Existenzgründer im Franchise-Glossar

Was bedeutet eigentlich Existenzgründer?

Unter einem Existenzgründer versteht man eine Person, die sich beruflich selbstständig macht. Die Gründung kann in sieben Schritten zusammengefasst werden. Sie reichen von der Persönlichkeitsprüfung über die Aneignung von Gründerwissen, die Wahl der Unternehmensform, die Businessplan-Erstellung, die Begleitung durch Unternehmensberater und die Kreditverhandlungen bis hin zur Geschäftseröffnung.

In der Betriebswirtschaft stellt die Existenzgründung eine Unternehmensgründung dar. Üblicherweise wird der Begriff Unternehmensgründung jedoch eher für mittelständische Unternehmen (z.B. Kapitalgesellschaften) verwendet, während Kleinunternehmer oder Freiberufler meist als Existenzgründer bezeichnet werden.

 

Wer ist Existenzgründer?

Existenzgründer sind vorwiegend Angestellte, Hausfrauen oder Arbeitslose, die erstmals den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. In innovativen Branchen wie IT-Service, E-Commerce oder Internet-Agenturen ist zumeist von Start-up-Unternehmern die Rede. Unabhängig vom Alter der Person fällt auch oft die Bezeichnung Jungunternehmer.

 

Wie wird man Existenzgründer?

Wollten Sie sich schon immer Ihr eigener Chef sein und sich selbstständig machen? Sind Sie bereit, sich überdurchschnittlich zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen, Menschen zu überzeugen und sie zu führen? Lesen Sie hier, was Sie als Unternehmer wissen, kennen und können müssen. So starten Sie durch!

 

Erfolgreich gründen: in 7 Schritten zum eigenen Unternehmen

  1. Persönlichkeits-Check: Sind Sie ein Unternehmertyp?
  2. Existenzgründerseminar: Was Sie als Unternehmer wirklich wissen müssen
  3. Entscheiden Sie: Neu-Gründung, Franchise-Gründung oder Unternehmensnachfolge
  4. Von der Geschäftsidee zum erfolgreichen Geschäftskonzept: So entsteht Ihr Businessplan
  5. Gründung „absichern“: Unternehmensberater involvieren!
  6. Erste Hürde meistern: Aufs Bankgespräch gut vorbereiten!
  7. Vor der Geschäftseröffnung: Konten einrichten, Versicherungen abschließen

 

Schritt 1: Persönlichkeits-Check

Sind Sie ein Unternehmertyp? Seien Sie selbstkritisch. Als Existenzgründer haben sie keinen Nine-to-five-Job“ mehr. Sie werden sich 50, 60 oder mehr Stunden pro Woche engagieren müssen. Vernachlässigen Sie trotzdem nicht Ihr Privatleben: Nichts ist demotivierender, als dass die Partnerschaft Ihr Gründungsvorhaben nicht mitträgt.

Konnten Sie schon immer gut verkaufen, Menschen überzeugen und begeistern? Dies ist Ihre vielleicht wichtigste Qualifikation als Unternehmer. Eine weitere heißt: Organisationstalent. Können Sie sich und Ihre Arbeit gut strukturieren? Auch und erst recht, wenn Sie viel um die Ohren haben? Beherrschen Sie Zeitmanagement?

Last but not least: Sind Sie von Ihrer Geschäftsidee vollkommen überzeugt? Sind Sie ein Mensch, der sich bisher von Rückschlägen nicht entmutigen ließ, erfolgreich „weitergekämpft“ und Ziele erreicht hat?

Sollten Sie sich selbstständig machen? Führen Sie den Selbsttest durch. Hier finden Sie unsere Persönlichkeits-Checkliste für Existenzgründer.

 

Schritt 2: Existenzgründerseminar. Was Sie als Unternehmer wirklich wissen müssen

Wie führt man ein Unternehmen? Welche Rechtsformen für Existenzgründer gibt es? Als Unternehmer brauchen Sie Kenntnisse aus den Bereichen Kaufmännisches, Betriebswirtschaft, Management und Rechtsformen, die Sie als Arbeitnehmer kaum oder nur marginal erworben haben dürften. Eine erste Einführung bieten Existenzgründerseminare. Mehr dazu finden Sie hier.

 

Schritt 3: Neu-Gründung, Franchise-Gründung oder Unternehmensnachfolge - Entscheiden Sie!

Haben Sie die brillante Geschäftsidee, bei der Sie wissen, Sie haben die Nase vorn vor der Konkurrenz? Möchten Sie unter Ihrem eigenen Namen gründen, Ihre eigene Marke etablieren und Ihre Entscheidungen ganz souverän treffen, ohne dass andere mitreden? Gründen Sie Ihr eigenes Einzel-Unternehmen. Bedenken Sie aber auch: Um ausreichend Kapital zu beschaffen, können Beteiligungen vonnöten oder vorteilhaft sein.

Möchten Sie Ihr Unternehmen mit einem erprobten Geschäftskonzept gründen? Franchising bietet Ihnen die Chance dazu. Hier finden Sie Franchise-Systeme, die zurzeit auf der Suche nach Partnern sind, welche ihr Geschäftsmodell in einem noch freien, exklusiv geschützten Vertriebsgebiet umsetzen. Bedenken Sie: Als Franchisenehmer sind Sie wirtschaftlich vollkommen selbstständig und müssen den Firmenaufbau komplett selbst stemmen. Trotzdem unterliegen sie den Weisungsbefugnissen Ihres Franchisegebers. Franchisenehmer sind „besondere“ Unternehmer. Team- und Netzwerk-Fähigkeit sind wichtig.

Sind Sie ein Franchisenehmer-Typ? Laden Sie unser eBook herunter„Die wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Franchise-Nehmer“!

Haben Sie schon einmal über eine Unternehmensnachfolge nachgedacht? In der alternden Gesellschaft gibt es ein Überangebot an Unternehmen (z.B. Familienbetrieben), die einen „neuen Chef“ suchen! Ihr Vorteil: Sie übernehmen einen etablierten Betrieb mit Kundenstamm und erfahrenen Mitarbeitern. Die Nachteile liegen in der schwierigen Errechnung eines realistischen Kaufpreises (was ist ein Unternehmen wirklich wert?) und in der Tatsache, dass Sie sich in ein bereits bestehendes System einfügen.

 

Schritt 4: von der Geschäftsidee zum erfolgreichen Geschäftskonzept. So entsteht Ihr Businessplan.

Möchten Sie so fachmännisch gründen wie Sie arbeiten? Für Ihre Gründung mit Perspektive benötigen Sie einen professionellen Businessplan. Im Businessplan wird aus ihrer Geschäftsidee ein konkretes Konzept. Sie beschreiben detailliert Produkt oder Dienstleistung, grenzen die Zielgruppe ein, fügen Ergebnisse Ihrer Marktanalysen ein, legen Ihre Unternehmensziele und Ihre Marketing-Strategie fest und – einer der wichtigsten Punkte: erarbeiten eine fundierte Finanzierungsplanung. Der Businessplan dient Ihnen als als Guideline für die Existenzgründung, den Geschäftsaufbau und die ersten drei Geschäftsjahre. Ganz wichtig: Nur mit einem überzeugenden Businessplan gewinnen Sie Geldgeber oder Partner!

 

Schritt 5: Gründung „absichern“: Unternehmensberater involvieren!

Haben Sie schon einmal ein Unternehmen aufgebaut? Wissen Sie, wie Sie Ziele und Strategien festlegen? Wie Sie einen Businessplan schreiben, vor Bankberatern auftreten, eine Geschäftseröffnung durchplanen und ein Unternehmen samt Mitarbeiter führen? Sicher nicht. Sie sind Profi in Ihrem operativen Geschäft, aber kaum als Existenzgründer. Hier kommt der Gründungsberater ins Spiel. Er begleitet Existenzgründungen täglich, sie sind sein Kerngeschäft. Rechnen Sie mit Honoraren im mittleren vierstelligen Bereich. Sie schützen Sie vor teureren Starter-Fehlern und juristischen Fallstricken. Wussten Sie, dass Sie sich die Berater-Leistungen durch Förderprogramme finanziell unterstützen lassen können?

 

Schritt 6: Erste Hürde meistern. Aufs Bankgespräch gut vorbereiten!

Welche Bank finanziert Existenzgründer?

Kommen wir zum nächsten Punkt: Finanzierung und Fördermittel. Ihr Businessplan steht. Sie kennen Ihren Kapitalbedarf an Eigen- und Fremdkapital. Sie wissen, welche Fördermittel Ihre Finanzierung unterstützen können. Ihr Gründungsberater hat Sie auf die Erwartungshaltung der Kreditgeber vorbereitet. Jetzt ist es an Ihnen, den ersten Punktsieg zu landen: Bereiten Sie sich akribisch auf das Bankgespräch vor. In Zeiten restriktiver Kreditvergabe – Stichwort Basel IV – erhalten nur die überzeugendsten Präsentationen den Zuschlag.

Übrigens:

Warum scheitern Existenzgründer? Am häufigsten nicht wegen Überschuldung, sondern wegen Unterfinanzierung. Siehe neben Bankkrediten und Fördermitteln auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Laden Sie das eBook herunter: „Alternative Finanzierungs-Instrumente - Überblick für den Mittelstand“

 

Schritt 7: Vor der Geschäftseröffnung – Konten einrichten, Versicherungen abschließen.

Welche Versicherungen für Existenzgründer brauchen Sie?

Können Sie mit Geld umgehen wie ein Kaufmann? Spätestens jetzt müssen Sie es. Trennen Sie Privat- und Geschäftskonten, eröffnen Sie mindestens ein Kontokorrentkonto. Behalten Sie Ihre Liquiditätsplanung im Blick. Entscheiden Sie sich für die passende Kranken- und Pflegeversicherung: Wägen Sie die Vor- und Nachteile der freiwillig gesetzlichen und privaten Krankenversicherung ab. Schließen Sie die Versicherungen ab, die Sie wirklich brauchen – und nur die! – von Betriebshaftpflicht über Firmenrechtsschutz bis hin zu Berufsunfähigkeit. Und jetzt: Stellen Sie Mitarbeiter ein.

Viel Erfolg als Existenzgründer!

Autor:

Jens Kügler
Jens Kügler
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