6/5/2018

Kryptowährungen – Das Wichtigste zu Bitcoin und Co.

Was ist eine Blockchain und wozu wird die "Bitcoin-Wallet"-Software benötigt? Wer nutzt Kryptowährungen überhaupt und warum? Können Sie in Zukunft auch für Unternehmen interessant werden? smava hat die wichtigsten Daten zu den bekanntesten virtuellen Zahlungsmitteln in einer interaktiven Infografik zusammengefasst.

 

 

Was steckt hinter den virtuellen Währungen?

Neben Litecoin, Dash, Ethereum, Ripple und Monero ist Bitcoin die dominanteste Kryptowährung. 2010 wurde die erste nachweisbare Transaktion mit Bitcoin durchgeführt. Somit ist diese die erste digitale Währung. Es geht hierbei um ein dezentrales Peer-to-Peer-Netzwerk, bei dem gemeinschaftlich eine virtuelle Währung generiert wird und online Geld überwiesen werden kann. Diese Transaktionen erfolgen innerhalb weniger Minuten und können weltweit ausgeführt werden. Die sogenannte Blockchain dient dabei als eine Art Buchführungssystem. Sie besteht aus mehreren Blöcken, welche jeweils Transaktionsdaten sowie eine Zusammenfassung des vorherigen Blockes enthalten. Hier werden alle Transaktionen vermerkt und von Mitgliedern des Netzwerkes auf ihre Korrektheit geprüft. Für diesen Vorgang wird eine enorme hohe Rechnerleistung benötigt. Diese wird von dem Netzwerk selber bereitgestellt, was unter dem Begriff „Mining“ bekannt ist. Diejenigen, die ihre Rechnerleistung zur Verfügung stellen und die Vorgänge kontrollieren, werden entsprechend „Miner“ genannt. Wer eine Transaktion durchführt, muss eine Gebühr an die Miner zahlen. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach Geschwindigkeit und Größe der Transaktion.

Um Teil des Peer-to-Peer-Netzwerkes sein zu können, ist neben der Rechnerleistung auch eine spezielle Software nötig. Sie wird auch als Wallet bezeichnet und kann als virtuelle Geldbörse betrachtet werden. Nur mit dieser Software ist es möglich, die virtuelle Währung zu empfangen und zu versenden. Die virtuelle Geldbörse generiert einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel ist die Adresse der Wallet und kann mit einer Kontonummer verglichen werden. Dieser Schlüssel ist dementsprechend wichtig für Transaktionsprozesse. Der private Schlüssel hingegen funktioniert wie ein Pin und sollte dementsprechend geschützt werden. Gerät er in die falschen Hände, könnten Bitcoins unter Umständen geklaut werden.

 

 

Bitcoin – Probleme mit der Kryptowährung

 

Hoher Stromverbrauch durch Bitcoin Produktion

Die Rechnerleistung, die für die Bitcoin Produktion benötigt wird, verbraucht jede Menge Strom. In der Infografik ist zu sehen, welche Länder der Erde weniger Strom verbrauchen als die Bitcoin Produktion. Vor allem Länder in Afrika, aber auch einige Länder in Südamerika, Asien und Grönland gehören dazu. Für eine Transaktion bedarf es in etwa 300kWh. Das entspricht dem Monatsverbrauch eines Einfamilienhauses. Ein einziger Block der Blockchain benötigt bereits so viel Strom wie 190 Einfamilienhäuser in einem Jahr verbrauchen. Kritiker der Kryptowährungen und der Bitcoin Produktion befürchten daher, dass es bis zum Jahr 2020 zu einem Strom-Kollaps kommen könnte.

 

Double Spending

Neben dem hohen Stromverbrauch, der durch die Produktion der Kryptowährung verursacht wird, gibt es auch ein Risiko bei den Bitcoin-Transaktionen selber. Beim sogenannten Double Spending handelt sich um eine Manipulation der Blockchain. Von Double Spending ist die Rede wenn ein Nutzer dieselben Bitcoin parallel an mehr als einen Empfänger schickt. Dies ist illegal und verschiedene Sicherheitsvorkehrungen sollen diesen Vorgang verhindern.

 

 

Kryptowährungen – Alternative zu Geld?

In den täglichen Handel haben es Bitcoin und Co. bislang noch nicht geschafft. Experten gehen jedoch davon aus, dass Kryptowährungen in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Und auch eine Online-Umfrage mit 10.000 Teilnehmern hat ergeben, dass sich mehr als 40% der Befragten vorstellen können, in der Zukunft mit dem virtuellen Geld zu bezahlen.

Es gibt aktuell etwas mehr als 20 Mio. Bitcoin-Konten. In der Grafik ist zu sehen, auf wie vielen dieser Konten wie viel Bitcoins liegen. Es fällt auf, dass die Anzahl der Konten höher ist, je kleiner die Bitcoin Beträge sind, die sich darauf befinden. Auf etwa der Hälfte aller Konten liegen gar keine oder maximal 0.001 Bitcoins. Die drei Konten mit den höchsten Beträgen umfassen 100.000 bis 1.000.000 Bitcoins.

 

 

Warum Kryptogeld?

Eine andere Umfrage hat sich mit der Frage beschäftigt, was Menschen dazu bewegt hat, Bitcoin zu erwerben. Der Großteil der Befragten (53%) gab an, die Kryptowährung aus reiner Neugier erworben zu haben. Auch die Suche nach einer alternativen Währung (37%) und die Tatsache, dass es als Zahlungsmittel für Online-Transaktionen genutzt werden kann (31%) scheinen Beweggründe gewesen zu sein. Nur 6% der Befragten spekulierten auf Kursgewinne und lediglich 3% der Befragten haben Bitcoin aus Überzeugung erworben.

 

 

Bitcoin aktuell

 

Bitcoinkurs und Marktanteil

Über die Jahre hat der Bitcoin eine enorme Kurssteigerung, jedoch auch erhebliche Kursschwankungen mitgemacht. Während ein Bitcoin im Jahr 2010, also zu Anfang, nur wenige Cent wert war, war der Wert im vergangenen Jahr zwischenzeitlich bei fast 20.000 Dollar. Allein in den letzten 5 Jahren ist der Bitcoinkurs um sagenhafte 6580% angestiegen. Inzwischen ist er jedoch wieder bis auf etwa 7.000 Dollar gesunken. Durch die zunehmende Anzahl an Wettbewerbern ist auch der Marktanteil von Bitcoin in den letzten Jahren gesunken. Diese beträchtlichen Veränderungen sorgen dafür, dass kaum Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Bitcoins getroffen werden können.

 

Transaktionen

Neben dem aktuellen Bitcoinkurs sowie der Machtverteilung verschiedener Kryptowährugen am Markt, geht die Grafik auf die Zahl der täglich getätigten Transaktionen ein. Auch hier ist ein deutlicher Abfall im vergangen Jahr zu erkennen. Die Anzahl hat sich in dieser Zeit um mehr als die Hälfte verringert. Dies könnte möglicherweise mit dem enormen Wertverlust der Kryptowährung innerhalb des letzten Jahres zusammenhängen.

 

Kryptoautomaten

Auch wenn derzeit noch nicht ausschließlich nur mit Kryptogeld gezahlt wird, steigt in vielen Ländern die Anzahl von sogenannten Kryptoautomaten an. An diesen Automaten kann man nicht nur Bitcoin erwerben sondern auch zurücktauschen. Vor allem in den USA und in Kanada gibt es vermehrt solche Automaten. In Deutschland hingegen gibt es bislang nicht einen einzigen.

 

 

Initial Coin Offering

In der Vergangenheit wurden Kryptowährungen nicht nur als reines Zahlungsmittel verwendet. Viele haben die Chance gesehen, aus möglichen Kursgewinnen Profit schlagen zu können und haben in eine bestimmte Kryptowährung investiert. Solche Investitionen sind vor allem für Kryptowährungen hilfreich, die noch nicht einmal verwendet werden. Für ihre Investition erhalten Anleger sogenannte Tokens. Sollte die Währung daraufhin erfolgreich werden, steigt der Wert der Tokens dementsprechend an. Dieser Vorgang nennt sich Initial Coin Offering (ICO) und ist eine Methode des Crowdfundings. ICO wird häufig von Unternehmen verwendet, deren Geschäftsmodell auf Kryptowährungen beruht und eignet sich ebenfalls für die Finanzierung von Franchise-Unternehmen oder Start-Ups. Investieren Anleger nicht in eine Kryptowährung, stehen ihnen alternativ Produkte oder Dienstleistungen zu, die es zukünftig geben wird.

 

 

Blockchain Technologie – CoCo als Lösung für Unternehmen

Bisher wurde die Blockchain Technologie lediglich von Individuen genutzt. Durch lange Transaktionszeiten und vor allem die komplexe Anwendung war sie für Unternehmen bislang nicht interessant. In diesem Jahr hat Microsoft jedoch ein Framework entwickelt, welches viele Blockchain Netzwerke miteinander verbindet. Neue, bessere Algorithmen und die Einbindung von Trusted Execution Environments (kurz: TEEs) ermöglichen nun auch Unternehmen den Umgang mit der Blockchain Technologie. Das System ist insgesamt nämlich sicherer und Transaktionen können schneller abgewickelt werden. Dies könnte in der Zukunft eine große Rolle spielen.

Dadurch, dass die Technologie verschiedene Transaktionen kontrollieren und verwalten kann, könnten Unternehmen sie für ganz unterschiedliche Geschäftshandlungen nutzen. Dabei geht dies weit über den finanziellen Sektor hinaus. So kann die Blockchain Technologie beispielsweise auch für Logistikbetriebe von Interesse sein. Der Transport der Ware könnte so für jeden transparent vermerkt werden. Auch diverse persönliche Dokumente könnten zukünftig in der Blockchain gespeichert werden. Dank der Blockchain kann derjenige, der die Vorlage bestimmter Dokumente fordert, davon ausgehen, dass alle Angaben korrekt sind. Dies sind nur wenige Beispiele. Inwieweit die Blockchain Technologie letztendlich akzeptiert wird und wie sie daraufhin verwendet wird, kann zu diesem Zeitpunkt nur spekuliert werden.

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