Notfallplan im Franchise-Glossar Wie sich Franchise-Nehmer im Netzwerk absichern

Unter Notfallplan lassen sich Strategien und Maßnahmen zusammenfassen, mit denen sich Franchise-Unternehmer gegen die wirtschaftlichen Folgen von Unglücksfällen absichern. Notfälle sind Situationen, mit welchen der Unternehmer unverschuldet konfrontiert wird, beispielsweise Tod, Krankheit, Berufsunfähigkeit, höhere Gewalt oder Naturkatastrophen. Einen Notfallplan gegen wirtschaftliches Scheitern gibt es nicht, da jeder Franchise-Unternehmer das ökonomische Risiko eigenverantwortlich trägt.

Bestandteile von Notfallplänen:

  • Der Notfallordner oder Notfallkoffer, den jeder Franchise-Betrieb führen bzw. bereithalten sollte. Er legt die Interims-Geschäftsführung fest, gibt dieser den Einblick in alle aktuellen Geschäftsvorgänge und Daten und ermöglicht so die die Aufrechterhaltung des Betriebes (ggf. bis zur Regelung der Nachfolge. Siehe auch Übertragungsmöglichkeit)
  • Die finanzielle Absicherung des einzelnen, in Not geratenen Franchise-Partners im Netzwerk nach dem Solidaritätsprinzip

In einem Video für FranchisePORTAL definiert der Franchise-Unternehmensberater Eugen Marquard den Notfallplan ausschließlich unter dem Aspekt der finanziellen Absicherung. Im Netzwerk können sich die Franchise-Nehmer gegenseitig unterstützen und dem gefährdeten Betrieb entsprechende Zuwendungen zukommen lassen. Dies unterscheidet Franchise-Partner von Einzelunternehmern, die in vergleichbaren Notfällen zumeist alleine dastehen, wie der Fachmann meint. In größeren Franchise-Systemen sind laut Eugen Marquard spezielle Notfall-Fonds zur finanziellen Unterstützung üblich. In sie zahlt jeder Netzwerk-Betrieb ein. Über die Vergabe der Mittel wird häufig in Gremien wie dem Franchise-Nehmer-Beirat entschieden.    

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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