Existenzgründerseminar im Franchise-Glossar


Welche Kenntnisse werden in einem  Existenzgründerseminar vermittelt?

Ein Existenzgründerseminar ist eine Schulung für Personen, die sich selbstständig machen möchten. Das Existenzgründer-Seminar vermittelt Grundlagen zu Wissens- und Tätigkeitsfeldern von Unternehmern. Teilnehmer sind zumeist Arbeitnehmer, die mit diesen Themen noch nicht oder kaum in Berührung gekommen sind.

 

Wozu benötigt man ein Existenzgründerseminar?

Als Existenzgründer werden in der Regel Personen bezeichnet, die sich erstmals im Leben selbstständig machen. Wer den Schritt in die Selbstständigkeit unternimmt, benötigt Fachwissen und Erfahrung rund um Begrifflichkeiten wie Businessplan, Gewerbeordnung, Kleinunternehmerregelung, Umsatz- oder Körperschaftssteuer, Kontokorrentkonto, Unternehmensfinanzierung, Fördermittel oder auch Mitarbeiterführung. Kurzum: Wer ein Unternehmen gründet, muss Unternehmer werden lernen. 

 

Was vermittelt ein Existenzgründerseminar?

Zu den wesentlichen Inhaltspunkten in einem Existenzgründerseminar zählen:


Wo findet ein Existenzgründerseminar statt?

Die örtlichen IHK (Industrie- und Handelskammern) sowie HWK (Handwerkskammern) führen regelmäßig Existenzgründer-Seminare durch. Daneben gibt es auch private Träger wie etwa größere Consulting-/Unternehmensberatungs-Firmen.

 

Was kostet ein Existenzgründerseminar?

Manche Seminare werden kostenfrei angeboten, andere kosten zwischen 50 oder 100 Euro. Manche Kurse kosten wesentlich mehr.

 

Woran erkenne ich ein seriöses Existenzgründerseminar?

Ein Indiz für die Seriosität kann die Kursdauer sein. Die Mehrheit der IHK-Kurse dauert nur wenige Stunden. Andere Seminare gehen über drei oder mehr Tage. Längere Veranstaltungen vermitteln zumindest potenziell mehr und tiefere Inhalte. Weniger seriöse Existenzgründerseminare sind oft sehr oberflächlich. Die Dozenten spulen floskelhaft oder mantraartig und langweilig ihr Standard-Programm ab, wenig bleibt hängen. Andere Existenzgründerseminare bieten mangelhafte Lehrmaterialien. Manche „Dozenten“ möchten den Teilnehmern vor allem ihre Leistungen als selbstständige Unternehmensberater anbieten. Ein Tipp für Gründer: Informationen über die Person einholen, die das Seminar durchführt.

 

Muss ich ein Existenzgründerseminar besuchen?

Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung zum Besuch eines Existenzgründerseminars. Wer bereits kaufmännische oder unternehmerische Vorkenntnisse mitbringt – sei es aus einer früheren Selbstständigkeit oder einer Tätigkeit im Management –, benötigt möglicherweise kein Existenzgründer-Seminar. Es könnte jedoch sinnvoll sein, die Kenntnisse aufzufrischen, zumal sich rechtliche Regelungen geändert haben könnten. Oft machen Kreditgeber und Förderinstitute die Teilnahme an einem Existenzgründerseminar zur Auflage für die Kreditfreigabe, besonders dann, wenn Zweifel an den unternehmerischen und kaufmännischen Erfahrungen bestehen.

 

Fazit:

Ein Fach, das Schulen leider nicht anbieten! Ein Existenzgründerseminar vermittelt Grundkenntnisse, jedoch nie das komplette Rüstzeug fürs Unternehmertum. Weiterhin nötig ist ein intensives Selbststudium oder individuelle Schulungen. Unverzichtbar für eine erfolgversprechende Existenzgründung mit möglich wenig riskanten Startfehlern ist ein erfahrener Unternehmensberater oder – für Franchise-Gründer – eine Franchise-Beratung. Die Berater helfen, Fehler zu vermeiden. Sie prüfen die Geschäftsidee auf Tragfähigkeit, planen die Finanzierung und bringen ihre Erfahrungen als zahlreichen begleiteten Gründungsprojekten ein. Für ihre Leistung können spezielle Fördermittel beantragt werden!

 

Zur Selbstprüfung:

Bin ich ein Unternehmertyp? Eigne ich mich für den Sprung in die Selbstständigkeit? Welches Wissen habe ich bereits – und wo besteht der größte Nachholbedarf?

Siehe:

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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