08.01.2018

16 Mode- und Fashion-Franchise-Systeme: Anziehend für Existenzgründer

 

 

Wer sich im Bereich des Mode-Einzelhandels mit einer Boutique oder einem Fashion-Store selbstständig machen will, sollte auch eine Existenzgründung im Franchising in Erwägung ziehen. Denn wer hier in Eigenregie gründet, braucht entweder die richtige Nische oder muss wie die Konkurrenz auf angesagte Marken setzen. Die Partnerschaft mit einem seriösen Konzept kann die Risiken senken und den Erfolg der eigenen Existenzgründung beschleunigen. Eine Übersicht von Mode- und Bekleidungs-Franchise-Systemen.

Laut BTE Handelsverband Textil verschwinden in Deutschland im Modefachhandel vor allem immer mehr kleinere Boutiquen und Modefachgeschäfte vom Markt. Als Grund sieht der Verband neben dem zunehmenden Wettbewerb durch neue Vertriebskonzepte auch die fehlende Nachfolge. Daher kommt es schon seit Jahren zu einer zunehmenden Markt-Konzentration im Bekleidungsfachhandel. Dies zeigt auch der Blick auf die Umsatzsteuerstatistik: Der Marktanteil von Modegeschäften mit jährlichen Nettoumsätzen unter einer halben Million Euro lag 2015 nur noch bei 6,8 Prozent, der Anteil von Großunternehmen mit Umsätzen über 100 Mio. Euro hingegen bei 58,8 Prozent. Eine Tendenz, die sich auch 2016 und 2017 fortgesetzt haben dürfte. Zu generellem Pessimismus besteht im Mode-Einzelhandel jedoch kein Anlass. Vielmehr blicken viele Modehändler zuversichtlich in die Zukunft: Für 2017 rechnen 39 Prozent der Unternehmen mit einem Umsatzplus und weitere 40 Prozent mit etwa gleichbleibendem Umsatz.

 

 

Viele Vorteile des Franchising in der Modebranche

Die Modebranche ist in besonderem Maße von Marken und Images geprägt. Wer hier auf ein Franchise-System für Fashion-Shops oder Boutiquen setzt, kann von der Markenbekanntheit des jeweiligen Unternehmens profitieren. Speziell bei sogenannten Mono-Label-Stores, die nur Bekleidung einer Marke anbieten, kann dies stark wirksam sein - solange die Marke begehrt ist und im Trend liegt. Zudem können Franchise-Systeme oft deutlich bessere Einkaufskonditionen bieten. Immer wichtiger ist auch die Verknüpfung von Online-Marketing und dem Verkauf vor Ort im Shop. Das Engagement und die Aufwände, die für eine gute Sichtbarkeit und Reichweite im Netz erforderlich sind, kann ein Einzelgründer kaum aufbringen. Im besten Fall ist dies noch lokal möglich. Auch die sonstigen Leistungen, die Franchise-Geber in der Modebranche oft anbieten, können entscheidend zum Gründungserfolg beitragen. Dazu zählen zum Beispiel Leistungen in den Bereichen Store- und Schaufenster-Gestaltung, Kundenbindung, Organisation, Buchhaltung oder Personalschulung. Zudem können Gründer mit einem Franchise-System im Rücken oft bessere Konditionen bei Bankgesprächen und Mietverhandlungen erzielen. Gute Gründe also, sich als Existenzgründer im Mode-Fachhandel auch für Franchise-Konzepte zu interessieren. Der Eigenkapitalbedarf, den Franchise-Geber von ihren Partnern fordern, ist bei den verschiedenen Konzepten unterschiedlich.

 

 

Das Mode-Franchise-System von Aust Fashion

Aust Fashion setzt auf trendige und zugleich äußerst tragbare Kleidung aus Italien. Jede Woche wird das Angebot der Boutiquen um eine kleine neue italienische Kollektion ergänzt. Franchise-Geber der Marke Aust sind die CKT Moden GmbH mit Sitz in Wedel bei Hamburg und die Familie Knoop-Troullier, die seit etwa 50 Jahren in dieser Branche aktiv ist. Als Franchise-System expandiert Aust Fashion seit 2011. Mit Erfolg: Inzwischen gibt es rund 50 Aust Fashion Boutiquen in Deutschland und Österreich (Stand 11/2017). Wer eine Aust-Boutique gründen will, sollte modeinteressiert und stilsicher sein. Die Partner des Unternehmens tragen keinerlei Warenrisiko, es gibt keine Kapitalbindung durch den Warenbestand. Das Franchise-Angebot richtet sich sowohl an Existenzgründer als auch an Inhaber bestehender Geschäfte, die das Konzept wechseln wollen.

Weitere Informationen zum Gründungsangebot von Aust Fashion im Franchiseportal

 

 

American-English-Style: das Franchise-Konzept Park Lane

Das schwedischen Modelabel Park Lane wurde im Jahr 2000 gegründet. Seinen Kundinnen und Kunden bietet Park Lane zeitgemäße und zugleich zeitlose Kollektionen im American-English-Style und zu moderaten Preisen. Seine Mode für Freizeit, Sport und Büro verkauft das Unternehmen mit Hauptsitz in Malmö heute europaweit vor allem über den Fachhandel, aber auch in Mono-Label-Stores. In Deutschland machte Ende 2017 in München der erste Park Lane Store auf. Für Existenzgründer bietet Park Lane ein besonderes Franchise-Modell: Das Unternehmen erhebt keine laufenden Franchise-Gebühren. Die komplette Einrichtung wird über einen monatlichen Fixbetrag finanziert. Die Erstausstattung stellt Park Lane in Kommission zur Verfügung. Franchise-Partner von Park Lane sollen zudem von großzügigen Margen, umfassenden Schulungsangeboten sowie Hilfen bei der Standortwahl, der Gründungsfinanzierung, der Organisation und beim Marketing profitieren.

Mehr Infos zum Mode-Franchise-System Park Lane

 

 

Franchise-Partner beim Damenmodelabel Oui werden

Die Geschichte des Modeunternehmens Oui reicht bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Seit Mitte der 70er-Jahre agiert die Firma unter dem heutigen Namen Oui. Inzwischen ist die Marke bundesweit an über 1.000 Verkaufspunkten und 1.500 weiteren im Ausland erhältlich. Beim Vertrieb setzt Oui zudem auf Mono-Label-Stores, die von Lizenz-Partnern geführt werden. Deren Zahl soll in den kommenden Jahren deutlich erhöht werden. Bisher wurden rund 30 Oui-Boutiquen in Deutschland, vier in Österreich, zwei in den Niederlanden und zwei in den Vereinigten Arabischen Emiraten eröffnet (Stand 11/2017). Innerhalb der nächsten fünf Jahre will Oui das Franchise-Netz auf bis zu 100 Stores erweitern. 

Mehr Infos auf der Oui-Website

 

 

Einen Tom Tailor-Franchise-Store eröffnen

Auch Tom Tailor blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück: 1962 in Hamburg gegründet, ist Tom Tailor mittlerweile in über 35 Ländern aktiv und setzt seit 1994 auch auf Monolabel-Stores. Kleidung von Tom Tailor wird derzeit unter anderem in rund 470 eigenen Stores sowie rund 200 Franchise-Geschäften und über 2.990 Shop-in-Shop-Flächen verkauft (Stand: 2017). Die Leistungen für Franchise-Nehmer reichen von Hilfen bei der Standortwahl und Sortimentsplanung über Unterstützung beim Store-Design, bei der Eröffnung und beim Merchandising bis zur Begleitung beim Marketing. Auch von einem professionellen EDI-Schnittstellenmanagement, das eine Echtzeit-Warenbestandskontrolle und eine rohertragsoptimierende Warensteuerung erlaubt, sollen die Franchise-Nehmer profitieren.

Mehr Infos zum Franchise-Konzept von Tom Tailor gibt es hier.

 

 

Maritimer Look: das Franchise-Unternehmen Adenauer & Co.

Der Verdacht, den der Name nahe legt, ist richtig: Adenauer & Co. wurde im Jahr 2009 von Andreas Adenauer gegründet, einem Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers. Inzwischen ist das Label kontinuierlich per Franchising gewachsen - auf bundesweit rund 20 Standorte. Auch in Österreich und in der Schweiz arbeitet der Franchise-Geber mit Partnern zusammen. Adenauer & Co. setzt auf maritime Freizeit-Kleidung für Männer und Frauen und produziert hauptsächlich in Europa. Insgesamt sieht das Unternehmen ein Potenzial für etwa 150 Franchise-Stores in Deutschland. Wer ein Unternehmen in der Modebranche gründen will, ist hier also richtig.

Weitere Informationen zum Geschäftskonzept von Adenauer & Co.

 

 

Selbstständig mit der eigenen Kindermode-Boutique: das Franchise-System Sergent Major

1987 gegründet, zählt die französische Kindermode-Kette Sergent Major heute nach eigenen Angaben mehr als 580 Boutiquen weltweit. Seit einigen Jahren ist das Unternehmen auch im deutschsprachigen Raum aktiv. Bundesweit gibt es Sergent Major rund 20-, in Österreich sechsmal. Gründer, die sich mit Sergent Major selbstständig machen, verkaufen Kleidung für Kinder bis 14 Jahren und weitere Artikel für Kinder. Als Leistungen für seine Partner nennt der Franchise-Geber zum Beispiel die Unterstützung beim der Gestaltung der Boutique, bei der Einarbeitung und bei der späteren Unternehmensführung.

Franchise-Infos zu Sergent Major stehen hier im Franchiseportal bereit.

 

 

Drei Lizenz-Angebote: die s.Oliver Gruppe

Gleich drei Franchise- bzw. Lizenz-Konzepte bietet die 1969 von Bernd Freier gegründete s.Oliver Group, die heute zu den führenden europäischen Modeunternehmen zählt und hinter mehreren Modemarken steht. Der Konzern erzielte 2016 einen Markenumsatz von über 1,67 Milliarden Euro und beschäftigt international rund 7.200 Mitarbeiter. Store-Lizenzen vergibt das Unternehmen für die Labels s.Oliver, Liebeskind Berlin und Comma.

Weitere Infos zu den einzelnen Mode-Brands gibt es auf der Website der S.Oliver Gruppe.

 

 

Provozierend - das Mode-Geschäftskonzept von KissKissBangBang

2011 machte in Wien der erste KissKissBangBang-Store auf. Hinter der Marke steht Salsa Ridel, der früher als Berater internationaler Labels und Modechef des nationalen TV-Senders ORF tätig war. Seine Ware bestellt KissKissBangBang nicht Monate im Voraus, sondern spontan und in kleinen Mengen in führenden Mode-Metropolen wie Mailand, Amsterdam oder Paris. Mit seinem Angebot wendet sich KissKissBangBang (KKBB) an "stylingbewusste Kundinnen und Kunden, die neben Bekleidung und Accessoires mit besonderem Touch auch ganz besonderer Betreuung schätzen". Im vergangenen Jahr ging auch ein erster KKBB-Store in Deutschland an den Start, 2017 folgte der erste in der Schweiz. Seine Franchise-Nehmer unterstützt KKBB zum Beispiel bei der Finanzierung, der Standortwahl, beim Marketing sowie beim Produkt- und Sortiments-Management. Auch Schulungen und fortlaufender Support zählen zu den Leistungen der Systemzentrale.

Informationen für Franchise-Gründer stehen auf der KKBB-Website bereit.

 

 

Aus Spanien: die Franchise-Kette Cuplé

Das 1987 in Spanien gegründete Unternehmen Cuplé ist in seiner Heimat bereits mit rund 50 Shops und sogenannten Cuplé-Corners präsent. Im vergangenen Jahr ist in Saarbrücken nun der erste deutsche Standort an den Start gegangen. Inzwischen gibt es Cuplé hierzulande auch in Düsseldorf und Berlin. Zudem ist die Mode-Kette in Ländern wie Österreich, Frankreich, Slowenien, Ungarn, Holland, Norwegen, Guatemala und Mexiko mit einzelnen Boutiquen vertreten. Bei der Kleidung legt Cuplé viel Wert auf die Qualität und den Tragekomfort der Stücke. In die Kollektionen fließen nicht nur neueste Trends, sondern vor allem die Wünsche der Kundinnen ein. Als Vorteile eine Cuplé-Franchise-Partnerschaft nennt das Unternehmen unter anderem attraktive Preise im Einkauf, ein umfangreiches Sortiment, schnelle Belieferung aufgrund eigener Herstellung und stetigen Support durch den Franchise-Manager. Auch von Schulungen, spezifischem Corporate Advertising für Deutschland und Hilfe bei der Einrichtungsplanung sollen Partner, die ihren eigenen Shop gründen, profitieren.

Weiter Infos zum Mode-System Cuplé im Franchiseportal

 

 

Selbstständig mit dem Damenmodelabel Marc Cain

Marc Cain „verbindet den Sinn für Ästhetik und Kunst mit Lässigkeit und Natürlichkeit, innovativem Denken und Exklusivität“, heißt es auf der Unternehmenswebsite. Das Unternehmen wurde bereits 1973 von Helmut Schlotterer gegründet. Heute agiert Marc Cain weltweit. Ein Teil der Ware wird hierzulande produziert. Beim Vertrieb setzt Marc Cain unter anderem auf eigene und von Franchise-Partnern geführte Stores. Inzwischen gibt es über 55 Marc Cain-Stores in Deutschland (Stand: 11/2017). Im Ausland sind es weit über 100. Hinzu kommen mehr als 300 Shops-in-Stores. Ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftskonzepts ist auch die aufwendige Inszenierung der Marke in den Boutiquen.

Weiter Infos zum Konzept von Marc Cain

 

 

Camp David und Soccx: die Konzepte der Clinton Großhandels-GmbH

Camp David und Soccx sind Model-Labels der Clinton Großhandels-GmbH mit Sitz in Hoppegarten bei Berlin. Seit 2000 bietet das Unternehmen Franchise-Gründern die Möglichkeit, sich mit dem eigenen Modegeschäft selbstständig zu machen. Mit Erfolg: Inzwischen ist Clinton eigenen Angaben zufolge mit über 250 Retail Stores aktiv. Hinzu kommen mehr als 1.500 Wholesale POS-Standorte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Früher gab es auch noch die Marke Chelsea. Chelsea wird aktuell allerdings nicht mehr auf der Clinton-Website promotet. Ein großer Meilenstein in der Firmengeschichte war die Eröffnung der neuen Clinton Europazentrale Mitte 2015 mit einer Gebäudegrundfläche, die etwa vier Fußballfeldern entspricht. Die Zentrale verfügt zudem über ein 25 Meter hohes Hochregallager mit einer Kapazität von 1.000 LKW-Ladungen und über ein vollautomatisches Kartonlager mit bis zu 200.000 Kartonstellplätzen. Auf dem Gelände befinden sich zudem ein Restaurant, ein Bistro und der Clinton Flagship-Store mit mehr als 800 Quadratmetern Ladenfläche. Zu den Leistungen für die Lizenznehmer gehören bei Clinton die Unterstützung bei der Standortwahl, bei der Finanzierung, beim Ladenbau sowie beim Marketing und Reporting. 
Weitere Informationen zu den Konzepten der Clinton Großhandels-GmbH stehen auf der Unternehmenswebsite bereit.

 

 

Aus Österreich: das Franchise-System Jones Fashion

Die Anfänge des österreichischen Mode-Unternehmens Jones reichen bis ins Jahr 1960 zurück. Der erste Monolabel-Store wurde 1997 in der Wiener Innenstadt eröffnet. Die ersten Franchise-Stores gingen zwei Jahre später in Dornbirn und Salzburg an den Start. Heute führt das Familienunternehmen rund 40 Stores in Österreich in Eigenregie. Hinzu kommen 27 Geschäfte, die von Franchise-Nehmern betrieben werden. Auch im europäischen Ausland ist Jones aktiv: So gibt es zum Beispiel in der Schweiz rund 20 und in der Tschechischen Republik etwa zehn Mode-Boutiquen. Seinen Partnern stellt Jones einen schlüsselfertigen Store zur Verfügung. Unterstützung erhalten die Franchise-Nehmer zudem bei der Warenversorgung, beim Marketing und Controlling sowie durch Personalschulungen. Erwartet werden zum Beispiel Unternehmergeist, Erfahrung im Textilhandel und eine große Affinität zur Mode.

Infos zum Franchise-Angebot von Jones Fashion

 

 

Lizenzen vom Moderiesen Esprit

Auch der 1968 in San Francisco gegründete Moderiese Esprit vergibt Franchise-Lizenzen. Esprit ist heute in 40 Ländern präsent. Das Modeunternehmen ist seit 1993 an der Börse Hongkong gelistet. Die Hauptsitze befinden sich heute in Ratingen bei Düsseldorf und Hongkong. In Deutschland zählt Esprit etwa 250 Franchise-Stores, 2.314 Shops-in-Stores und 1.182 sogenannte Identity Corners. In den vergangenen Jahren hatte Esprit sowohl mit Umsatzeinbußen als auch mit rückläufigen Standortzahlen zu kämpfen. Franchise-Partner von Esprit sind am Umsatz des Onlineshops beteiligt. 

Weitere Infos über das Modelabel Esprit

 

 

Entdecken Sie weitere Franchise-Angebote im Bereich Mode & Fashion

Es gibt noch etliche weitere Franchise-Geber und -Systeme, die den Start in die Selbstständigkeit mit dem eigenen Fashion-Store oder der eigenen Boutique ermöglichen. Für Existenzgründer lohnend kann dabei immer auch der Blick ins Ausland sein. Nicht selten sind dort bereits bestimmte Fashion-Labels en vogue, die auch hierzulande das Potenzial haben, zur Kultmarke zu werden. Darüber hinaus gibt es auch Franchise-Konzepte, die in anderen Mode-Bereichen wie etwa Dessous und Lingerie, Schuhe oder Accessoires aktiv sind.

Eine Übersicht von Mode-Franchise-Systemen finden sich auch in der Virtuellen Messe in der Kategorie „Mode, Schmuck & Uhren“.

 

Bilder: Shutterstock / iko / sirtravelalot
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