Know-how-Transfer im Franchise-Glossar Wissensvermittlung und Know-how-Dokumentation im Franchising

Der Transfer von Know-how gehört zu den wichtigsten Bausteinen einer Franchise-Partnerschaft. Beim Franchising „multipliziert“ ein Franchise-Geber sein Geschäftsmodell auf Partnerbetriebe. Dafür ist es notwendig, dass er den Partnern sein Wissen und seinen Erfahrungsschatz zur Verfügung stellt.

Der Grund: Die Partner übernehmen nicht nur die Produkte und Dienstleistungen oder den äußeren Aufritt samt Marke und Corporate Design, wie es auch bei Lizenzsystemen üblich ist. Auch die Arbeits- und Geschäftsprozesse sind an jeden Partner identisch zu „übertragen“.

 

 

So funktioniert Know-how-Transfer: Schulungen, Seminare, Erfahrungsaustausch und Systemhandbücher

Erste Einzelheiten des Know-how-Transfers können bereits Teil der vorvertraglichen Aufklärungspflicht des Franchise-Gebers gegenüber einem potenziellen Franchise-Nehmer (z.B. einem Existenzgründer) sein. Denn Letzterer benötigt bereits relevante Informationen über das System, um sich für einen Einstieg und eine Investition zu entscheiden.

Die Grundlagen des Systems wie Produktion, Prozesse oder Serviceleistungen vermittelt der Franchise-Geber seinen Partnern und deren Mitarbeiter in der Grundausbildung. Diese findet meist als Präsenzschulung in der Franchise-Zentrale oder einem Pilotbetrieb statt, wird immer häufiger aber auch durch Intranet-Inhalte wie etwa Video-Tutorials samt Prüfungsfragen/-tests ergänzt. Zu den typischen Merkmalen des Franchising gehört es, dass die Arbeitsprozesse standardisiert sind. Daher können sich auch Quereinsteiger das notwendige Wissen in kurzer Zeit aneignen (zu den wichtigsten Qualifikationen bei der Auswahl der Partner zählt in den meisten Systemen Verkaufstalent und weitaus seltener Fach- oder Branchenwissen).

Mit weiteren Schulungsmaßnahmen und Fortbildungen geben Franchise-Systeme ihren Partnern die Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern und zu aktualisieren. Zu diesen Maßnahmen und Bildungsangeboten gehören beispielsweise Seminare oder Webinare, Besuche durch Partnerbetreuer sowie der Erfahrungsaustausch auf den sogenannten Erfa-Tagungen.

Eine weitere unverzichtbare Säule des Know-how-Transfers sind die Systemhandbücher. In diesen Know-how-Dokumentationen wird das gesamte erforderliche Wissen - von der Philosophie über die Strategie bis hin zu den täglichen Arbeitsschritten - für eine erfolgreiche Zusammenarbeit erfasst. Mehr über die Bedeutung der Know-how-Dokumentation im Franchising bietet dieser Fachartikel aus dem Bereich Know-how für Franchise-Geber.  

 

 

Know-how der Franchise-Systeme für die eigene Gründung nutzen

Hat Sie das Konzept des Know-how-Transfers begeistert? Kein Wunder, schließlich ist so eine der konsequentesten Formen der Expansion möglich: Franchising. Vielleicht passen ja auch Franchise- oder Lizenzsysteme zu Ihren Gründungs-Vorstellungen?

 

 

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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