Quereinsteiger im Franchise-Glossar Fachfremder Hintergrund vieler Selbstständiger und Franchisenehmer

Was ist ein beruflicher Quereinsteiger?

Als Quereinsteiger gelten im Berufsleben Personen, die in ein neues, fremdes Tätigkeitsfeld wechseln. Ein häufig benutztes Synonym ist Seiteneinsteiger. Für den neuen Beruf oder die neue Branche bringen die Quereinsteiger nicht die typische oder herkömmliche Ausbildung oder den Studienabschluss mit.

Wer ist ein Quereinsteiger - typischerweise?

Bei Quereinsteigern handelt es sich oft um Personen, die für eine berufsfremde Tätigkeit ein besonderes Talent besitzen oder in Randbereichen ihres bisherigen Berufes Erfahrungen gesammelt haben. Beispiel: der Fußballprofi, der zum erfolgreichen Vereins-Manager avanciert. Häufig entwickeln Quereinsteiger aus ihrem bisherigen Hobby eine Geschäftsidee, um sich als Existenzgründer selbstständig zu machen.

Unternehmen können prinzipiell jeden Quereinsteiger einstellen – unabhängig von seiner Qualifikation und von ihrem Kerngeschäft. Oft geschieht dies gezielt, um ergänzendes und bereicherndes Know-how ins Unternehmen zu holen. Ein Beispiel hierfür ist der erfolgreiche Vertriebs-Profi aus dem Großhandel, der seine Kenntnisse und Fähigkeiten in Sachen Werbung, Akquisition und Kundenpflege als Quereinsteiger in ein Industrieunternehmen einbringt.

Welche Jobs kann ein Quereinsteiger bekleiden?

Jeder Quereinsteiger kann ungeschützte Berufsbezeichnungen verwenden wie Journalist, Redakteur, Grafik-Designer, Schauspieler, Politiker, Moderator, aber auch Vertriebsleiter oder CRM-Manager.

Eine Ausnahme gilt für rechtlich geschützte Berufsbezeichnungen wie Arzt, Tierarzt Psychotherapeut, Rechtsanwalt, Konditor, Uhrmacher, Sanitärinstallateur oder Steuerberater. Hier liegt bei Fehlen entsprechender Prüfungs- und Ausbildungsnachweise, Abschlüsse oder IHK-/HWK-Zulassungen ein strafbarer Titelmissbrauch vor.

Quereinsteiger – die „typischen“ Franchisenehmer

Warum bevorzugen Franchisegeber oft Quereinsteiger bei der Auswahl ihrer Franchisenehmer?

  • Franchisesysteme agieren meistens in Marktnischen (z.B. Burger-Restaurant, Autoglas-Montage). Für diese fachlich sehr spezialisierten Tätigkeitsbereiche mit ihren stark standardisierten Arbeitsprozessen sind meist keine klassischen Ausbildungsgänge belegbar
  • Die stark standardisierten Arbeitsprozesse lassen sich in Grundausbildung und Aufbauschulungen sowie Seminaren vermitteln, welche die Franchise-Zentralen ihren Partnern bieten (siehe Know-how-Transfer)
  • Franchisegeber wünschen oft deshalb keine „Branchenprofis“, weil sie von Beginn an ihre prägende Kraft zur Standardisierung der Leistungen nutzen wollen. So könnte beispielsweise ein Profi-Koch die Marke und das Angebot der Systemgastronomiekette mit eigenen Rezeptideen verwässern
  • Im Anforderungs-Profil der meisten Franchisesysteme stehen Fähigkeiten und Eigenschaften wie Verkaufstalent, Kundenorientierung und Sozialkompetenz an erster Stelle. Da die Franchise-Zentrale ihre Franchisenehmer in zahlreichen administrativen Aufgaben unterstützt, können sie sich auf das Kerngeschäft - den Verkauf - fokussieren

Autor:

FranchisePORTAL-Redaktion
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