Unternehmensplanung im Franchise-Glossar Zur Definition von Zielen sowie Festlegung von Maßnahmen und Zeitplänen

Was ist eigentlich eine Unternehmensplanung?

Die Unternehmensplanung beinhaltet die gedankliche Vorwegnahme und Gestaltung zukünftiger Strukturen und betriebsrelevanter Verfahrensweisen anhand vorgegebener Kennzahlen.

Sie stellt eine Kernaufgabe von Management und Controlling dar.

Planerische Maßnahmen und Tools

Die Arten der Unternehmensplanung lassen sich nach dem Planungszeitraum (Planungshorizont) sowie dem Inhalt/Thema der Planung unterscheiden.Zur Unternehmensplanung gehören alle planerischen Maßnahmen und Tools, die die weitere Entwicklung eines Unternehmens und seinen Erfolg so weit wie möglich erkennbar und steuerbar machen sollen. Je komplexer die Größe und Struktur eines Unternehmens ist, desto unverzichtbarer erscheinen die Planungen. Die Unternehmensplanung basiert auf vorgegebenen Kennzahlen und definierten Unternehmenszielen. Sie gehört zu den Hauptaufgaben von Management und Controlling, denn sie unterstützt die Unternehmensführung und bildet die Basis für ihre Entscheidungen. 

Unternehmensplanung nach Zeiträumen:

  1. Operative Planung: Die operative oder kurzfristige Planung peilt Ziele innerhalb eines Jahres an
  2. Taktische Planung: Die taktische oder Mittelfrist-Planung beschäftigt sich mit den nächsten zwei bis fünf Jahren
  3. Strategische Planung: Hier dienen die übergeordneten, langfristigen Unternehmensziele oder Visionen als Leitlinien

Als Ergebnisse der operativen Planung gelten zum Beispiel Produktionspläne, Beschaffungspläne, Vertriebspläne, Personalpläne oder Budgetpläne für Kostenstellen. Ihre Ziele sind meist monetär und lauten z.B. Gewinnmaximierung oder Steigerung des Deckungsbeitrages. In der strategischen Planung kommen Mittel wie die Balanced Scorecard zum Einsatz, die mithilfe von Kennzahlen die Schritte der Umsetzung steuert.

Unternehmensplanung nach Thema:

  • Die Budgetplanung stellt die zu erwartenden Einnahmen und Erlöse des definierten Zeitraumes den erwarteten Kosten und Ausgaben gegenüber
  • In der Bilanzplanung wird die Vermögenssituation am Ende der Planungsperiode prognostiziert
  • Die Investitionsplanung ermittelt den Kapitalbedarf für das Anlagevermögen und verrechnet ihn mit den Kosten wie etwa für die Tilgung und Verzinsung von Investitionskrediten
  • Die Finanzplanung fasst alle Posten zusammen, die zur Unternehmensfinanzierung gehören – u.a. Investitionsplan, Umsatz- & Kostenplan sowie Liquiditätsplan

Vorteile der Unternehmensplanung im Franchising

Die Unternehmensform Franchising zeichnet sich unter anderem durch eine weitgehende Arbeitsteilung aus. Die Franchise-Zentralen übernehmen viele administrative Tätigkeiten, um den Franchise-Nehmer-Betrieben einen schnelleren Einstieg ins System und mehr Kapazität und Schlagkraft für das Kerngeschäft zu ermöglichen – Verkauf und Service am Kunden. Viele Bereiche der Unternehmensplanung sind besser plan- oder vorhersehbar, da innerhalb eines Systems schon mehrmals identisch aufgebaute Unternehmen gegründet wurden und sich erfolgreich etabliert haben. Es ist üblich bzw. weit verbreitet, dass die Franchise-Geber ihre Partner in der Investitionsplanung, bei der Erstellung von Umsatz- und Kostenplänen oder der Liquiditätsplanung unterstützen oder ihnen Vorlagen bieten. Auch bestehende Bankkontakte oder Leasing-Verträge helfen Franchise-Nehmern bei der Gründungsfinanzierung oft weiter.

Autor:

FranchisePORTAL-Redaktion
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