9/25/2018

Perfekt vorbereitet auf das Bewerbungsgespräch als Franchise-Nehmer

Wer den Wunsch hegt, Franchise-Unternehmer zu werden, steht vor vielen Herausforderungen. Nach der Auswahl des Unternehmens geht es an die Bewerbung. Im Vorfeld ist Grundsätzliches zu klären: Warum passt man zu einem bestimmten System? Was macht es aus und wie klappt die Finanzierung? Verfügt man über die nötigen Führungskompetenzen? Auf diese Fragen sollte man im Bewerbungsgespräch eine Antwort haben. Angemessene Kleidung und respektvolles Auftreten sind natürlich ebenfalls essentiell.

Kurz und knapp vorab: Sich an einem Franchise-System zu beteiligen hat viele Vor-, aber auch einige Nachteile:

 

 Vorteile Nachteile
  • Man profitiert von den Erfahrungen und dem Know-how des Franchise-Gebers.  
  • Man ist verpflichtet, sich an das vorgegebene Konzept zu halten. 
  • Die Arbeitsabläufe sind bereits praxiserprobt.
  • Man hat geringen Einfluss auf die Geschäftspolitik des Franchise-Gebers. 
  • Das reduzierte Unternehmer-Risiko stärkt die Verhandlungsposition bei Kreditgebern. 
  • Es werden wahrs. monatliche Zahlungen an den Franchise-Geber anfallen.
  • Man erhält Unterstützung beim Aufbau des neuen Geschäfts. 
 
  • Es besteht bereits ein Marketingsystem, in welches man den neuen Betrieb integrieren kann. 
 
  • Man kann die Bekanntheit der Marke nutzen.
 


Das geeignete Franchise-Unternehmen finden

Hat man Vor- und Nachteile gründlich abgewogen und möchte Franchise-Nehmer werden, gibt es viele Möglichkeiten, geeignete Systeme zu finden:

 

  • Manuelle Suche: Homepage eines bestimmten Unternehmens
  • Spezielle Recruiting-Webseiten
  • Online-Portale und -börsen
  • Franchise-Messen

 

Wer ein Unternehmen im Auge hat, sollte auf dessen Webseite, bei Infotagen oder telefonisch genauere Informationen in Erfahrung bringen. Welche Schlüsselqualifikationen sind gefragt? Welcher Unternehmertyp wird gesucht? Viele Systeme erstellen entsprechende Profile, die man mit den eigenen Voraussetzungen abgleichen kann.

 

Die richtige Vorbereitung ist essentiell

Sobald man sich für ein Franchise-System entschieden hat, beginnt die „richtige“ Arbeit. Man sollte sich umfassend auf die Bewerbung und das anschließende Gespräch vorbereiten, damit man selbst komplexe Fragen mühelos beantworten kann. Diese intensive Informationssuche hat einen weiteren Vorteil: Man weiß, was auf einen Franchise-Nehmer zukommt und kann sich sicher sein, dass man der neuen Aufgabe gewachsen ist. Daher sollte man sich umfassend über folgendes informieren:

 

  • Voraussetzungen
  • Produktpalette oder Dienstleistungsangebot
  • Mögliche Alleinstellungsmerkmale des Franchise-Konzepts

 

Des Weiteren ist es sinnvoll, sich einen Nachweis der Führungskompetenzen zu besorgen – schließlich wird man ja für die Leitung eines Unternehmens verantwortlich sein. Das sind zum Beispiel Berufserfahrung, Empfehlungsschreiben oder Kursbescheinigungen. In diesem Zusammenhang sollte man sich auch überlegen, warum gerade man selbst ein erfolgreicher neuer Franchise-Nehmer wird. Man sollte außerdem eine gute Antwort darauf bereithalten, warum der gewählte Standort für ein neues Franchise-Unternehmen ideal ist.

 

Der finanzielle Aspekt

Für den Eintritt in ein Franchising-Modell werden häufig Gebühren fällig, deren Höhe individuell abweichen kann. Wer nicht über ausreichend Eigenkapital verfügt, hat die Möglichkeit, einen Bankkredit aufzunehmen oder öffentliche Fördermittel zu beantragen. Diese haben oft vorteilhafte Konditionen. Eine Alternative stellen Crowdlending und -investing dar. Dabei vergeben viele verschiedene Personen einen Kredit oder werden am Unternehmenserfolg beteiligt. Egal welche Möglichkeit sich für das persönliche Projekt am besten eignet, man sollte sich im Vorfeld genau darüber informieren und argumentieren können, warum das im jeweiligen Fall erfolgsversprechend ist.

Neben dem benötigten Startkapital sollte man im Finanzplan auch schon die laufenden Kosten in der Zukunft bedenken:

 

  • Miete
  • Mitarbeitergehälter
  • Weitere Betriebskosten
  • Umsatzbedingte Franchise-Gebühren

 

Eben genannte Details zur Finanzierung hält man in einem Businessplan fest, den man vorab oder nach Vertragsunterzeichnung aushändigt. Dieser enthält das gesamte Geschäftskonzept, also folgendes:

 

  • Kurz- und mittelfristige Ziele
  • Strategien zur Erreichung dieser Ziele
  • Finanzierung und Liquiditätsplanung
  • Abschätzung von Chancen und Risiken
  • Marktanalysen
  • Standort-Faktoren
  • Details zur eigenen Person wie Lebenslauf und Schlüsselqualifikationen

 

Im Gegensatz zu anderen Gründern hat man als Franchise-Nehmer Vorteile: Das grobe Geschäftskonzept wurde bereits erfolgreich getestet und der Name bzw. die Marke sind bei den Kunden bereits bekannt. Zudem kann man bei der Erstellung eines Businessplans für ein Franchise-Unternehmen auf die Erfahrungen des Gebers zurückgreifen. Die Rentabilität kann man so besser einschätzen.

 

Auf was während des Gesprächs zu achten ist

Wer sich mit diesen Themen beschäftigt hat, kann gut vorbereitet ins Bewerbungsgespräch gehen. Dort sind dieselben Aspekte relevant, auf die man auch bei anderen Bewerbungen achten sollte:

 

Die richtige Kleidung

Regel Nummer eins: Die Kleidung sollte in jedem Fall fleckenfrei, gebügelt und gepflegt sein. Schließlich möchte man ja einen seriösen und kompetenten Eindruck hinterlassen. Man sollte sich außerdem vorab über den Dresscode informieren und die Kleidung daran anpassen. Selbst wenn dieser relativ leger ist, ruft man sich am besten ins Gedächtnis, dass man eine Führungsposition einnehmen möchte. Man sollte sich daher lieber eher zu konservativ als zu leger kleiden. Für Männer sind Hemd, Krawatte und meist auch ein Anzug Pflicht. Frauen sollten sich für einen Hosenanzug, ein Kostüm oder möglicherweise einen Rock und eine schicke Bluse entschieden. Die Branche kann ebenfalls einen Einfluss auf die Kleiderwahl haben. Bewirbt man sich zum Beispiel für ein Franchise-Unternehmen im Sport-Bereich? Dann darf man in angemessenem Maße ruhig zeigen, dass man vom Typ her dazu passt. Man kann sich anstelle eines lockeren Modells ein Super-Slim-Hemd besorgen, bei dem der sportliche Körperbau unterschwellig zur Geltung kommt.

Tipp: Auch über die Farbe der Kleidung sollte man nachdenken. Dunkle Töne wirken oft etwas distanzierter als freundlichere helle Farben. Außerdem sind auffällig bunte und grelle Kleidungsstücke nicht immer angemessen. Ein hellblaues Hemd mag schick wirken, hat aber folgenden Nachteil: Schweißflecken fallen dort wesentlich deutlicher auf als auf weißen Modellen.

 

Das richtige Auftreten

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Verhalten während des Gesprächs. Man sollte immer höflich und respektvoll bleiben. Zudem ist es wichtig, dem Gesprächspartner aufmerksam zuzuhören und ihn ausreden zu lassen. Des Weiteren sollte man auf die eigene Körpersprache achten. Ein fester Händedruck zur Begrüßung und ein freundliches Lächeln können nie schaden. Man sollte dem Gegenüber in die Augen sehen, aufrecht sitzen und die Arme nicht verschränken. Sonst signalisiert man eine gewisse Abwehrhaltung.

 

Fazit – So gelingt das Bewerbungsgespräch als Franchise-Nehmer

Man sollte sich umfassend über den Franchise-Geber, den Standort und den bereits bestehenden Markt informieren. Zudem ist es sinnvoll, einen konkreten fundierten Businessplan inkl. der verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten zu erstellen. Beim Bewerbungsgespräch sollte man selbstbewusst auftreten und aufmerksam sowie höflich sein. Auch die richtige Kleidung ist essentiell für einen guten ersten Eindruck.

 

 

Bildquelle:pixabay.com © TeroVesalainen (CC0 Public Domain) 
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