Pflichten des Franchisenehmers im Franchise-Glossar

Da Franchising auf dem Prinzip der Partnerschaft beruht, haben sowohl Franchise-Nehmer als auch Franchise-Geber bestimmte Pflichten. Während sich beim Franchise-Geber viele Pflichten auch aus der deutschen Gesetzeslage und der Rechtsprechung ergeben, sind bei Franchise-Nehmern bzw. Franchise-Partnern die meisten Pflichten im Franchise-Vertrag geregelt. Allerdings gibt es auch für Franchise-Nehmer vertragsimmanente Pflichten , die nicht explizit definiert werden müssen, sondern sich aus dem bestehenden Rechtsrahmen ergeben.

  • Absatzförderungspflicht: Der Franchise-Nehmer ist gehalten, sich nachhaltig um das Wachstum seines Franchise-Betriebs zu bemühen und den Absatz der systemspezifischen Waren oder Dienstleistungen zu fördern.
  • Einheitliches Auftreten: Franchise-Nehmer müssen in der Regel die Vorgaben der Unternehmens-Identität des Franchise-System einhalten (Corporate Identity). Dazu zählen vor allem die Umsetzung eines einheitlichen Designs (Corporate Design) und die Einhaltung von Vorgaben in den Bereichen Kommunikation und Marketing.
  • Qualitätswahrung und -sicherung : Franchise-Nehmer sind in der Regel verpflichtet, vom Franchise-Geber definierte Qualitätsstandards zu wahren und Prozesse gemäß systemweiter Vorgaben auszuführen.
  • Reputations- und Interessenswahrung: Franchise-Nehmer werden meist vertraglich dazu verpflichtet, den Ruf des Franchise-Systems in keiner Weise zu beschädigen und zum positiven Image des Systems beizutragen. Selbst im Falle gerichtlicher Auseinandersetzungen dürfen Franchise-Nehmer oft nicht an die Öffentlichkeit gehen, weil dies als Rufschädigung interpretiert werden kann. Auch der Ethikkodex des DFV betont die Verpflichtung zur Reputationswahrung. Darüber hinaus ist der Franchise-Nehmer dazu verpflichtet, ganz allgemein den berechtigten Interessen seines Systemgebers zu dienen.
  • Informationspflicht: Franchise-Nehmer müssen dem Franchise-Geber in der Regel nachprüfbare wirtschaftliche Daten zukommen lassen oder die Geschäftsunterlagen einsehen lassen. Insbesondere, wenn umsatzabhängige Franchise-Gebühren erhoben werden. Auch der Zugang zu den Räumlichkeiten des Franchise-Betriebs müssen Franchise-Nehmer ihren Franchise-Gebern oft gewähren.
  • Know-how-Schutz: Franchise-Nehmer müssen in der Regel das Know-how, das ihnen vom Franchise-Geber bereit gestellt wird, schützen und sind verpflichtet, dieses Wissen weder während noch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses an Dritte weiterzugeben.

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