Liquidität im Franchise-Glossar

Unter der Liquidität versteht man die Mittel, die ein Unternehmen benötigt, um seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit und in vollem Umfang nachkommen zu können. Zahlungsverpflichtungen bestehen zum Beispiel gegenüber Lieferanten oder Mitarbeitern oder in Haftungsfällen gegenüber Kunden. In Franchise-Unternehmen sind auch die fälligen Franchisegebühren oder Werbegebühren mit zu berücksichtigen.

Bei der Liquidität wird unterschieden zwischen:

  • Liquidität ersten Grades: Verhältnis zwischen flüssigen Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Liquide Mittel 1. Grades sind u.a. Bargeld, Schecks, Kassenbestände, Kontokorrent-Guthaben
  • Liquidität zweiten Grades: Verhältnis zwischen kurzfristigen Forderungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Liquide Mittel 2. Grades sind z.B. die Summen aus offenen Rechnungen, aber u.a. auch liquidierbare Wertpapiere
  • Liquidität dritten Grades: Verhältnis zwischen liquiden Mitteln (1. und 2. Grades) sowie Vorräten und kurzfristigen Forderungen. Die Summe aus 1 und 2 plus Vorräte bilden die liquiden Mittel 3. Grades

Liquidität kontra Rentabilität?

Es besteht auch ein Verhältnis zwischen der Liquidität und der Rentabilität. Je höher die liquiden Mittel im Unternehmen sind, desto geringer ist seine Rentabilität. Dennoch zählt die Sicherung der Liquidität zu den wichtigsten Managementaufgaben. Neben dem Investitionsplan z.B. für Existenzgründer oder dem Umsatz- und Kostenplan ist daher eine langfristige Liquiditätsplanung notwendig. Sie muss auch Engpässe wie z.B. schwache Auftrags- und Ertragssituationen oder größere, unbeglichene Forderungen berücksichtigen. Anderenfalls ist die Existenz des Unternehmens gefährdet.

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