Give-aways im Franchise-Glossar Werbegeschenke und ihre Wirkung

Im Siegeszug der Anglizismen fand das Wort Give-away Eingang ins Businessdeutsch und breitet sich auch in den Schreibweisen ohne Bindestrich aus (Giveaway, Give Away) sowie mit großem G und A (Give-Away). Das Franchise-Lexikon folgt weitgehend der Duden-Empfehlung, wonach Doppel-Anglizismen „Groß-Bindesrich-klein“ geschrieben werden – sprich Give-away so wie Know-how oder Start-up.

Synonyme für Give-aways sind Werbeartikel, Werbegeschenk, Streuartikel oder Werbemittel (wobei letzterer Begriff in der Werbebranche bisweilen auch als Synonym für Werbemedien verwendet wird).

Werbegeschenke sind Teil des Marketingmix und dienen vor allem der Kundengewinnung. Als „kleine Botschafter“ mit Firmenlogo, Corporate-Design-Elementen und ggf. dem Slogan tragen sie zur Vergrößerung des Bekanntheitsgrades des Werbenden bei. Sie wecken den Bedarf und bieten Kaufanreize – oder sie symbolisieren oder erklären die Geschäftsidee.

Give-aways von A wie Armband bis Z wie Zollstock

  • Beispiele für klassische Werbeartikel sind Armbänder, Feuerzeuge, Kugelschreiber, Kalender, Schlüsselanhänger, Tassen, Becher oder Süßwaren wie Gebäck oder Gummibärchen
  • Als praktische Handwerks-, Mobilitäts- und Haushaltshilfen können Zollstöcke Wasserwaagen, Parkscheiben, Eiskratzer, Erste-Hilfe-Sets, Trinkflaschen oder Fahrrad-LED-Strahler gelten
  • Viele – vor allem technisch orientierte – Unternehmen bieten elektronische Give-aways wie USB-Sticks, Ladegeräte, Kopfhörer, Taschenrechner oder Touchpens
  • Kinder freuen sich über Malbücher, Malkreide oder Stifte als Werbegeschenke

Give-aways unter konzeptionellen und steuerlichen Aspekten

Kategorisiert werden die Give-aways als „haptische Verkaufshilfen“. Handelt es sich beim Geschäftsmodell oder der Dienstleistung um etwas Abstraktes wie etwa eine Buchhaltungs-Software, bietet sich zum Beispiel ein Taschenrechner als Werbegeschenk an. Banken und Sparkassen verschenken nicht von ungefähr Spardosen.

Wer das passende Give-away für sein Unternehmen sucht, entscheidet sich je nach Sinn und Zweck für eines, das einmalig benutzt wird (z.B. Süßwaren, Reinigungstücher) oder Artikel wie Schlüsselanhänger oder Zollstöcke, die Kunden bisweilen jahrelang benutzen und beachten.

Steuerlich gelten Werbeartikel mit einem Wert von unter zehn Euro als Streuartikel und sind mit ihren Gesamtkosten einfach von der Steuer absetzbar. Bei teureren Artikeln ist zu beachten, dass ein einzelner Empfänger nur Werbegeschenke bis maximal 35 Euro Netto-Gesamtwert pro Jahr erhalten darf. Deshalb sollte bei der Planung von Give-Away-Aktionen ggf. der Steuerberater hinzugezogen werden.

Franchiser, die Give-aways produzieren

Franchise-Unternehmen nutzen nicht nur Werbegeschenke. Manche stellen sie auch her. So gibt es im Franchising Unternehmen für Werbetechnik und Drucksachen – wie z.B. 3D-Druck oder Printwerbung, aber auch für andere spezifische Werbeagentur-Leistungen.

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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