8/6/2019

Bestmöglich versichert als Existenzgründer

 

 

Wer mit viel Enthusiasmus an die Gründung seines Startups geht, denkt an vieles, aber mitunter nicht an die richtige Krankenversicherung. Dabei ist dieser Faktor bei einem nachhaltigen Businessplan nicht zu vernachlässigen. Die Frage bleibt dann allerdings, ob man sich für eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung entscheiden soll.

Trotz einer guten Planung und Vorbereitung auf die Selbstständigkeit, versucht man als Existenzgründer möglichst kostengünstig zu leben. Für viele Jungunternehmer stehen dabei laufende Kosten wie Miete, Wareneinkauf oder die Büroeinrichtung im Vordergrund. An die eigene Gesundheit und damit verbundene Ausgaben denkt man, versucht aber oftmals den Sparstift anzusetzen. Immerhin kostet eine private Krankenversicherung von Verivox.de deutlich mehr, aber ein Vergleich lohnt sich. Es ist ratsam, sich über die verschiedensten Krankenversicherungen zu informieren. Auf diese Weise trifft man die beste Wahl, die den individuellen Bedürfnissen entspricht.

 

 

Wichtige Faktoren für diese Entscheidung

Grundsätzlich kommt es auf das eigene Alter sowie die Gesundheit an. Die gesetzliche Krankenversicherung beispielsweise orientiert sich am Einkommen. Wer viel verdient, bezahlt einen hohen Beitrag. Im Umkehrschluss werden bei einem niedrigeren Einkommen folglich auch geringe Beiträge fällig. Bei einem Wechsel zu einer privaten Krankenversicherung sind die Beiträge aufgrund des Alters oftmals niedriger, weil man kaum einen Arzt benötigt.

Im späteren Verlauf steigt der Bedarf an Untersuchungen und Laborbefunden, sodass auch hier die Beiträge erhöht werden. Als Existenzgründer sollte man beachten, dass viele Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeschränkt sind. Für manchen Selbstständigen ist das ein gutes Argument, letztendlich doch zu einer privaten Krankenversicherung überzuwechseln.

 

 

Worst Case berücksichtigen

Niemand ist vor Unfällen oder Krankheiten gefeit. Das ist der entscheidende Punkt, warum es sich lohnt, über die Wahl der passenden Krankenversicherung gut nachzudenken. Ist die Existenz bedroht, weil man seine Selbstständigkeit nicht mehr ausüben kann und damit die geplanten Umsätze ausbleiben, wird jede Erkrankung zu einer Herausforderung. Wer gut beraten ist, weiß um diese Gefahren und kann vorausschauender planen.

Die gesetzliche Krankenversicherung orientiert sich jedoch an Beitragsbemessungsgrenzen, die für Neugründer nicht sehr flexibel sind. Durch die deutliche Senkung der Krankenversicherungsbeiträge ab dem 1.1.2019 bedeutet das für Selbstständige eine spürbare Entlastung. Der aktuelle Mindestbeitrag ist für Existenzgründer leistbarer zu bezahlen, was natürlich auch den Sprung in die Selbstständigkeit für Neugründer erleichtert.

 

 

PKV-Versicherung für Existenzgründer günstiger

Die Vergünstigungen für Existenzgründer sind bei den gesetzlichen Krankenkassen attraktiv, aber bei einem Vergleich der monatlichen Beiträge ist fraglich, ob es sich auf Dauer lohnt. Bei einer privaten Krankenversicherung hingegen ist der Abschluss einer Versicherung mit einem Einsteigertarif günstiger, da der monatliche Beitrag unter 200 Euro liegt. Der Basistarif liegt bei rund 100 Euro monatlich. Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung kommen hier weder Zuzahlungen noch Praxisgebühren hinzu.

Wer einen Tarif mit Selbstbehalt wählt, spart bei einer privaten Krankenversicherung bis zu 100 Euro extra. Diese Überlegungen sollte kein Existenzgründer außer Acht lassen. Insbesondere bei Jungunternehmern mit Familie kommen Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung deutlicher zum Tragen. Drum prüfe, wer sich bindet. Gemäß diesem alten Sprichwort ist es tatsächlich sinnvoll, die Tarife einzelner Anbieter zu vergleichen. Das ist eine ideale Möglichkeit, die persönliche Situation kostengünstig zu berücksichtigen.

 

 

Wann lohnt sich eine freiwillige Krankenversicherung

Für Beamte, besserverdienende Bundesbürger oder Beamte besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, die gesetzliche Versicherung in Anspruch zu nehmen. Man sollte beachten, dass die Versicherungspflicht wegfällt, wenn die Familienversicherung endet oder die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten ist. In diesen Fällen beginnt daher automatisch die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung. Für wen lohnt sich die freiwillige Krankenversicherung nun tatsächlich? In erster Linie profitieren Selbstständige, die ihre Tätigkeit hauptberuflich ausüben, Beamte sowie nicht mitversicherte Kinder von der PKV.

Erfüllen Studenten die Voraussetzung für eine Krankenversicherung speziell für Studenten nicht, ist die freiwillige Krankenversicherung überlegenswert. Auch für ehemalige Kassenpatienten ist eine freiwillige Krankenversicherung möglich. Voraussetzungen dafür sind zwei Jahre gesetzliche Versicherung in den vergangenen fünf Jahren vor dem Ausscheiden – oder man war direkt vor dem Ende einer Versicherungspflicht für einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten ohne Unterbrechung gesetzlich versichert. Außerdem ist die PKV für Arbeitnehmer interessant, die ein höheres Jahresbruttoeinkommen haben, als es der Jahresarbeitsentgeltgrenze entspricht.

Die freiwillige Krankenversicherung ermöglicht auch Arbeitnehmern, die im Ausland beschäftigt waren, eine Versicherung, wenn sie in einem Zeitraum von zwei Monaten nach ihrer Rückkehr ins Inland wieder eine neue Tätigkeit beginnen. Übrigens, auch Rentner gewinnen beim Abschluss einer freiwilligen Krankenversicherung, falls sie die Kriterien für Krankenversicherungen für Rentner nicht erfüllen können.

 

 

Beendigung der freiwilligen Krankenversicherung

Die Kündigungsfristen der freiwilligen Krankenversicherung entsprechen denselben wie sie für pflichtversicherte Personen gelten. Das Ende erfolgt bei einer fristgerechten Kündigung, wenn alle Voraussetzungen für die Familienversicherung erfüllt werden können oder wenn eine Pflichtmitgliedschaft beginnt. Bei einer freiwilligen Krankenversicherung liegt der Höchstbetrag aktuell bis 662 Euro monatlich (Stand August 2019).

Bei Freiberuflern sowie Selbständigen wird nicht ausschließlich das Arbeitseinkommen zur Berechnung des Beitrages herangezogen. Bis zur Beitragsbemessungsgrenze zählen daher auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung oder Einnahmen aus Kapitalvermögen dazu. Berücksichtigt werden sollte dabei auch ein möglicher Zusatzbeitrag.

 

 

Beitragsberechnung für Selbstständige

Grundsätzlich richtet sich die Beitragshöhe nach der Einnahmenhöhe. Die Einschätzung erfolgt meist auf der Grundlage des neuesten Einkommensteuerbescheids. Der Betrag wird, sobald der Steuerbescheid für das Jahr vorliegt, nachträglich revidiert. Wer mehr verdient hat, muss Beiträge nachzahlen. Wer weniger verdient hat als angenommen, erhält von der Krankenversicherung Geld zurück. Dabei ist der ermäßigte Beitragssatz von 14 Prozent abzuführen, der sich auf Einkünfte von Miet-, Pacht- und Kapitelvermögen sowie privaten Renten- und Lebensversicherungen bezieht.

Um finanzielle Belastungen zu verhindern, ist es sinnvoll, als Selbstständiger freiwillig eher den Höchstbetrag oder höhere Beiträge zu bezahlen, um eine heftige Nachzahlung zu vermeiden. Übrigens kann man bei merklichen Umsatzänderungen im laufenden Jahr eine entsprechende Mitteilung an die Krankenkasse mit der Bitte um Beitragserhöhung abgeben.

 

 

Rentner in der freiwilligen Krankenversicherung

Hier gelten folgende Regeln: Man muss in der Zweithälfte des Erwerbslebens grundsätzlich zu 90 Prozent eine gesetzliche Krankenversicherung genossen haben. Nicht jeder Rentner kann diese Voraussetzungen erfüllen und überlegt eine freiwillige Versicherung. Bei der freiwilligen Krankenversicherung werden Einkunftsarten wie gesetzliche Rente, auch aus dem Ausland sowie eine Witwenrente und Versorgungsbezüge aus Pensionskassen, Beamtenpensionen, Direktversicherungen etc. berücksichtigt.

 

Bildquelle @pixabay / StartupStockPhotos

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