frei und nicht weisungsgebunden sein
  • Firmengründer streben ein höheres Einkommen oder bessere wirtschaftlich Verhältnisse an als jene, die sie als Angestellte hatten oder voraussichtlich haben könnten

Manche Firmengründer handeln hingegen aus einer wirtschaftlichen oder existenziellen Notlage heraus, zum Beispiel, um eine Arbeitslosigkeit zu beenden. In der Regel haben diese Menschen allerdings schlechtere Voraussetzungen bei der Gründungsfinanzierung, da ihnen das notwendige Manche Firmengründer handeln hingegen aus einer wirtschaftlichen oder existenziellen Notlage heraus, zum Beispiel, um eine Arbeitslosigkeit zu beenden. In der Regel haben diese Menschen allerdings schlechtere Voraussetzungen bei der Gründerfinanzierung, da ihnen das notwendige Eigenkapital als Sicherheit für Kredite fehlt. Um ihre finanzielle Ausgangslage zu verbessern, können Arbeitslose mit Gründungsplänen und tragfähigen Geschäftskonzepten staatliche Gründungszuschüsse beantragen.

Für manche Menschen erscheint eine Firmen- oder Existenzgründung sogar als einzige reelle Chance auf eine Karriere. Dies gilt in Deutschland insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund. Laut Studien des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit sowie der Universität Koblenz sind Menschen dieser Bevölkerungsgruppe schon allein aufgrund ihres fremdländischen Namens bei der Bewerbung um höher qualifizierte Jobs gegenüber Bewerbern mit einheimischen Namen benachteiligt. Auf diesen Umstand führen es die Meinungsforscher zurück, dass die Quote der Firmengründer unter dieser Gesellschaftsgruppe doppelt so hoch wie im gesamtdeutschen Durchschnitt ist.


Was Firmengründer charakterisiert

Im Zusammenhang mit Denk- und Handlungsweisen von Unternehmens- oder Existenzgründern taucht oft ein abstrakter Begriff auf: Unternehmergeist. Hier spielen neben dem Wunsch nach Unabhängigkeit und Handlungsfreiheit eine Vielzahl an Charakteristika mit hinein, die Gründern und Unternehmern nachgesagt werden.

Zum Beispiel:

  • Firmengründer sind risikobereiter. Unternehmern fehlt die finanzielle Sicherheit, die ein regelmäßiges Angestelltengehalt bietet. Sie schließen die Möglichkeit mit ein, zu scheitern und für Misserfolge notfalls mit ihrem Eigentum einzustehen.
  • Firmengründer arbeiten mehr. Unternehmer haben im Allgemeinen keinen „geregelten“ Acht-Stunden-Tag. Nicht wenige Selbstständige sind fast rund um die Uhr für ihre Kunden erreichbar. Besonders in der Startphase eines Unternehmens, in der sich bei den Arbeitsprozessen noch keine Routine eingestellt hat, arbeiten Gründer nicht selten 12, ja 16 Stunden am Tag und sind auch an Sonn- oder Feiertagen im Einsatz. Daher sind physische Gesundheit und Belastbarkeit eine ebenso wichtige Voraussetzung wie ein familiäres Umfeld, das die Firmengründung mitträgt und den damit einhergehenden Zeitmangel für das Privatleben akzeptiert.
  • Firmengründer sind motivierter. Unternehmer lassen sich durch Erfolge zu weiteren Zielen anspornen. Sie lassen sich durch Misserfolge nicht von ihren Zielen abbringen.
  • Firmengründer können Mitarbeiter führen. Erfolgreiche Unternehmer verstehen es, ihr Team für ihre Ziele zu gewinnen und zu bestmöglichen Arbeitsleistungen zu bewegen.
  • Firmengründer sind Organisationstalente. Selbstständige können Teams, Lieferanten und Arbeitsprozesse organisieren und koordinieren.
  • Firmengründer sind Finanz-Jongleure. Selbstständige tragen meistens eine weitaus höhere finanzielle Verantwortung als Arbeitnehmer. Sie haben Aufträge, Forderungen, Verbindlichkeiten und Zahlungsflüsse im Griff.


Welche Optionen haben Firmengründer?

Gründungen lassen sich auf unterschiedliche Weise verwirklichen. Eine Möglichkeit ist die Unternehmensgründung unter eigenem Namen und mit eigenen Marken. Ist ein Unternehmen besondern erfolgreich, kann es per Franchising expandieren. Eine andere Möglichkeit der Firmengründung bietet der Anschluss an ein bestehendes Franchisesystem. Hierbei arbeiten die Gründer als Franchisenehmer rechtlich wie finanziell unabhängig, allerdings unter dem Namen und der Marke eines Franchisegebers. Last but not least können sich Existenzgründer als Freiberufler selbstständig machen. Diese Form des Unternehmertums ist besonders unter Berufsgruppen wie Künstlern, Journalisten, niedergelassenen Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern, Unternehmensberatern oder IT-Dienstleistern verbreitet.

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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