Gründungsdarlehen im Franchise-Glossar

Gründungsdarlehen oder Gründungskredite sind Kredite, mit denen Banken die Gründungsfinanzierung unterstützen bzw. ermöglichen. Je nach Unternehmensform und Größenordnung können Gründungsdarlehen von Mikrokrediten in Höhen von etwa 4 bis 5.000 Euro bis hin zu Millionen-Zuwendungen reichen. Zusätzliche mögliche Finanzierungsquellen für Firmengründer sind staatliche Fördermittel oder Beteiligungen durch Investoren wie bei Joint Ventures oder Risikokapital (Venture Capital).

Gründungsdarlehen: die wichtigsten Voraussetzungen

  • Ein Finanzierungsplan mit genauen Angaben über den Finanzierungsbedarf sowie die zu erwartenden Einnahmen und Erlöse
  • Ein Businessplan mit einer genauen Definition der Geschäftsidee und der Marktaussichten sowie aller bei Gründung verfügbarer Geschäftszahlen
  • Ausreichend Sicherheiten v.a. in Form von Eigenkapital
  • Eine positive Schufa-Auskunft

Wofür benötigt man Gründungsdarlehen?

Gründungsdarlehen sind in der Regel unerlässlich, da die wenigsten Unternehmensgründer über ausreichend finanzielle Eigenmittel verfügen. Diese Mittel benötigen sie um z.B. die für den Betrieb des Unternehmens notwendige Immobilien und Maschinen oder Geräte sowie Betriebsmittel, Wareneinkäufe oder Gehälter zu finanzieren, bis der Break-even-Point überschritten und notwendiges Kapital für die Fortführung des Betriebes angehäuft ist.

Im Franchising kommen i.d.R. noch weitere Kostenfaktoren hinzu: die Eintrittsgebühr, die Franchisegebühren sowie komplette Ausstattungen etwa mit Handelsware schon ab dem ersten Betriebstag. Daher sind die meisten Gründer von Franchiseunternehmen umso mehr auf Darlehen angewiesen.

Was kosten Gründungskredite?

Die Kosten, die bei Krediten entstehen, sind vor allem der effektive Jahreszins sowie eventuell anfallende Kreditgebühren. Nicht zu den Kosten, aber zu den Belastungen durch Gründungsdarlehen zählen die Tilgungsraten. Gerade in der Gründungsphase können die regelmäßigen Rückzahlungen dem Unternehmen einen schmerzlichen Teil der benötigten Liquidität entziehen. Daher bieten zahlreiche Kreditinstitute auch sogenannte Förderdarlehen mit tilgungsfreien Jahren an.

Um sich die Kosten und Tilgungen aber teilweise oder gänzlich zu sparen, bevorzugen viele Franchise-Gründer – sofern sie können – die Finanzierung aus Mitteln des Eigenkapitals. In einigen Branchen stehen ihnen auch Gründungen ohne Eigenkapital, Franchise-Konzepte für wenig Geld, nebenberufliche Franchise-Gründungsmöglichkeiten oder Lizenzsysteme zur Wahl.

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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