1/24/2019

Professionelle Weiterbildung: So bleiben Franchise-Unternehmer up to date

Der Start in die Selbständigkeit mit einem Franchise-System ist eines, das Unternehmen weiter am Laufen zu halten und die eigene Motivation potenziellen Mitarbeiter zu vermitteln ein anderes. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Fortbildung für Franchisenehmer und deren Angestellte.

Sinn einer Fortbildung durch den Franchise-Geber

Um den zu erwartenden Umsatz zu erreichen und den Traum von einem erfolgreichen Unternehmen auch langfristig zu leben, bedarf es einer konsequenten Schulung. Viele Franchise-Geber setzen auf Training on the job sowie einer umfangreichen Grundschulung. Diese Erstschulung wird mit fortlaufenden Schulungsschwerpunkten ergänzt. Der Wunsch nach einer kontinuierlichen Weiterbildung seitens der Franchise-Nehmer ist bei vielen Franchise-Gebern ein wichtiger Bonus. Tatsächlich bietet der Großteil der deutschen Franchise-Geber Inhouse-Schulungen an, um das Konzept für alle Franchise-Nehmer optimal umzusetzen und vor allem beizubehalten.

Die permanente Qualifizierung in Form von Erst- oder Grundschulungen und regelmäßigen Zusatzschulungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten stellt eine unverzichtbare Leistung des Franchise-Gebers dar. Schließlich ist das Herzstück jedes Franchise-Systems die Marke und das Know-how des geschäftlichen Betriebs. Die Qualität des Produkts bzw. der Dienstleistung muss im Interesse von beiden Seiten, Franchise-Geber als auch Franchise-Nehmer, gleichwertig bleiben, um bestehende Stammkunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen.

 

 

Sind die Fortbildungen für Franchise-Nehmer vorgeschrieben?

Grundsätzlich gibt es für die Durchführung von Weiterbildungsangeboten durch den Franchise-Geber keine gesetzlichen Vorschriften. Die Franchise-Nehmer sind also davon abhängig, ob der Franchise-Geber diese Fortbildungen vorsieht oder nicht. Man hat daher keinen geregelten Anspruch auf eine Einschulung oder fortwährende Betreuung, wenn man sich für ein Franchise-Konzept entscheidet und sich selbständig macht. Es kommt allein darauf an, was im Franchise-Vertrag vereinbart wird. Wer mit dem Gedanken spielt, ins Franchising einzusteigen, sollte daher bereits im Vorfeld die zur Verfügung gestellten Franchisekonzepte von Unternehmen, die in Frage kommen, gründlich studieren. Zahlreiche Franchise-Leitfaden bieten zusätzliche Informationen zu den wichtigsten Grundlagen und Fachbegriffen über Franchise-Systeme.

Als Franchise-Nehmer sollte man bereits vor dem Start in die unternehmerische Selbständigkeit mit einem bereits bestehenden und erfolgreichen Franchise-Unternehmen den Vertrag genau prüfen. Jegliche Informationen über die Bereitschaft des Franchise-Gebers zu Fortbildungsmaßnahmen sind relevant. Sind Schulungen und Fortbildungen im Vertrag angeführt, ohne dass diese tatsächlich stattfinden, sollte man sich auf jeden Fall auf den Vertrag berufen. Der Deutsche Franchiseverband geht davon aus, dass der Großteil der Franchise-Geber in Deutschland aktiv Fortbildungsangebote anbietet. Schließlich habe der Franchise-Geber von sich aus ein großes Interesse den Franchise-Nehmer auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Neben Schulungen zum Produkt oder der Dienstleistung des Franchise-Systems finden engagierte Franchise-Nehmer seitens der Franchise-Geber oftmals große Unterstützung für eine Vielzahl von Themenbereichen. Ein wichtiges Instrument ist das Systemhandbuch. Vielfach wird dieses inzwischen über das digitale Intranet angeboten, um immer dem aktuellsten Stand zu entsprechen.

Ob es um die Logistik oder die Geschäftseinrichtung, die Weiterbildung für die Angestellten und die eigene Fortbildung geht: Als Franchise-Nehmer profitiert man in großem Maße vom Know-how des Franchise-Gebers. Dieser kennt die tagtäglichen Probleme und Herausforderungen der Branche, weiß um das Potenzial. Bei vielen Franchise-Gebern werden laufend Inhouse-Schulungen abgehalten, die neben dem fachlichen Input die Möglichkeit geben, sich mit anderen Franchise-Nehmern auszutauschen. Schließlich ziehen alle am selben Strang, auch wenn am Ende jeder für seinen eigenen Laden abrechnet.

 

 

Erstschulungen und Fortbildungen von Profis

Als Einstieg ins Franchising wird meist eine intensive Grundschulung angeboten. Diese umfasst die Wissensweitergabe zum Produkt bzw. der Dienstleistung und alle dazugehörigen Aspekte wie Steuer, Marketing und Vertrieb. Diese Erstschulung bietet neuen Franchise-Nehmern die Möglichkeit, sich in die Materie zu vertiefen und erste Kontakte zu knüpfen. Ein wichtiger Eckpfeiler jedes Franchisings ist die Weiterbildung. Diese kann je nach Intention und Branche unterschiedlich aussehen.

Bei einer Vertriebsschulung ist die Unterstützung durch den Regionalmanager eine mögliche Variante. Regelmäßige Partnertreffen geben Raum, sich auszutauschen und miteinander Erfahrungen zu teilen. Spezielle Schulungen zu technischen Aspekten wie CRM und Equipment sind ebenso Teil dieser regelmäßigen Weiterbildungsangebote engagierter Franchise-Geber wie Best Practice Beispiele.

Natürlich motiviert es besonders Neueinsteiger im Franchising zu sehen, wie andere Jungunternehmer dieselbe Situation bewältigt haben. Nicht zuletzt ist auch die Corporate Identity ein wichtiger Punkt, der vor allem in Erstschulungen Thema sein könnte. Der einheitliche Unternehmensauftritt betrifft nicht nur das optische Design des Geschäfts, sondern findet sich in allen Geschäftsunterlagen wie Rechnungsformularen, Visitenkarten und Broschüren wieder.

Farbe, Logo und Slogan bilden eine Einheit, die sich auf der Website und den sozialen Medien fortsetzt. Außerdem gibt es Richtlinien für die Unternehmenskommunikation und die Unternehmenskultur. Die Außenwirkung spielt im Franchising eine große Rolle. Schließlich könnte jede negative Kundenbewertung auf ein anderes Geschäft derselben Marke zurückfallen.

 

 

Fortbildungen stärken die Unternehmerpersönlichkeit

Niemand gründet mit dem Ziel zu scheitern und hat die besten Absichten, aber der Markt ist hart umkämpft. Wer bestmöglich geschult ist und auf die professionelle Unterstützung des Franchise-Gebers zurückgreifen kann, tut gut daran, diese Soft Skills zu nutzen. Der Franchise-Nehmer ist im beruflichen Alltag Ansprechpartner für alle Seiten. Kunden beschweren sich oder möchten exklusiv betreut werden, Mitarbeiter brauchen eine Führungskraft und schließlich gilt es noch, strategische Fragen abzuklären oder die Buchhaltung vorzubereiten.

Um für diese Herausforderungen optimal aufgestellt zu sein, sind die regelmäßigen Schulungen wichtig. Man sollte die persönliche Einstellung zu den evtl. ungewollten Fortbildungen am bisherigen Arbeitsplatz überdenken. Nun geht es um die eigene Existenz. Als Franchise-Nehmer ist man für die Lohnauszahlungen der eigenen Mitarbeiter verantwortlich und sollte als Motivator, als Vorbild dienen. Wer begeisterungsfähig die Fortbildungen seines Franchise-Gebers besucht, wird eher seine Angestellten zu einer ähnlichen Einstellung bewegen als wenn er als desinteressiert gilt. Der Zeitfaktor oder Stress darf dabei keine Rolle spielen. Termine für Inhouse-Schulungen oder Fortbildungsangebote sollten daher wie jeder andere geschäftliche Termin betrachtet werden.

 

 

Wettbewerbsfähig bleiben mit spezifischen Weiterbildungen

Abhängig vom jeweiligen Franchise-Geber werden im Franchising oftmals Fortbildungsveranstaltungen verpflichtend angeboten, wenn es nicht anders im Franchise-Vertrag geregelt ist. Letztlich spart man nicht Zeit, wenn man eine Fortbildung auslässt, sondern verliert wertvolles Feedback und die neuesten Updates rund um die Marke bzw. das Produkt.

Franchising ist eine gute Möglichkeit, in die Selbständigkeit zu gehen. Wer ein Teamplayer und bereit ist, seinen Wissensstand ständig auf den aktuellsten Stand zu halten, findet in einem der zahlreichen Franchise-Systeme sicher eine attraktive Geschäftsidee.

 

 

Bildquelle:
pixabay © StartupStockPhotos


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