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So erhöhen Franchisenehmer ihr Kapital

(Bildquelle: Singkham - 249974521 / Shutterstock.com)

Franchising bietet Selbstständigen zahlreiche Vorteile. So können sie beispielsweise auf ein etabliertes Geschäftskonzept und ein hohes Maß an Know-how zurückgreifen, ohne hierfür selbst Entwicklungskosten zu tragen. Trotzdem wird für die Gründung und die spätere Führung des Unternehmens Kapital benötigt. Zu den wichtigsten Finanzierungsquellen zählen Kredite und öffentliche Förderprogramme. Aber auch auf ein ausreichend hohes Eigenkapital sollte geachtet werden.


Öffentliche Förderprogramme
Es empfiehlt sich, zunächst nach Förderprogrammen für das eigene Franchise-Vorhaben zu suchen. Die angebotenen Darlehen sind äußerst zinsgünstig. Zusätzlich erhalten Unternehmen in einigen Fällen sogar Zuschüsse, die später nicht zurückgezahlt werden müssen. Am geläufigsten sind die Programme der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Förderprogramme KFW

Weiterführende Informationen insbesondere zu den Zugangsvoraussetzungen und Verwendungszwecken der Darlehen finden Interessenten auf der Homepage der KfW. Hierüber sind sowohl die Gründerkredite der Bank als auch Darlehen für bestehende Unternehmen zu finden.


Kredite bei einer Bank aufnehmen
Nicht immer ist die Aufnahme eines Förderkredits möglich, denn einige Vorhaben sind nicht förderberechtigt oder werden von der KfW-Bank abgelehnt. Private Banken sind in ihrer Entscheidung deutlich freier. Franchisenehmer erhöhen ihr Kapital daher auch oft durch die Aufnahme eines klassischen Bankkredits. Einen Blankoscheck wird aber auch ein privates Kreditinstitut nicht ausstellen. Nur wer einen ausgereiften Businessplan vorlegen kann, erhält das benötigte Kapital. Gute Pläne zeichnen sich durch folgende Kriterien aus:

  • Klare Gliederung
  • Verzicht auf allgemeine Floskeln
  • Klare Darstellung des Kundennutzens
  • Ausführliche Kalkulation der Kosten
  • Begründete Auswahl des Standorts
  • Erläuterung, wie das Produkt oder die Dienstleistung an den Kunden gebracht wird
  • Angaben zum Unternehmer selbst


Der Businessplan hilft nicht nur dabei, überhaupt an den benötigten Kredit zu gelangen. Er hat auch einen Einfluss auf die maximal verfügbare Kreditsumme und die Zinshöhe. Der Plan sollte daher möglichst vom Unternehmer selbst erstellt werden. So kann auf alle Fragen der Bank zum Geschäftsmodell reagiert und nicht nur das Konzept eines externen Beraters vorgetragen werden. Ausführliche Informationen zum Businessplan und ausgezeichnete Beispiele hierzu stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf seiner Website zur Verfügung.


Ist der Plan erst erstellt, wird ein Gespräch mit der jeweiligen Bank vereinbart. Als Ansprechpartner eignet sich insbesondere die eigene Hausbank, aber auch andere privatwirtschaftliche Banken unterstützen Franchisenehmer. Die Kreditaufnahme kann alternativ vom Verband Deutscher Bürgschaftsbanken bereitgestellt bzw. vermittelt werden. Das senkt das Risiko für einzelne Banken und erhöht die Wahrscheinlichkeit der Kreditzusage für den Franchisenehmer.


Eigenkapital generieren
Wer Franchisenehmer werden möchte, muss in den meisten Fällen über Eigenkapital verfügen. Die Einstiegsgebühren sind sehr stark vom jeweiligen System abhängig und betragen im Schnitt etwa 5.000 bis 25.000 Euro. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt übersteigen diesen Wert meist. In der Praxis ist es gängig, dass mindestens 20 % der Gesamtinvestitionen vom Franchisenehmer in Form von Eigenkapital in das neue Projekt eingebracht werden.


Nicht nur Gründer, sondern auch bereits aktive Franchisenehmer müssen in einigen Fällen Eigenkapital vorlegen. Besonders bei Expansionsvorhaben ist das notwendig. Eigenkapital kann grundsätzlich aus verschiedenen Quellen stammen:

  • Private Ersparnisse des Franchisenehmers
  • Bereits erwirtschaftete Gewinnrückstellungen
  • Darlehen aus dem Verwandtenkreis
  • Kapital vom Mitgründer


Private Ersparnisse sind meist der größte Posten beim Eigenkapital. Dadurch gehen Franchisenehmer aber ein hohes Risiko ein. Etwas weniger risikoreich – zumindest aus persönlicher Sicht – ist die Verwendung bereits erwirtschafteter Gewinne. Allerdings können darauf nur Franchisenehmer zurückgreifen, die bereits einige Jahre aktiv tätig waren.


Darlehen aus dem Verwandtenkreis sind mit äußerster Vorsicht zu genießen und nur wenigen Franchisenehmern zugänglich. Das Kapital wird per privatem Darlehensvertrag an den Franchise-Nehmer ausbezahlt. Banken und der Franchisegeber werten das verfügbare Geld anschließend als Eigenkapital des Franchisenehmers. Zu berücksichtigen gilt, dass Kredite im Verwandtenkreis die persönliche Beziehung beeinträchtigen können.


Die Franchise-Gründung zu zweit reduziert die benötigten Eigenmittel für beide Unternehmer. Sie ist allerdings nicht bei allen Franchisegebern möglich. Zudem können Konflikte zwischen beiden Gründern entstehen, die einer erfolgreichen Geschäftsbeziehung hinderlich sind.


Nicht mehr als eine Option: Geld vom Franchisegeber
Die Mär von der Fremdfinanzierung des Franchise-Vorhabens durch den Franchisegeber hält sich hartnäckig, zählt aber zugleich zu den häufigsten Fehleinschätzungen angehender Franchisenehmer. Die Kostenkalkulation sollte stets unabhängig von einer etwaigen Finanzierung durch den Franchisegeber erfolgen, denn in den meisten Fällen gestaltet sich eine Investition in neue Projekte für den Franchisegeber risikoreich und daher nur wenig attraktiv, sie bleibt eine seltene Ausnahme, keinesfalls die Regel.


Gelangen Franchisenehmer dennoch in den unwahrscheinlichen Vorteil der finanziellen Unterstützung des Franchisegebers, dürfen diese sich über eine passgenaue Finanzierung freuen, die beispielsweise folgende Kostenpunkte abdeckt:

  • Mietzuschüsse
  • Lieferanten- und Warenkredite
  • Staffelung der Eintritts- und laufenden Gebühr


Über die obigen Aspekte kann mit dem Franchisegeber durchaus diskutiert werden. Auch große Weltkonzerne lassen sich teilweise auf individuelle Vereinbarungen ein. Besonders wenn der Franchisenehmer selbst als hochqualifiziert gilt, können Kompromisse erzielt werden. Grundsätzlich ist der Franchisegeber aber nicht verpflichtet, entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen.


Zusätzlich dazu unterstützt der Franchisegeber den Franchisenehmer bei der Generierung von Fremdkapital. Ein ausgereiftes Geschäftskonzept und die langjährige Zusammenarbeit mit einer bestimmten Bank sind vorteilhaft. Auch die Mitgliedschaft des Franchisegebers im Deutschen Franchise Verband (DFV) erleichtert die Kreditaufnahme spürbar.


Fazit: Den Finanzierungsmix nutzen 

Finanzierungsmix

Franchisenehmern bieten sich also zahlreiche Möglichkeiten, um das Kapital zu erhöhen. Die eine perfekte Variante existiert dabei nicht. Vielmehr sollte auf einen gesunden Mix aus Eigenkapital und Fremdkapital geachtet werden. Insbesondere Förderprogramme eignen sich für die Aufnahme von Fremdkapital. Der herkömmliche Bankkredit ist aber meist unbürokratischer zugänglich. Abschließend haben wir für Sie eine Grafik mit den 5 besten Möglichkeiten zusammengestellt, wie Franchisenehmer an Kapital kommen können:

5 Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung
 

Bild: 5 Tipps wie Franchisenehmer an Kapital kommen. Bildquelle: Eigene Darstellung
Bildquelle:
- Singkham - 249974521 / Shutterstock.com

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