Lean Management im Franchise-Glossar Schlanke Arbeitsprozesse machen Unternehmen produktiver

Unter Lean Management versteht man die Verschlankung von Arbeits- und Produktionsprozessen mit dem Ziel, die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu steigern. Die Grundlagen und die wichtigsten Lehren des Lean Management stammen aus dem Japan der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Vater des Lean Management gilt Taichii Ohno. Dem Toyota-Manager gelang es, das Unternehmen trotz knapper Ressourcen und fehlender Absatzmärkte zum rentabelsten Autohersteller der Welt zu machen. Heute helfen Lean-Management-Instrumente vor allem Unternehmen aus Staaten mit hohem Lohnniveau dabei, gegenüber der Konkurrenz aus Billiglohnländern wettbewerbsfähig zu bleiben.

Einige der wichtigsten Lean Management-Methoden:

  • Kanban: Herstellung bzw. Bereitstellung von Komponenten oder Baugruppen für eine Endmontage exakt nach Verbrauchsmeldungen mittels eines Ticket- oder Kartensystems (Kanban = japanisch für Karte) anstelle von Produktion auf Vorrat/Halde
  • Austaktung (Line Balancing): Harmonisierung von Taktzeiten einer Produktionslinie mit dem Ziel eines kontinuierlichen Produktionsflusses und der Zeitersparnis
  • S5: Methode zur perfekten Organisation jedes Arbeitsplatzes und jeder Ablage – u.a. mit dem Ziel von schnellerer Auffindbarkeit von Werkzeugen, Dateien oder Vorgängen und Erhöhung der Arbeitssicherheit (5S stehen für die fünf japanischen Begriffe für Aussortieren, Anordnung/Ergonomie, Sauberkeit, Standardisierung und Disziplin, die alle mit S beginnen)
  • Rüstzeit-Reduktion: Verkürzung von Maschinen-Rüstzeiten (Einrichtungszeiten) und Abbau der Maschinen-Stillstände – zum Beispiel durch optimierten Personaleinsatz, logistische Verbesserungen bei der Bestückung oder elektronische Maschinenlauf-Kontrollen
  • Wertstromdesign: Plan zur Verbesserung von Abläufen und Logistik zwischen Unternehmensabteilungen (etwa Produktion, Vertrieb und Administration)

Franchising beinhaltet wichtige Lean Management-Ansätze

Schlanke Organisationsformen gehören zu den Management-Regeln der Unternehmensform, siehe Besonderheiten im Franchising. Erstens sind die Produktionsprozesse meist hochgradig standardisiert und dadurch besonders „schlank“. Zweitens wird durch die Arbeitsteilung im Franchising ein Großteil der nicht produktiven Tätigkeiten wie Einkauf, Verwaltung, Marketing oder häufig auch Rechnungswesen von der Zentrale übernommen. Aus Sicht eines Franchisenehmers ist dies mit Outsourcing gleichzusetzen: Er kann sich auf produktive und umsatzbringende Tätigkeiten wie Vertrieb und Kundenservice fokussieren.

Autor:

FranchisePORTAL-Redaktion
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