01.09.2015

Der Businessplan: auch für Startups im Franchising ein Muss!

Sollten wirklich auch Franchisenehmer bei einer Geschäftsgründung einen Businessplan erstellen? „Selbstverständlich“, sagen die Experten des Existenzgründerportals selbststaendigkeit.de!


Sie haben sich bereits entschieden den Weg in die Selbstständigkeit über ein Franchisemodell zu gehen? Dann sollten Sie trotz der sicheren Unterstützung durch Ihren Franchisegeber Ihre Planung in einem Businessplan dokumentieren und auf den Prüfstand stellen.


Der Businessplan gilt für diesen Zweck als ein wichtiges Instrument, dass im Vorfeld einer Unternehmensgründung unerlässlich ist. Im Zuge der Businessplanerstellung können angehende Unternehmer ihre Gedanken formulieren, Ziele strukturieren und ihr Vorhaben kritisch hinterfragen.


„Dies gilt auch für Franchisenehmer“, so Roul Radeke, Geschäftsführer des Existenzgründerportals. Denn von den folgenden Vorteilen eines Businessplans profitieren Franchisenehmer gleichermaßen:


Detaillierter Fahrplan: Potentielle Franchisenehmer haben schon vor Abschluss des Franchisevertrags durch einen Businessplan die Möglichkeit, Ihr gewähltes Franchisemodell bis ins Detail zu durchdenken.

Aufzeigen von Defiziten und Risiken: Durch die systematische Herangehensweise, die bei der Businessplanung zu verfolgen ist, können Defizite und Risiken des jeweiligen Franchisekonzepts frühzeitig aufgezeigt werden.

Grundvoraussetzung für Investoren: Der fertige Businessplan ist eine wesentliche Voraussetzung, um Ihr Franchisevorhaben zu finanzieren, insbesondere aus Sicht der Geldgeber.

Die Trockenübung: Ihr Businessplan nimmt quasi die Rolle der Trockenübung wahr. Das Beste dabei ist: Es wird Sie nichts kosten, wenn Sie während der Planarbeiten merken, dass Ihre Geschäftsidee keine Erfolgsaussichten hat und Sie deshalb Ihr Vorhaben abbrechen.
 
Businessplan als Managementinstrument: Auch nach Umsetzung der Geschäftsidee als Franchisenehmer dient der Businessplan als internes sowie externes Steuerungs-, Kontroll- und Kommunikationsinstrument und ist somit ein unverzichtbares Werkzeug für die Unternehmensführung.


„Franchisenehmer sollten bei der Erstellung des Businessplans unbedingt darauf achten, dass dieser die folgenden inhaltlichen Bestandteile abdeckt“:


Executive Summary: Sie steht an erster Stelle und nimmt nicht umsonst diese exponierte Position ein. Schließlich ist sie die Zusammenfassung des gesamten Businessplans und beinhaltet sämtliche Ergebnisse, die in den noch folgenden Teilplänen präsentiert werden. Sie wird daher auch erst nach Fertigstellung der übrigen Inhalte erstellt.

Dem Leser des Businessplans wird in der Executive Summary ein erster Eindruck davon vermittelt, was ihn im vorliegenden Dokument erwartet. Daher ist die Bedeutung der Executive Summary nicht zu unterschätzen. Wenn sich der Businessplan beispielsweise an einen Investor richtet, haben Franchisenehmer so die Möglichkeit diesen für das gewählte Franchisemodell, sich selbst und die Erfolgsaussichten des Vorhabens auf maximal zwei Seiten zu begeistern.

Geschäftsidee: Anschließend liefert der Businessplan in der Regel eine dezidierte Beschreibung Ihrer Geschäftsidee. Hier gilt es das Besondere Ihres Gründungsvorhabens zu spezifizieren, sprich: Hier ist das Alleinstellungsmerkmal beziehungsweise die Unique Selling Proposition herauszuarbeiten und zu beschreiben.
 
Das Unternehmerteam: Für die meisten Geldgeber gelten die Mitglieder des Unternehmerteams als das kritische Element der Unternehmensgründung. Schließlich sind es die Unternehmer, die für die erfolgreiche Umsetzung des Franchisingmodells verantwortlich sind. Bei der Beschreibung des Unternehmerteams sollte daher insbesondere auf die vielfältigen Fähigkeiten des Teams sowie die Motivation der Teammitglieder und ihre Rollen im Unternehmerteam eingegangen werden. Machen Sie dabei auch deutlich, warum die einzelnen Teammitglieder als starkes Team zusammenhalten werden. Daneben dürfen Aussagen zu den Qualitäten der einzelnen Teammitglieder nicht fehlen. Hier gilt es die jeweiligen fachlichen und kaufmännischen Fähigkeiten, die Etappen der einzelnen Lebensläufe, aber auch die persönlichen Fähigkeiten und Stärken herauszustellen.

Marketingplan: Ein weiteres Kernstück des Businessplans ist der Marketingplan. Er beantwortet alle Fragestellungen zu den Bereichen Markt, Wettbewerb oder Marketingstrategie. Der Marketingplan sollte die folgenden inhaltlichen Bereiche umfassen: Marketinganalyse, Bestimmung von Marketingzielen, Ableitung von Marketingstrategien sowie Einsatz von Marketinginstrumenten.

In Abhängigkeit vom gewählten Geschäftsmodell gehören auch noch weitere Teilpläne wie der Beschaffungs- oder Fertigungsplan dazu.

Organisation und Geschäftssystem: Die Beschreibung Ihrer Organisation und des gewählten Geschäftssystems geben Auskunft über Aufbau und Abläufe in Ihrem Unternehmen.

Chancen und Risiken: Die Analyse der Chancen und Risiken ist für den zukünftigen Unternehmer genauso wichtig wie für seine Kapitalgeber. Hieraus lassen sich unterschiedliche Szenarien der Zukunft ableiten, die es zu betrachten gilt und die auch als solche im Businessplan abzubilden sind.

Finanzplan: Last but not least folgt der Finanzplan. Hier treffen Sie Aussagen über die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragsentwicklung Ihres Unternehmens. Auf dieser Basis lässt sich die Wirtschaftlichkeit der Investitionsausgabe beurteilen. Als Planungshorizont wird regelmäßig ein Zeitraum von 3 Jahren erwartet.


„Auch formale Ausgestaltungsmerkmale sind zu beachten: Neben den inhaltlichen Bestandteilen von Businessplänen sollten sich angehende Franchisenehmer ebenfalls über die folgenden formalen Ausgestaltungsmerkmale des Businessplans informieren und diese bei der Erstellung beachten“:


Struktur: Es ist wichtig den Businessplan strukturiert zu erstellen. Dies gilt nicht nur in Bezug auf die einzelnen Kapitel, also von der Executive Summary bis hin zum Finanzplan. Ebenfalls innerhalb der einzelnen Kapitel ist eine systematische Gliederung zu verfolgen.

Aussagekraft: Der Businessplan sollte nicht mehr, aber auch nicht weniger als notwendig enthalten, sondern nur die Punkte, über die der Leser informiert sein sollte.

Eindeutigkeit: Aussagen sollten eindeutig, nachvollziehbar, klar und auf den Punkt gebracht formuliert werden.

Umfang: Ein Businessplan sollte maximal 30 Seiten umfassen. Es ist aber auch zu berücksichtigen, dass sich der Umfang des Businessplans am Gründungsvorhaben orientieren sollte.


„Zuletzt noch ein paar weitere Tipps, die Franchisenehmer bei der Erstellung des Businessplans zu Gute kommen“:


Profitieren Sie vom Wissen und den Erfahrungen des Franchisegebers: Ein wesentlicher Vorteil für Franchisenehmer ist, dass sie im Zuge der Businessplanerstellung vom Wissen und den Erfahrungen ihrer Franchisegeber profitieren können. Insbesondere zu den Bereichen Geschäftsidee (Franchiseprodukt beziehungsweise –dienstleistung), Marketing und auch Finanzen werden Franchisegeber zahlreiche Informationen zur Verfügung stellen, die nutzbringend in den Businessplan eingearbeitet werden können – und zwar ohne aufwendige Recherchen!


Verlieren Sie sich nicht in Details: Viele Gründer haben Probleme damit, den Überblick bei der Erstellung des Businessplans zu behalten. Daher sollte man seine Aktivitäten auf klare Checklisten aufsetzen, wie zum Beispiel der Road Map von selbststaendigkeit.de. Diese leitet Existenzgründer Schritt für Schritt durch die einzelnen Phasen der Businessplanung.


Das Team von selbststaendigkeit.de wünscht Ihnen viel Erfolg!

Autor:

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