Zum Bereich für Franchisegeber
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Ratgeber
für Franchise-Interessierte

Wie finde ich den richtigen Franchisegeber?

Der Weg in die Selbstständigkeit ist für viele ein lang gehegter Traum. Doch oft fehlen eigene Konzepte oder die Angst vor einem Scheitern mit der eigenen Idee ist groß. Ein Franchiseunternehmen scheint für viele ein guter Kompromiss zu sein, denn eine Marke, Kunden, Marketingkonzepte, Erfahrung und vor allem die Grundidee stehen fest und haben sich an anderen Orten als erfolgreich bewiesen. In Amerika und Asien hat sich das Franchise Konzept schon lange bewährt und auch hierzulande steigen die Zahlen an Franchisenehmern auch außerhalb des gastronomischen Bereichs an.

Vor- und Nachteile eines Franchiseunternehmens

Wer einen Franchisevertrag eingehen möchte, sollte sich vorher über die Vor- und Nachteile bewusst werden. Franchisepartner gibt es in unterschiedlichen Branchen und viele von Ihnen sind an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert, die für beide Seiten positiv ist. Dennoch findet sich nicht für jede Idee ein passender Partner, der Ihnen gute Konditionen bietet. Folgende Vor- und Nachteile müssen Sie abwägen:

  • Pro: Die Zusammenarbeit mit einem Franchisepartner stärkt die Verhandlungsposition bei Banken. Sie beziehen sich auf ein bewährtes Konzept und haben einen starken Vertragspartner mit Erfahrung und Know-how an Ihrer Seite. Dies senkt das Risiko der Banken und Sie sind gewillt, höhere und schnellere Kredite zu vergeben. Da sich die Angebote der Banken für Franchisenehmer häufig unterscheiden, lohnt sich auch online ein Vergleich der verschiedenen Kreditanbieter.
  • Pro: Ausgaben für ein effektives Marketing verschlingen in der Anfangsphase nach einer Neugründung sehr viel Geld. Als Franchisenehmer profitieren Sie von dem guten Ruf der Marke, die sich schon etabliert hat. Weitere Marketingkosten werden auf mehrere Franchisenehmer verteilt.
  • Pro: Fortlaufende Unterstützung des Franchisepartners. Dieser steht Ihnen nicht nur bei der Planung und Eröffnung Ihres neuen Business zur Seite, Sie können ihn auch bei Fragen und Problemen kontaktieren und sich durch mehrere Meinungen absichern.
  • Kontra: Als Franchisenehmer sind Sie an das Image des gesamten Unternehmens gebunden. Dies ist ein großer Vorteil, aber nur, solange das Image keinen Schaden nimmt. Wird das Image Ihres Franchisepartners geschädigt, leiden auch Sie darunter. Zudem haften Sie für Produkte, die Sie selbst nur vertreiben.
  • Kontra: Franchisenehmer sind viele Jahre an den Franchisegeber gebunden. Ein vorzeitiges Austreten aus dem Vertrag ist nur schwer möglich.
  • Kontra: Während der langfristigen Bindung kann es vorkommen, dass Ihr Franchisegeber eine neue Geschäftspolitik verfolgt, die Sie nicht unterstützen möchten. Vertraglich sind Sie aber auch in dieser Situation gebunden.

Lohnenswerte Franchise-Branchen

Möchten Sie als Franchisenehmer arbeiten, beginnt zunächst die Suche nach einem geeigneten Partner. In welcher Branche Sie als Franchisenehmer tätig sein möchten, hängt von Ihrem eigenen Interesse, Ihrem Umfeld und den Investitionen ab, die Sie tätigen können. Zu den vier wichtigsten Branchen in Deutschland zählen Schnellrestaurants, Bildung bzw. Qualifikationen, Dienstleistungen und Fitnessstudios. In diesen Branchen haben sich viele Franchisepartner etabliert. Das heißt aber nicht, dass nur große Franchisegeber lukrative Angebote offerieren. Zum einen kann es bei großen Unternehmen mittlerweile vorkommen, dass der Markt gesättigt ist und keine weiteren Franchisenehmer gesucht werden, zum anderen sind kleine Franchisegeber oft an einer engeren und für beide Partner positiven Geschäftsbeziehung interessiert. Folgende Anlaufstellen helfen Ihnen, den passenden Franchisegeber zu finden:

1. Nationaler Franchiseverband

Eine gute Anlaufstelle für angehende Franchisenehmer ist der nationale Franchiseverband. Er vertritt sowohl die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Franchisegeber als auch der Franchisenehmer. Im Netzwerk des nationalen Franchiseverbandes finden Sie viele geprüfte Franchisegeber. Als Mitglied erhalten Sie außerdem Unterstützung von Beratern, die Verträge prüfen oder bei Problemen als Mentor agieren.

2. Die Suche in Franchiseportalen

Natürlich sind nicht alle Franchisegeber Mitglied in solch einem Verband. Seriöse Anbieter finden Sie auch auf Franchiseplattformen. Im Internet gibt es mehrere dieser Portale. Auf der Startseite der Portale werden meist bestimmte Vorschläge hervorgehoben. Um den für Sie passenden Partner zu finden, sollten Sie die Detailsuche verwenden, in der Sie direkt Branche, Höhe des Eigenkapitals und Eintrittsgebühren festlegen können. Je mehr Sie die Suche eingrenzen, desto schneller finden Sie einen passenden Franchisegeber. Neben der Suche im Internet können Sie auch in Printmedien nach geeigneten Partnern suchen. franchiseERFOLGE und das Verzeichnis der Franchisewirtschaft sind spezialisierte Magazine.

3. Erster Eindruck zählt

Wer sich auf die Suche nach einem geeigneten Franchisegeber begibt, sollte bei der Auswahl auf folgende Punkte achten: 

  • wirtschaftlicher Erfolg des Unternehmens
  • besitzt das Unternehmen klare Alleinstellungsmerkmale gegenüber möglichen Konkurrenten
  • Erfahrungen anderer Franchisenehmer des Unternehmens sind positiv
  • die Chemie beim ersten Kontakt mit dem Franchisegeber stimmt

Fallen Ihnen bei diesen Punkten während Ihrer Suche schon Ungereimtheiten auf, sollten Sie keinen Vertrag mit dem Unternehmen eingehen. Selbst wenn ein Unternehmen sehr erfolgreich ist, muss das nicht heißen, dass Sie mit einem Vertragsabschluss dauerhaft glücklich sind. Seien Sie sich bewusst, dass Sie in den nächsten Jahren mit Ihrem Gegenüber arbeiten müssen. Ist die Sympathie nicht vorhanden, kann das langfristig zu Problemen führen.

Kosten eines Franchiseunternehmens

Die Leistungsbestandteile eines Franchisegebers sind vielfältig und von hoher Qualität. Das Know-how, das Inventar, den Gebietsschutz, Marketingvorteile, Beratung und Unterstützung – all diese und noch mehr Vorteile überlässt Ihnen der Franchisegeber nicht kostenlos. Es gibt hier zwei Arten von Gebühren, die Sie an den Franchisegeber zahlen müssen:

Eintrittsgebühren

Bevor Sie mit Ihrem Franchise-Unternehmen starten können, müssen Sie eine einmalige Gebühr an den Franchisegeber entrichten. Dafür erhalten Sie Leistungen und Rechte des Franchisegebers. Diese Gebühren unterscheiden sich je nach Branche und Bekanntheitsgrad des Franchisegebers. Kleine bis mittlere Unternehmen verlangen eine Gebühr, die bei circa 5000 Euro beginnen und bis 100 000 Euro hochgehen kann. Große Unternehmen können aber auch mehrere hunderttausend Euro verlangen. Wenige Unternehmen verlangen keine Eintrittsgebühr, sondern verrechnen diese direkt mit dem Umsatz.

Laufende Gebühren

Für die fortlaufende Betreuung Ihres Unternehmens verlangt der Franchisegeber eine laufende Gebühr. Entweder zahlen Sie dem Franchisegeber einen vertraglich festgelegten monatlichen Fixbetrag oder, und dies ist häufiger der Fall, Sie beteiligen den Franchisegeber mit einem prozentualen Anteil am Umsatz. Darüber hinaus verlangen einige Unternehmen einen Werbekostenbeitrag bzw. Werbeumlage.

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