2/1/2019

Büroalltag eines Franchisenehmers – welche Aufgaben in diesem Bereich anfallen können

Das erwartet Sie im Büroalltag

Der typische Franchisenehmer – diesen gibt es freilich nicht. Denn inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Franchisesysteme in den unterschiedlichsten Fachrichtungen, weswegen sich die Aufgaben grundsätzlich sehr unterscheiden. Dennoch bleiben zumeist die typischen Aufgaben eines Selbstständigen zu erledigen – und diese werden sehr häufig vom Schreibtisch aus angegangen. Da man nicht alle diese Bereiche outsourcen kann, muss man die eigenen Kompetenzen in vielerlei Hinsicht schulen.

 

 

Die passenden Mitarbeiter finden

Der Erfolg eines Unternehmens hängt nicht nur von den Fähigkeiten und dem Einsatz des Chefs ab – auch die Mitarbeiter sind von entscheidender Bedeutung. Für den Verantwortlichen geht es also immer auch darum, ein gutes Team zusammenzustellen und es mit Köpfchen zu führen. Die Auswahl der geeigneten Mitarbeiter, ihre Schulung und Anleitung und ebenso die Entlassungen zählen zu den wichtigsten Aufgaben eines Franchisenehmers. Arbeitszeiten und Urlaube müssen organisiert und kommuniziert werden. Das gilt ebenso für den Einsatz des Betriebsrates, wenn ein solcher von den Mitarbeitern gegründet wird. Mit dessen Einberufung hat der Chef nur indirekt etwas zu tun – er muss die Angestellten unter Umständen aber freistellen.

 

 

Buchhaltung und Warenkalkulation

Wenn es eine Aufgabe gibt, die Franchisenehmer an das Büro fesselt, dann sind es die Aufgaben der Buchhaltung und Warenkalkulation. Kleine und mittelständische Betriebe wollen einen großen Teil dieser Aufgaben meist selbst erledigen, anstatt sie anderen zu übertragen. Das schont Ressourcen und sorgt dafür, dass man als Chef immer den Überblick behält.

Bei der Buchhaltung sind moderne Programme sehr nützlich, die nur wenig Vorwissen voraussetzen und intuitiv zu bedienen sind. Je mehr Vorarbeit man schon erledigt, umso günstiger wird die Rechnung des Steuerberaters. Auch die Warenwirtschaft läuft auf elektronischem Weg und größtenteils automatisiert ab. Der Franchisegeber kann hier sicherlich eine passende Software empfehlen oder bietet ein eigenes System an. Dennoch muss man sich auch in deren Bedienung einarbeiten, was in der Regel im Sitzen passiert. Bevor man die Prozesse der WaWi automatisieren kann, muss man einen Überblick über den eigenen Warenfluss bekommen. Es nutzt nicht viel, zu große Bestände zu horten – das Kapital kann in nicht gebundener Form sinnvoller eingesetzt werden.

 

 

Marketing und Marktanalyse

„Wer nicht wirbt, stirbt!“ – dieser Satz hat nichts von seiner Aktualität verloren. Auch wenn man als Franchisenehmer mit einem bewährten Konzept und einer bekannten Marke arbeiten kann, geht man ohne entsprechendes Marketing schnell in der Menge der Anbieter unter. Werbung auf allen geeigneten Kanälen, Sonderaktionen, Onlinemarketing – der geeignete Mix aus den Möglichkeiten macht am Ende den Unterschied. Dabei kommt es immer darauf an, die Zielgruppe zu erreichen und dort zu werben, wo die Botschaften sie auch erreichen können. Sehr gute Marketing-Anreize, speziell für Quereinsteiger, bieten Vorträge wie TED Talks oder Entstehungsgeschichten größerer Unternehmen die als Doku-Stream überall kostenfrei anzuschauen sind.

 

 

Die nötigen Anschaffungen im Büro

Die IT

Das Thema IT ist für alle Selbstständigen und Franchisenehmer von größter Bedeutung. Dabei kommen gerade bei einer Gründung erhebliche Kosten auf den Unternehmer zu. Diese lassen sich jedoch kontrollieren, indem man davon absieht, einfach im nächsten Büromarkt die nötige Hardware zu kaufen. Ein kluger Vergleich birgt einen großen Vorteil! So gibt es mindestens zwei Alternativen zur Neuanschaffung von PC & Co: aufbereitete Geräte und solche aus dem Outsourcing.

Bei der ersten Variante werden sogenannte „refurbished“ Geräte angeschafft. Diese sind gebraucht angekauft, gewartet und auf den neusten Stand gebracht worden und haben bei professionellen Händlern auch eine Garantie. So lässt sich ein guter Teil der Investitionskosten einsparen. Bei der zweiten Variante verzichtet man ganz auf einen Kauf und zahlt für seine IT nur einen monatlichen Betrag, in dem die Wartung und Aktualisierung bereits enthalten sind. Der Vorteil besteht in den überschaubaren Kosten auch darin, dass dieses System skalierbar ist und die IT mit dem Unternehmen wachsen kann.

 

Die richtigen Büromöbel

Offensichtlich erledigen Franchisenehmer viele ihrer Büro-Aufgaben im Sitzen und müssen auf die Gesunderhaltung ihres Körpers achten. Alles beginnt mit den richtigen Büromöbeln, die passend zum Körper ausgewählt werden sollten. Das Schöne: Anders als in einem Großraumbüro kann sich ein Selbstständiger sein Mobiliar selbst aussuchen und dessen Anschaffung von der Steuer absetzen. Experten haben folgende Ratschläge für den Alltag am Schreibtisch:

 

Gesundes Sitzen ist abwechslungsreich

Das dynamische Sitzen ist dem starren, unbeweglichen Sitzen vorzuziehen. Das bedeutet, möglichst oft die Position wechseln zu können, wofür ein ergonomischer Arbeitsstuhl am besten geeignet ist. Er sollte sich drehen lassen und über Sitzfläche und Rückenlehne verfügen, die sich gegeneinander bewegen. Die Höhenverstellbarkeit ist ebenfalls wichtig, damit die Füße bequem auf dem Boden abgestellt werden können. Sehr kleine Personen sitzen bequemer, wenn sie die Füße auf einer Fußbank abstellen dürfen. Das gilt besonders dann, wenn das starre Sitzen bevorzugt wird. Dann sollten die Oberschenkel möglichst waagerecht zum Boden sein, während die Füße locker auf dem Untergrund stehen. Hat der Bürostuhl Armlehnen, können Arme und Schulter beim alltäglichen Arbeiten aufliegen und so besser entspannt werden. Das hilft gegen Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Dazu hilft auch ein guter Schreibtisch, der mit Flexibilität punktet und verstellbar ist. Generell sollte man jedoch rund 30 Prozent seiner Arbeiten im Stehen verrichten.

 

 

Balance schaffen und den Überblick wahren

Ein Franchisenehmer ist immer auch eins: Chef seines eigenen Unternehmens. Hierbei ist es wichtig, immer den Überblick zu wahren. Läuft alles? Geht es meinen Mitarbeitern gut oder müssen sie zu viele Stunden machen, um alles im Fluss zu halten? Sind sie motiviert? Wie ist die Stimmung im Team? Je nachdem, um welchen Geschäftsbereich es sich handelt, sind die Kunden direkt den Stimmungen des Personals ausgesetzt – und auch wenn das professionell gesehen niemals nach außen dringen sollte – die Kunden bekommen mit, wie es den Mitarbeitern geht.

Deswegen ist es wichtig, hier präsent und Ansprechpartner mit offenem Ohr zu sein, der auch in stressigen Situationen sein Lächeln bewahrt und dem Personal eine Stütze ist. Aber: auch sich selbst sollte ein Gründer nicht vergessen. Mal eine Auszeit zu nehmen und dem Team zu vertrauen, gehört nach der Anfangszeit auch dazu und hilft, den Stresspegel wieder auf ein gutes Level abzusenken und stets motiviert zu bleiben. Denn mit der richtigen Balance macht alles gleich viel mehr Spaß.

 

Bildquelle:
pixabay © StartupStockPhotos

Finden Sie Ihr passendes Franchise-System mit unserer Komfortsuche!
Angebote suchen
Informieren
Gründen!
Jetzt mein System finden

Glossar