Gründungsideen im Franchise-Glossar

Wer hat die erfolgreichsten Geschäftsideen?

Wie aber findet ein Gründungswilliger „seine“ Geschäftsidee mit sicherem USP? Anregungen bieten zum Beispiel Messen oder Gründerwettbewerbe, aber natürlich auch Unternehmensberatungen mit Fokus auf Gründungen. Eine Plattform für Unternehmensgründer kürte die zehn erfolgreichsten Start-ups der Jahre 2014 und 2015 aus über 100 Gründerwettbewerben. Ganz vorne lagen dabei: der Anbieter eines Mikroskops für das Innere lebender Zellen, der Schöpfer einer App für Lebensmittel mit nahendem Mindesthaltbarkeitsdatum sowie der Hersteller von Spielzeug nach Kinderzeichnungs-Vorlagen. Was all diese Ideen vereint, ist das Hochspezialisierte: Nicht als Generalist, sondern nur in der Marktnische haben Start-up-Unternehmer eine realistische Chance.

Das A und O für jeden Unternehmer ist die Orientierung am Bedarf seiner Kunden. Und wer für Sie beispielsweise als Problemlöser auftreten möchte, erfindet möglicherweise eine neue Art von Tagesmutter, die Cityhopper-App oder den Personal Shop Assistant von morgen. Auch Bestehendes ergänzen, erneuern oder einfach „besser“ machen kann funktionieren – Beispiele sind Franchise-Ideen wie der Donut-Foodtruck, das Coffee-Bike oder der erste Schwimmkurs nur für Neugeborene. Es darf nur nicht zu kompliziert und das Produkt schwer erklärbar werden. Auch nicht jede „Geschäftsidee aus dem Urlaub“ setzt sich in jedem Markt und der Mentalität seiner Menschen durch. So wurde die asiatische Fahrrad-Rikscha ein Erfolg in deutschen Städten. Doch der Tütenpack-Service in Supermärkten à la USA setzte sich hierzulande nie durch.

Franchising zeigt: Ideen duplizieren ist möglich – mit Erfolg

Nachmachen geht nicht? Geht doch. Franchising macht Duplizieren möglich und bietet einige entscheidende Vorteile für Gründer. Franchisenehmer „leihen“ sich eine Geschäftsidee gegen Gebühr, die an vielen anderen Standorten längst ihren Erfolg unter Beweis gestellt hat. Franchekonzepte basieren jedoch immer auf einem USP. Sei es das Schnitzel- oder Quiche-Restaurant mit Dutzenden Varianten eines äußerst günstigen Grundproduktes. Oder das Studio mit der exklusiv nur für Partner erlernbaren Rückentrainings-Methode – natürlich inklusive Gebietsschutz.

Geschäftsideen mit Franchising: die Börse für Erfolgskonzepte

Im Jahr 2013 zählte der deutsche Markt rund 1.000 Franchisesysteme mit durchschnittlich ca. 80 Franchisenehmer-Betrieben. In Österreich lag die Zahl der Systeme zur gleichen Zeit bei knapp 450, in der Schweiz bei rund 200. Allein über 300 erfolgserprobte Geschäftskonzepte bietet die größte virtuelle Messe im Franchising auf FranchisePORTAL: Hier suchen Franchisegeber neue Franchisepartner und vergeben exklusive Franchiselizenzen oder Masterlizenzen. Die Branchen reichen von Gastronomie über Fitness, Bauwesen, Fach- und Einzelhandel bis hin zu Handwerk, Erziehung/Pädagogik, Pflegedienstleistungen oder Internet-Business.

Viele Existenzgründer machen sich selbstständig, weil sie ihr eigener Chef sein möchten: frei in ihren Entscheidungen und ungebunden an Hierarchien. Ein Zauberwort für diese Menschen heißt Unternehmergeist. Sie eignen sich detaillierte Produkt- und Marktkenntnisse oft erst nach dem Entschluss zur Gründung an. Andere Firmengründer heben ein Unternehmen vor allem deshalb aus der Taufe, weil sie eine Geschäftsidee verwirklichen und mit ihrem Namen verknüpfen wollen. Ihre Motivation heißt Begeisterung und Identifikation mit ihrem Produkt und seiner Zielgruppe.

Die Geschäftsidee – ob eigenkreiert oder nicht – ist indes die wichtigste Voraussetzung, die ein Gründer mitbringen sollte. Wer ein austauschbares oder in seinem Markt bereits mehr als genug vorhandenes Produkt anbietet, hat kaum Chancen auf Erfolg. Das Produkt oder die Serviceleistung benötigt ein Alleinstellungsmerkmal (USP), damit der Kunde weiß, warum er nicht mehr bei der bereits bestehenden Konkurrenz kaufen soll. Dieses Alleinstellungsmerkmal kann sich an einer einzigartigen Eigenschaft manifestieren, die innovativ ist oder außergewöhnliche Qualität offenbart und das Angebot damit konkurrenzlos erscheinen lässt. Eine weitere Möglichkeit für einen USP ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das heißt, der Anbieter erbringt die gleiche Leistung für weniger Geld oder mehr für denselben Preis. Der dritte Weg zum USP kann über den Aufbau einer Marke erfolgen, der die Kunden eine höhere Loyalität entgegenbringen als den Mitbewerber-Marken. Solche Kundenbeziehungen aufzubauen benötigt allerdings zumeist viele Jahre und kommt für Marktneulinge kaum in Frage.

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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