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Gründen mit Zukunft: Nachhaltige Energiespeicher-Strategien für angehende Gründer


Nachhaltigkeitsdiskussionen haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Anlass dafür sind der fortschreitende Klimawandel und die dadurch entstehenden Auswirkungen, wie die zunehmende Ressourcenknappheit oder der vermehrte Verlust von Lebensräumen. Die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsthemen rückt auch für Gründer verstärkt in den Fokus. Welche Haltung hat ein Unternehmen und der Gründer zu dem Thema Nachhaltigkeit? Wie kann ein effizienter und schonender Umgang mit den Ressourcen in der alltäglichen Arbeit sicherstellen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich infolgedessen viele angehende Gründer. 

 

Wer ein Unternehmen gründen möchte, der sollte sich in jedem Fall mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Denn Fakt ist, dass eine nachhaltige Ausrichtung für Unternehmen auf unterschiedliche Art und Weise von Vorteil ist. So können beispielsweise die Zufriedenheit der Mitarbeitenden erhöht und das Unternehmensimage verbessert werden. Hinzu kommt der Aspekt der Kosteneinsparung, welche mithilfe von einem ressourcenschonenden Umgang erzielt werden kann. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass Nachhaltigkeit ein fortlaufender Prozess ist, der kontinuierlich reflektiert und bei Bedarf auch immer wieder angepasst werden muss. Mögliche Strategien für mehr Nachhaltigkeit im unternehmerischen Kontext können beispielsweise die Evaluierung kürzerer Lieferketten durch regionale Produktion, finanzielle Förderung eigener oder externer Wald- und Bebaumungsprojekte oder die Nutzung von Photovoltaik auf Firmengebäuden umfassen. Eine weitere geeignete, aber weniger bekannte Strategie, um Energie zu sparen und mit Zukunft zu gründen, sind Energiespeichersysteme. Was genau es mit solchen Technologien auf sich hat und inwieweit sich diese für Unternehmen lohnen, wird im Folgenden näher beleuchtet. 

 

Was ist ein Energiespeichersystem?

Der Begriff “Energiespeicher” umfasst sämtliche Formen von Speichern, die Energie aufnehmen, zwischenspeichern und wieder abgeben können. Dabei kann es sich unter anderem um Stromspeicher, Wärmespeicher, Wasserkraftspeicher oder Druckluftspeicher handeln. So sind zum Beispiel Wärmespeicher dazu in der Lage, thermische Energie zu speichern und diese Energie zeitversetzt oder an einem anderen Ort wieder zu verwenden. Wärmespeicher sind häufig in Privathaushalten in Form von Wärmepumpen oder Boilern zu finden.

 

Aktuell sind sogenannte “Lithium-Ionen-Energiespeichersysteme” bei diversen Unternehmen aus der Industrie, dem Gewerbe oder der Landwirtschaft auf dem Vormarsch. Diese wurden mit einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit entwickelt und reduzieren CO2-Emissionen erheblich, was sie für viele Betriebe interessant macht. Bei den Batterieenergiespeichersystemen handelt es sich um eine Untergruppe von Energiespeichersystemen. Diese nehmen Energie zunächst auf, speichern diese und können dann für netzexterne Anwendungen genutzt werden. Hierbei handelt es sich also um eine kurzfristige Lösung, die den Netzstrom nicht vollständig ersetzt. Solche Energiespeichersysteme finden in Einsatzgebieten wie Solarsysteme, Wohnmobile, Boote sowie Elektromobilität Anwendung. 

 

Was spricht für und was gegen Energiespeichersysteme für Gründer und ihre Betriebe?

Die Nutzung von Energiespeichersystemen ermöglicht es Gründern, den Verbrauch von Emissionen in ihrem Betrieb zu senken. So können diese beispielsweise durch die Verwendung von Solarenergie für einen Großteil ihres Strombedarfs selbst aufkommen. Dadurch ist es möglich, anfallende Stromkosten erheblich zu senken. Dies führt auch dazu, dass Gründer und ihre Betriebe autonomer werden und von den Preisschwankungen der Stromanbieter kaum bis gar nicht mehr betroffen sind. Durch die Nutzung von Energiespeichersystemen kann außerdem eine zuverlässige Stromversorgung gewährleistet werden, da durch die Zwischenspeicherung von Energie Stromausfälle verhindert werden.

 

Wer auf Energiespeicher-Strategien zurückgreift, darf allerdings nicht die Anschaffungskosten außer Acht lassen, die, je nach Speichersystem, unterschiedlich hoch ausfallen. Hinzu kommen Wartungs- und Reparaturkosten. Da Gründer in der Regel über ein geringes Startkapital verfügen, sollte die Investition in ein Energiespeichersystem gut überlegt sein, auch wenn sich die Investition auf lange Sicht in jedem Fall lohnen wird. Ein Aspekt, der ebenso nicht vergessen werden darf, ist der Platzbedarf von Energiespeichern. Je nach Bauweise benötigen zum Beispiel Photovoltaik-Speicher nicht gerade wenig Platz.

 

Welchen Einfluss haben Energiespeichersysteme auf unsere Umwelt? 

Dass Energiespeichersysteme einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ist kein Geheimnis. Dank des Einsatzes solcher Systeme können die CO2-Emissionen während des Betriebs drastisch reduziert werden. Nur so ist es möglich, die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen, womit beispielsweise Auswirkungen wie die Entstehung von Extremwetterereignissen oder der Anstieg des Meeresspiegels gemeint sind. Im Übrigen hat sich Deutschland im Rahmen des Klimaschutzgesetzes auch verbindlich dazu verpflichtet, die schädlichen Emissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 65 Prozent zu reduzieren. Dies soll vor allem mithilfe der Verwendung von erneuerbaren Energien geschehen. Mittels Energiespeichersystemen können Gründer hierzu effektiv beitragen.

 

Doch auch wenn dank des Einsatzes von Energiespeichersystemen umweltschädliche   Stoffe reduziert werden können, darf nicht vergessen werden, dass die Herstellung meist alles andere als umweltfreundlich ist. So fällt zum Beispiel der Verbrauch von Wasser, Energie und diversen Materialien für die Produktion solcher Technologien in der Regel relativ hoch aus. Hinzu kommt, dass für die Herstellung von Energiespeichersystemen häufig Materialien verwendet werden, die eine schlechte Umweltbilanz haben, da sie für die Verschmutzung von Luft und Wasser mitverantwortlich sind. 

Nachhaltig denkende Gründer sind die Zukunft

Wer anstrebt, dauerhaft auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, der kommt nicht drum herum, Nachhaltigkeitskonzepte zu etablieren. Dabei kann es sich um die Etablierung einer Energiespeicher-Strategie, wie die Installation einer Photovoltaikanlage, handeln oder um ein effizientes Ressourcenmanagement, welches unter anderem darauf abzielt, Abfälle zu reduzieren. Gründer haben in jedem Fall eine gesellschaftliche Verantwortung, weshalb es wichtig ist, dass diese nachhaltig arbeiten. Dies betrifft insbesondere Unternehmen, die im industriellen Bereich angesiedelt sind. 

 

Dass Nachhaltigkeit in Unternehmen tatsächlich umgesetzt und nicht nur versprochen wird, ist dabei auch für das Branding und die Außenwirkung entscheidend. Das erklärt das Schlagwort “Greenwashing”. Gerade weil Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und Co. im öffentlichen Diskurs eine immer größere Rolle spielen, versuchen Unternehmen diese Aspekte für etwaige PR-Maßnahmen und Marketingzwecke zu instrumentalisieren - ohne, dass tatsächlich etwas für die Umwelt getan wird. Diese Versuche stoßen nicht selten auf Kritik und schaden dem Image des Gründers mehr, als sie einen positiven Nutzen bringen. 

 

Wer allerdings wirklich zeigen kann, dass hinter den Bemühungen zu mehr Nachhaltigkeit wahre Authentizität und entsprechende Belege stecken, kann gleich mehrfach profitieren. Ein nachhaltiges Image kann die Außenwirkung bei Kunden, etwaigen Geschäftspartnern oder potenziellen Angestellten verbessern und damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit positiv beeinflussen. In Märkten hart umkämpfter Fachkräfte kann ein authentisches Branding den entscheidenden Unterschied machen. Dies gilt im Besonderen dort, wo durch die Etablierung nachhaltiger Geschäftsprozesse eine Abhebung zum Wettbewerb möglich ist. Daher ist es für Gründer unerlässlich, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, wenn sie langfristig auf dem Markt überleben wollen. 

 

Gelebte Nachhaltigkeit ist dabei gar nicht so schwer umzusetzen, wie man anfänglich vielleicht meinen mag. Selbst kleine Schritte, wie die Umstellung zu einem papierlosen Büro, sind schon viel Wert und ein erster wichtiger Schritt in Richtung umweltfreundliches Unternehmen.

 

 Foto von Nuno Marques auf Unsplash

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