5/18/2018

9 Grundvoraussetzungen, die ein erfolgreicher Franchise-Nehmer mit sich bringen sollte

Sich als Franchise-Nehmer selbstständig zu machen erfordert nicht nur Durchhaltevermögen und Know-how, sondern auch ein paar spezielle Grundvoraussetzungen, welche im Idealfall vor der Unternehmensgründung schon vorhanden sind. Denn die Übernahme eines bereits etablierten Geschäftsmodells fordert besondere Eigenschaften und Vorgehensweisen des Unternehmers, die den Sprung in die Selbstständigkeit erleichtern. Als Franchisenehmer ist man zwar zum einen selbstständig, zum anderen aber auch an einige Reglementierungen gebunden, die zu der Organisation eines erfolgreichen Franchiseunternehmens gehören.

 

 

1. Ja, ich will: Lust auf berufliche Selbstständigkeit

Dieser Tipp scheint auf den ersten Blick ein wenig banal, ist aber essenziell wenn es darum geht, ob man den Weg ins Franchising beschreiten möchte oder nicht. Für viele ist dies ein lang gehegter Traum, der sich nach einigen intensiven Überlegungen als realisierbar herausstellt. Die Beweggründe sind, genau wie die Chancen, sehr vielfältig. Egal ob Quereinsteiger oder Arbeitnehmer mit langjähriger Erfahrung, wen die Lust packt sich selbstständig zu machen, kann in einem Franchisekonzept einen wirklich guten Start hinlegen. Vor allem für Gründer mit weniger Erfahrung lassen sich durch Schulungen und Trainings die Wissenslücken schließen. Denn sämtliche Fortbildungen sind obligatorisch und stehen für jeden vor den Eintritt in das jeweilige Franchise-System. Unternehmen, die aus Notsituationen heraus geboren wurden, sind meist weniger erfolgreich und scheitern schnell, da die nötige positive Motivation fehlt. Nur wer von seinem Franchise-Partner überzeugt und begeistert ist, kann sein Unternehmen und sein Team positiv führen.

 

 

2. Alles in Ordnung

Vor bzw. während man den Schritt in die Selbständigkeit macht, ist es angeraten Ordnung zu schaffen. Das klingt zuerst einfach, sollte jedoch durchaus ernst genommen werden. Nicht nur viele Formalitäten, sondern auch Mailverkehr und Co. kommen auf den Franchisenehmer zu. Um das Franchisekonzept richtig verstehen und alle Informationen erfassen zu können, muss Ordnung an erster Stelle stehen. Jeder, der bereits in einer kaufmännischen Position beschäftigt war, weiß wie wichtig Struktur und Ordnung sind. Wer sich damit schwertut kann die Hilfe eines Coaches oder einer professionellen Büroorganisation für sich beanspruchen. Ablagesysteme, Büromöbel oder -materialien, die die Arbeit erleichtern und übersichtlicher machen, sind bei der Einrichtung eines Büros oder Arbeitsplatzes unerlässlich. Das Genie beherrscht nämlich nicht immer das Chaos, sondern freut sich über einen freien Kopf bei der Arbeit.

 

 

3. Eigenkapital

Vor dem Eintritt in ein Franchisesystem sollten ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sein. Wie hoch dieses Eigenkapital sein sollte, ist sehr individuell und richtet sich nach Ausrichtung, Branche und Art des Konzeptes. Dabei zählen Grundstücke, Wertpapiere und -gegenstände oder Immobilien zum Eigenkapital dazu. Vor allem für die Anfangszeit ist es ratsam sich für den Fall der Fälle einen finanziellen Puffer anzulegen.

 

 

4. Das private Umfeld miteinbeziehen

Der Schritt in die Selbstständigkeit bringt Veränderungen auf ganzer Linie mit sich, vor allem zum eventuell holprigen Beginn. Zeitliche und finanzielle Einschränkungen sind zumeist eine Belastung für das Privatleben und müssen mit Freunden und Familie vorher abgeklärt sein. Wer Verständnis und wohlwollende Unterstützung aus dem privaten Umfeld heraus erhält, hat eine größere Chance auf Erfolg. Auch im Falle von Misserfolgen oder einer geschäftlichen Flaute ist es gut, auf den Rückhalt der Familie zählen zu können.

 

 

5. Freiheiten erkämpfen und erweitern

Auch wenn die Selbstständigkeit viele Freiheiten mit sich bringt, so fordert sie doch auch viele Freiheiten des Unternehmers ein. Wochenarbeitszeiten von über 40 Stunden, vor allem in der Anfangsphase, Weiterbildungen am Wochenende oder Termine mit dem Franchisegeber gehören zum normalen Business dazu und müssen neben dem alltäglichen Geschäft gestemmt werden. Diese Verpflichtungen verhelfen letztendlich dem Geschäft zum Erfolg und verschaffen dem Franchisenehmer wiederum mehr Freiräume. Die Bereitschaft, für seine individuelle Entwicklung hart zu arbeiten ist folglich unabdingbar.

 

 

6. Soziale Kompetenzen sind Trumpf

Kann ich ein Team motivieren und führen? Arbeite ich gern mit Menschen und fühle ich mich bei direktem Kundenkontakt am wohlsten? Wer diese Fragen mit einem eindeutigen Ja beantworten kann, ist mit einem Franchisesystem gut beraten. Der ständige Erfahrungsaustausch zwischen anderen Franchisenehmern, Kollegen und der Zentrale ermöglichen es, das jeweilige Geschäft zu optimieren. Ein ausgeprägter Teamgeist ist auch für die eigenen Mitarbeiter im Unternehmen stets von Vorteil und kann darüber hinaus eine familiäre Atmosphäre schaffen. Soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit und Führungsqualitäten gehören beispielsweise zu unverzichtbaren Eigenschaften eines (Franchise-)Unternehmers.

 

 

7. Berufliche Voraussetzungen ein Muss?

Wie bereits erwähnt sind Quereinsteiger beim Franchising gut aufgehoben und gern gesehen. Bei der Erschließung eines regionalen Marktes, der Kundenbetreuung oder auch bei der Mitarbeiterführung können vorher erworbene berufliche Qualifikationen dennoch mehr als hilfreich sein. Denn manche soft und hard skills werden nicht von heute auf morgen gelernt, so dass eine fachliche Qualifikation den Einstieg ungemein erleichtern kann. Sie ist aber per se keine Grundvoraussetzung an sich. Viel wichtiger ist es zu wissen, wie die Abläufe in einem Unternehmen organisiert sind und wie strukturiertes Arbeiten an sich funktioniert. Dabei ist es hilfreich, selbstorganisiertes Arbeiten bereits erfahren zu haben.

 

 

8. Regeln akzeptieren können

Zu einem Franchise-System gehören festgelegte Regeln und Vorgaben, um ein Konzept adäquat umsetzen zu können. Das Einhalten klarer Richtlinien sowie die Plausibilität dieser Regeln für den Gründer sind wichtig für einen erfolgreich geführten Betrieb. Insbesondere bei einem Franchisesystem ist es grundlegend, dass die Umsetzung der Vorgaben höchste Priorität hat. Wer eher seinen eigenen Ideen bei der Ladengestaltung und Einrichtung sowie beim Marketing freien Lauf lassen möchte und sich nicht gern auf Vorgaben einlässt, sollte von Franchising eher Abstand nehmen. Natürlich gibt es hier und da auch Raum für eigene Ideen, in der Hauptsache besteht aber das Konzept darin die bestehende Idee und Gestaltung aufzunehmen und umzusetzen.

 

 

9. Begeisterung, Motivation, Ehrgeiz

Engagement und Ehrgeiz sind gute Wegbereiter in die Selbstständigkeit. Denn die Motivation und die Begeisterung für ein Konzept gepaart mit gesundem Ehrgeiz sind zentrale Eigenschaften für ein positives Ergebnis. Vor allem die Kontinuität dieser Merkmale ist entscheidend. Sich selbst und auch andere in schwierigen Situationen motivieren zu können, seien es nun Mitarbeiter oder Kunden, gehört zu der „Standardausrüstung“ eines Franchisenehmers. Eine natürliche Begeisterung, die auf andere überspringt kennzeichnet jemanden, der in der Selbstständigkeit gut aufgehoben ist.

 

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