Public Relations im Franchise-Glossar

Public Relations (PR) wird üblicherweise mit Öffentlichkeitsarbeit übersetzt. Sie gehört zum Kommunikations- und Marketingmix, unterscheidet sich allerdings grundlegend von der Werbung. Die Werbung transportiert Botschaften überwiegend über bezahlte Medienpräsenzen wie TV-Spots oder Anzeigen – und ihr Ziel liegt zumeist darin, den Absatz zu steigern oder zu Handlungen aufzufordern (z.B. Sonderverkäufe, POS-Aktionen, Terminvereinbarung nach Direktwerbe-Briefen). Public Relations dient vor allem dazu, eine positive öffentliche Meinung zugunsten eines Unternehmens oder einer Institution zu erzeugen. Das Ziel heißt daher vor allem Imagebildung.

Public Relations „verkauft“ nicht, sie beeinflusst Meinungen

Wörtlich bedeutet Public Relations Bildung von Beziehungen (Englisch: Relations) zwischen dem Unternehmen und der Öffentlichkeit (Public). Streng genommen ist darunter allerdings Beeinflussung zu verstehen. Schließlich soll die PR vor allem das Ansehen der Marke stärken, indem sie Kommunikation im Sinne von Meinungsaustausch erzeugt und das Vertrauen des Marktes in das Unternehmen stärkt. In Konfliktsituationen soll sie Vertrauen zurückzugewinnen helfen (Krisen-PR). Daher ist eine offene, transparente und auf einen kanalisierten, aber „gefühlt offenen“ Meinungsaustausch ausgerichtete PR am glaubwürdigsten.

Pressearbeit? PR ist weitaus mehr

Public Relations wird oft fälschlich mit Pressearbeit verkürzt. Tatsächlich kann die PR die ganze Klaviatur der Interaktion zwischen Anbieter und Markt bedienen. Dazu gehört es z.B., Presseberichte, Fachbeiträge oder Gastbeiträge in Form von relevanten Nachrichten mit echtem Leser-/User-Mehrwert zu lancieren. PR-Verantwortliche oder -Mitarbeiter veranstalten oder unterstützen auch öffentliche Feste, laden zu Pressekonferenzen, Interviews und Diskussionsveranstaltungen ein, führen Sponsoring-Maßnahmen durch und bloggen oder posten in sozialen Netzwerken. Als Königsdisziplin der Public Relations wird aber traditionell der regelmäßige Kontakt zu Journalisten oder Bloggern und das Versenden von Pressemitteilungen oder (Multi)media-Mitteilungen betrachtet. Diese müssen professionell für die Medien wie Zeitungen oder Online-Informationsportale aufbereitet und thematisch relevant für die Zielgruppen sein. Zu achten ist auf eine möglichst sachliche statt werbliche Sprache und Aufmachung. Anders als Werbung kann Public Relations dafür „kostenlose“, also nicht buchungspflichtige Kanäle nutzen – vor allem die Medien.

Public Relations und Franchising

PR kann weltweit, national oder lokal organisiert werden. Während sich Franchisegeber vorwiegend auf überregionaler Ebene engagieren, konzentrieren sich Franchisenehmer idealerweise auf Kanäle wie die Lokalpresse, auf Vereine oder Veranstaltungen in ihrem Vertriebsgebiet. Franchisegeber lassen sich ihren Anteil an den Maßnahmen und Kosten ggf. durch Werbegebühren vergüten.

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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