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Das Franchise-Unternehmen Subway hat auf Kritik von Franchise-Nehmern
reagiert, die am vergangenen Mittwoch in einem Beitrag von "Stern TV" geäußert
wurde. Als Reaktion auf die Kritik kündigte Michael Pokorski, seit Anfang
November Area Developer für Deutschland, Österreich, die Schweiz und
Liechtenstein, gegenüber dem Franchiseportal an, die Franchise-Partner vor Ort
künftig besser zu unterstützen. Dies solle unter anderem durch zusätzliche
Trainings, aber voraussichtlich auch durch Personalaufstockungen möglich
werden.
Bereits im Frühjahr 2007 hatte ein Bericht des "Spiegel"
interne Kritik von Partnern des Franchise-Riesen öffentlich gemacht. Der
damalige Area Development Manager Marco Wild hatte daraufhin
"Optimierungspotenzial" auf Seiten der Zentrale eingeräumt und ebenfalls
Verbesserungen angekündigt. Das Wirtschaftsmagazin "Wirtschaftswoche"
veröffentlichte am 5. Mai 2008 in seiner Online-Ausgabe einen weiteren
kritischen Artikel über das Franchise-System Subway.
Der aktuelle Bericht
von "Stern TV" hatte unter anderem fehlerhafte Standortanalysen, mangelnden
Gebietsschutz und unverhältnismäßig hohe Lizenzgebühren kritisiert, die
Franchise-Partner in den wirtschaftlichen Ruin trieben. Laut Michael Pokorski
liegen die Gebühren mit acht Prozent des Nettoumsatzes für die Lizenz und 4,5
Prozent für den Werbefonds jedoch "im Branchendurchschnitt". Damit die Expansion
nicht gehemmt werde, sei auch künftig kein Gebietsschutz geplant.
"Franchise-Nehmer haben jedoch auch schon jetzt die Möglichkeit, bei jeder
Neuplanung im Umkreis von zehn Meilen um ihren Standort Einspruch einzulegen",
so Pokorski.
Zugleich verteidigte Michael Pokorski das Vorgehen von
Subway in Rechtsstreitigkeiten mit Franchise-Nehmern, die im Stern TV-Beitrag
ebenfalls kritisiert wurde. So äußerte sich Rechtsanwalt Christian Prasse, der
viele Subway-Vertragspartner vertritt, mit der Auffassung, dass die
Lizenzverträge der Fastfood-Kette rechtsungültig seien. Der Lizenzvertrag von
Subway sieht bei Unstimmigkeiten ein Verfahren vor einem Schiedgericht in London
vor. Dessen Urteil wurde jedoch in einigen Fällen von deutschen Gerichten nicht
anerkannt; so unterlag Subway laut Stern TV in einem Prozess vorm
Oberlandesgericht Celle. In einem derzeit anhängigen Verfahren vorm
Bundesgerichtshof will Subway daher erreichen, dass die Schiedsgericht-Urteile
grundsätzlich Anerkennung finden.
Die mangelnde Zufriedenheit der
Franchise-Nehmer von Subway war auch ein Grund dafür, dass das Unternehmen erst
vergangene Woche - zunächst nur vorläufig - als Vollmitglied in den Deutschen
Franchise-Verband (DFV) aufgenommen wurde. Der erste Antrag auf Mitgliedschaft
war bereits im Jahr 2002 gestellt worden. Nachdem die Ergebnisse einer ersten
Franchise-Nehmer-Zufriedenheitsbefragung im Jahre 2006 für die Aufnahme nicht
ausgereicht hatten, setzte das Unternehmen laut DFV die vom Verband kritisierten
Punkte um - und beantragte im Frühjahr dieses Jahres die Mitgliedschaft erneut.
"Nach langen und intensiven internen Abstimmungsrunden und der erneuten Prüfung
ist Subway seit 14. November 08 vorläufiges Vollmitglied des DFV", so
Verbandsgeschäftsführer Torben L. Brodersen. Dabei wurde die Mitgliedschaft
unter der Auflage erteilt, die Franchise-Nehmer-Zufriedenheitsbefragung nach
sechs Monaten zu wiederholen und die Werte nochmals zu verbessern.
Subway
ist weltweit mit rund 30.000 Restaurants vertreten. In Deutschland gibt es
derzeit rund 680 der Fast Food-Restaurants. Mehr über Subway Sandwiches erfahren
Sie auch am virtuellen Messestand des Unternehmens, hier im Franchiseportal.
(vs)
22.11.2008 © Franchise PORTAL