5/7/2018

Was Sie vor dem Gründen wissen sollten

 

 

Einmal der eigene Chef sein – davon hat nach einem anstrengenden Arbeitstag wohl jeder schon mal geträumt. Viele wollen es nicht bei der Träumerei belassen. Der Weg in die Selbstständigkeit ist verlockend: Einmal auf den Spuren von Bill Gates, Coco Chanel oder Elon Musk wandeln und sich mit dem eigenen Unternehmen ganz nach oben arbeiten. Flexible Working Hours, ein dynamisches Team und Freiraum für Kreativität… die Aussichten klingen vielversprechend.

Die Ideen und Konzepte können dabei divers sein, ob ein eigener kleiner Laden mit handgefertigtem Allerlei, Online-Shop, Beratungsunternehmen, haupt- oder nebenberuflich, allein oder mit Co-Gründern... Wer das eigene Risiko senken und auf eine etablierte Marke setzen möchte, findet mit der Gründung eines Franchise-Unternehmens beste Voraussetzungen. So verschieden die Motivationen für das Gründen sein können, so individuell sind auch die Wege zum Erfolg. Ein Einheitskonzept gibt es nicht. Manch einer legt einfach los, andere bereiten ihren Start in die Selbstständigkeit über Monate hinweg vor. Ideenreichtum, Geschäftstüchtigkeit und Managerqualitäten sind hilfreiche Voraussetzungen, jedoch noch lange kein Garant für Erfolg.

 

 

Der erste Schritt: Die Planungsphase

Zu einer erfolgreichen Unternehmensgründung gehört einiges an Mut, Planung und Durchhaltevermögen. Wer gut informiert und vorbereit in die Unabhängigkeit startet, hat beste Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Bevor ein Unternehmen auf dem Papier gegründet wird, steht die Planungsphase an. Laut dem KfW Gründungsmonitor beträgt die durchschnittliche Vorbereitungszeit bis zur tatsächlichen Gründung sieben Monate.

Grundsätzlich kann der Umfang der Planungsphase sehr stark variieren. Im Allgemeinen sollten Sie sich jedoch mit folgenden Themen auseinandersetzen:

 

  1. Businessplan
  2. Haupt- oder Nebenerwerb
  3. Gewerbliche Schutzrechte
  4. Versicherungen
  5. Unternehmensfinanzierung
  6. Benötigte Genehmigungen
  7. Unternehmens- bzw. Rechtsform
  8. Konto und Verträge
  9. Unternehmensanmeldung
  10. Außenauftritt

 

 

Die Finanzierung: Kann ich mir das leisten?

Die größte Angst von vielen jungen Unternehmern ist die vor der Finanzierung. Am Anfang der Gründung steht oft eine Investition, denn erste Materialkosten, Lagergebühren, Büroräume oder ähnliches können nur selten vom eigenen Ersparten finanziert werden. Finanzkräftige Investoren sind oft unabdingbar und diese müssen zunächst von den wirtschaftlichen Perspektiven Ihrer Ideen überzeugt werden. Der sicherste Weg für die ideale Positionierung ist und bleibt der Businessplan. Gerade um Banken und Investoren zu überzeugen, bietet der Businessplan eine grundlegende Voraussetzung. Und auch Sie profitieren langfristig von einem gut strukturierten Plan, der stetig angepasst wird und alle Eventualitäten mit einbezieht.

 

 

Förderungsmöglichkeiten finden

Entrepreneure beeinflussen die gesamte Weltwirtschaft maßgeblich. Sie kurbeln die Wirtschaft an, treiben Innovationen voran und schaffen neue Arbeitsplätze. So liegt es durchaus im Sinne der Politik, dass Unternehmensgründungen den Markt bereichern. Je nach Gründungsvorhaben stehen spezifische Förderprogramme zur Verfügung. Weitere Möglichkeiten sind Business Angels, Crowdinvesting-Plattformen oder Crowdfunding. Es ist sinnvoll, sich mit diesen Optionen detailliert auseinanderzusetzen und auch staatliche Förderungsmöglichkeiten voll auszuschöpfen.

Trotzdem tun sich auf dem Weg zur Unternehmensgründung viele rechtliche Hürden auf. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen des Markenschutzes, Firmenname und der Webdomain. Informieren Sie sich daher vor der Gründung ausgiebig über gewerbliche Schutzrechte, damit es zum späteren Zeitpunkt nicht zu Problemen kommt.

 

 

Der erfolgreiche Start mit einem Franchise-Unternehmen

Wer sich für eine Franchise-Gründung entscheidet, bekommt meist wertvolle Unterstützung bei der Unternehmensgründung. Die Franchisegeber stehen unterstützend zur Seite und das Geschäftsmodell ist bereits erprobt. Im Gegenzug muss der Franchisenehmer jedoch Gebühren zahlen – auch diese müssen einkalkuliert werden. Doch bei intensiver Recherche und ausgiebiger Vorbereitung ist das Risiko überschaubar und der Einstieg mit weniger Aufwand verbunden, als mit einem eigenen Start-up. Franchising ist eine beliebte Vertriebsform, die steigenden Zuspruch findet. Doch auch hier gibt es Risiken, die nicht zu vernachlässigen sind. Entsprechend sollte auch der Start eines Franchise-Unternehmens mit großer Sorgfalt in Angriff genommen werden.

 

 

Marketing und Kommunikation für die erfolgreiche Positionierung

Ein erfolgreiches Unternehmen benötigt ein wirkungsvolles Marketing. So sollte vorab bereits geklärt werden, mit welcher Außenwirkung sich ein Unternehmen positionieren möchte. Jedes noch so kleine Start-up profitiert von einer gelungenen Corporate Identity und einem schlüssigen Corporate Design. Wollen sie dann durch Werbung auf sich aufmerksam machen und beispielsweise Flyer für den Raum Frankfurt/Main drucken, können sie perfekt vorbereitet loslegen. Soziale Netzwerke, Flyer oder ein Blog sind Werbemaßnahmen, die finanziell wenig aufwendig sind. Doch in einigen Fällen können sich auch größere Investitionen lohnen, um der eigenen Geschäftsidee bereits zum Start einen Schub zu verschaffen.

 

 

Bei Anfangsproblemen Hilfe annehmen

Eine herausragende Idee genügt nicht immer. Oft stehen junge Gründer und Gründerinnen sich mit ihrer Angst vor dem Scheitern selbst im Wege, und auch die Finanzierung scheint Vielen ein allzu großes Hindernis. In jedem Fall sollten Sie Ihre eigenen Sorgen und Nöte ernst nehmen und sich bei Bedarf Hilfe suchen. Sei es mit einem oder mehreren Geschäftspartnern oder allein: Berater, Dienstleister und Coaches unterstützen bei der Bewältigung dieser großen Herausforderung. Ob beim Businessplan und der Unternehmensfinanzierung oder einfach nur bei persönlichen Ängsten, für jedes Problem gibt es den passenden Ansprechpartner. Manchmal hilft es auch schon, mit Freunden und Familie zu reden, wenn alles zu viel zu werden scheint, denn die seelische Unterstützung aus dem engsten Bekanntenkreis ist nicht zu unterschätzen.

Denken Sie auch nach der erfolgreichen Etablierung auf dem Markt immer daran: Auch wenn viel zu tun ist, sollten Räume für persönliche Auszeiten geschaffen werden. Andernfalls besteht die ernstzunehmende Gefahr eines Burn-outs.

 

 

Durchhaltevermögen ist gefragt

Sich selbstständig zu machen bedeutet zunächst vor allem eines: viel Arbeit. Businessplan erstellen, überarbeiten, strukturieren und prüfen. All das kann in den ersten Monaten extrem viel Zeit in Anspruch nehmen und ist nicht zu unterschätzen. Auch die Buchhaltung muss erledigt werden, denn wird hier nachlässig gearbeitet oder schleichen sich Fehler ein, kann das fatale Auswirkungen haben. Gerade für Gründer mit kreativen Konzepten wirkt diese Aussicht hemmend. Seien Sie sich dieses Aspekts des Gründens bewusst und setzen Sie gegebenenfalls auf externe Hilfe, wenn die Arbeit mit Zahlen eher nicht zu Ihren Stärken gehört.

Laut dem Deutschen Startup Monitor scheitern 80 Prozent der Start-ups innerhalb der ersten drei Jahre, meist durch wirtschaftlichen Misserfolg. Das scheint erstmal eine einschüchternde Zahl zu sein – von der sich jedoch niemand aufhalten lassen sollte. Rückschläge gehören zum Leben dazu, wenn Sie mit einem vielversprechenden Konzept durchstarten wollen, dann sollte Sie die Angst vorm Scheitern nicht abhalten. Denn eine Unternehmensgründung ist eine Erfahrung, die das Leben entscheidend bereichern kann.

 

Bildquelle:
pixabay.com © Anemone123 (CC0 Public Domain)

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