7/12/2017

8 Tipps wie Sie gutes Servicepersonal finden und halten

Franchisenehmer genießen einige klare Vorteile gegenüber Gründern ohne bereits bestehendes Unternehmenskonzept. Hier sind viele Details bereits im Vorhinein geregelt und es bleibt mehr Zeit für die Optimierung des gebotenen Service. Dieser jedoch hängt maßgeblich von den Mitarbeitern ab, die sich tagtäglich um die Kundschaft kümmern. Nur mit motiviertem und fähigem Personal gelingt es, Gäste zu Stammkunden zu machen und die eigene Reputation zu steigern. Daher sollten sich natürlich auch Franchisenehmer bei der Personalsuche auf Sorgfalt und Leidenschaft konzentrieren.

 

 

1. Suchen Sie nach Menschen, die für ihren Job brennen

Die Gastronomiebranche ist ein Bereich, in dem auf eine ausgeschriebene Stelle meist zahllose Bewerbungen eingereicht werden. In der großen Masse der Bewerber diejenigen zu finden, die dem eigenen Unternehmen dauerhafte Vorteile bieten, lässt sich nicht nur anhand von Abschlussnoten und Kompetenznachweisen bewerkstelligen. Viel wichtiger als Noten und Zertifikate ist die Einstellung, die ein Bewerber gegenüber seinem Beruf an den Tag legt.

Im Vorstellungsgespräch sollten Sie sich daher darauf konzentrieren, wie ein Bewerber über seine Tätigkeit im Service spricht und wie leidenschaftlich er für die Gastronomie per se brennt. Bewerber, die schon beim ersten Kontakt Freude am Job signalisieren und ein Gespür für Genuss und Qualität beweisen, gehören definitiv in die engere Wahl. Schließlich braucht es in der Gastronomie trotz zunehmender Digitalisierung und Zukunftsvisionen Menschen, die Gäste mit ihrer Begeisterungsfähigkeit anstecken.

Die Frage nach eigenen Lieblingsgerichten und Restaurants, die der Bewerber selbst gerne besucht, sollte bei einem Bewerber für euphorische Antworten sorgen. Ist das nicht der Fall, beschäftigt sich die Person möglicherweise lieber mit anderen Dingen und hat im Privatleben nur wenig Bezug zu ihrem (erlernten) Beruf.

 

 

2. Wählen Sie verantwortungsbewusste Optimisten

Die grundsätzliche Lebenseinstellung trennt bei der Personalsuche die Spreu vom Weizen. Bewerber, die sich schnell überfordert fühlen und auf die Frage nach ihrer Belastbarkeit und Stressresistenz wenig begeistert wirken, könnten an turbulenten Tagen für Probleme sorgen. Besser ist es, nach Menschen zu suchen, die über eine positive Haltung verfügen und auf Schwierigkeiten mit entspanntem Tatendrang reagieren. Sie sind es, die auch schwierigen Kunden mit Freundlichkeit begegnen und trotz Zeitmangels oder kleinerer Malheure einen kühlen Kopf bewahren.

Wie besonnen und positiv ein Bewerber auf widrige Situationen reagiert, finden Sie am besten im Rahmen eines Testlaufes heraus. Hier sollten Sie den potenziellen Mitarbeiter bewusst mit Stresssituationen konfrontieren und seine Reaktionen ganz genau beobachten.

 

 

3. Fragen Sie nach dem Willen zu lebenslangem Lernen

Es gibt Bewerber, die mit ihrer aktuellen Kompetenz zufrieden sind und kaum Bereitschaft für Weiterbildung und Entwicklung zeigen. Gerade in einer Branche, die einer gewissen Schnelllebigkeit unterliegt und in der ein mitunter harter Konkurrenzkampf herrscht, ist jedoch auch der Drang nach Selbstoptimierung gefragt. Wissbegierige Bewerber, die vor modernen Einflüssen und Neuerungen nicht Halt machen, bleiben auch dann wertvoll für das Unternehmen, wenn die Zukunft mit Überraschungen aufwartet.

Erste Hinweise auf die Bereitschaft zur Weiterentwicklung kann die Bewerbungsmappe liefern. Finden sich hier bereits einige Nachweise über zusätzliche Seminare und Qualifikationen, spricht dies für eine solide Eigenmotivation. Potenzielle Bewerber, die gerade erst die Ausbildung abgeschlossen haben, können meist nicht mit einem solchen Portfolio aufwarten. In diesem Fall ist der beste Weg das direkte Kommunizieren eigener Vorstellungen.

 

 

4. Schaffen Sie ein kommunikatives Betriebsklima

Verfügen Sie bereits über Mitarbeiter, die sich in jeder Hinsicht auf ihren Job verstehen, sollten Sie ihnen ausreichend Gründe zum Bleiben bieten. In Ihrer Funktion als Arbeitgeber bleiben Sie daher stets dicht am Geschehen und geben konstruktives und wertschätzendes Feedback. Auch das Personal sollte regelmäßig Gelegenheit zur Äußerung eigener Ansichten und Wünsche haben. So wird der Wert des Einzelnen für das Unternehmen greifbar und der stetige Dialog ermöglicht ein stabiles und dennoch flexibles Teambuilding.

 

 

5. Betreiben Sie aktive Mitarbeiter-Motivation

Es gibt zahlreiche Wege das eigene Servicepersonal zu motivieren. Sich hierbei ausschließlich auf besondere Belohnungen wie Leistungsprämien oder Gehaltserhöhungen zu konzentrieren, reicht laut karrierebibel.de jedoch nicht aus. Motivation wird nämlich nicht nur von erreichbaren Zielen gespeist, sondern entsteht vor allem durch einen wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander.

Zeitweilige Ausflüge mit dem Personal, interne Feiern und offene Gesprächsrunden stärken die Bindung zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber. Ein einfaches Lob und eine positive Rückmeldung zwischendurch helfen Servicekräften ebenfalls dabei, ihre eigenen Leistungen zu erkennen und sich gerne für den Arbeitgeber anzustrengen.

 

 

6. Erschaffen Sie ein gesundes Arbeitsumfeld

Wie zufrieden das Servicepersonal ist, ist nicht nur eine Frage des persönlichen Umgangs miteinander. Auch die Ausstattung des Betriebes und die Arbeitskleidung spielen eine entscheidende Rolle. Achten Sie daher auf die Gestaltung eines möglichst ergonomischen und komfortablen Arbeitsumfeldes mit funktionsfähigen und vor allem hilfreichen Utensilien.

Das Servicepersonal sollte sich frei bewegen können und selbst nach langen Tagen nicht unter Überlastung und Schmerzen leiden. Es kann sich lohnen, bei der Einrichtung Expertenmeinungen einzuholen. Kompetente Beratung rund um ein funktionales und angenehmes Arbeitsumfeld bieten spezialisierte Gastroshops wie Gastro Germany an. Dies schützt Sie vor nachträglichen Umbaumaßnahmen, die häufig sehr kostenintensiv sind.

 

 

7. Lassen Sie bei der Dienstplanung Fairness walten

Mitarbeiter, die keine Möglichkeit zur Erholung haben, verlieren über kurz oder lang ihre Motivation. Und selbst wenn sie ihren Job weiterhin lieben, geht durch eine mangelhafte Planung der Arbeitszeit wertvolle Energie verloren.

Achten Sie daher darauf, Ihre Mitarbeiter so einzusetzen, dass zwischen den Schichten genügend Erholungszeit besteht und bemühen Sie sich um die Berücksichtigung persönlicher Wünsche. Gerade letzteres gelingt selbstverständlich nicht immer zur Zufriedenheit aller. Werden Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber bei der Verbindung von Privatleben und Job jedoch unterstützt, wirkt sich das in jedem Fall positiv auf deren Arbeitsleistung und Freundlichkeit aus.

 

 

8. Werben Sie für sich als Arbeitgeber

Die Ausschreibung freier Stellen ist nicht die einzige Möglichkeit, neues und vor allem fähiges Personal zu finden. Viel besser ist es, wenn Sie sich als Arbeitgeber einen guten Namen machen und dafür sorgen, dass Ihre Angestellten positiv über ihren Job sprechen. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich fähige Servicekräfte von ganz alleine bei Ihnen melden und nach vakanten Stellen fragen. So sparen Sie sich lange Vorstellungsrunden und die oft mühsame Durchsicht zahlloser Bewerbungen.

Kommen neue Mitarbeiter nach der Empfehlung eines Ihrer Angestellten in das Unternehmen, hat das außerdem einen weiteren Vorteil: In der Regel kennt sich das Personal dann bereits untereinander, was die Chance auf ein angenehmes Betriebsklima erhöht. Ein gut funktionierendes Team wird mehr Freude am Job ausstrahlen und den Gästen einen besseren Service bieten.

 

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/kellnerin-der-kellner-restaurant-2376728/

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