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Selbstständig werden – auf diese Dinge sollten Gründer besonders achten

Der Entschluss ist gefasst: Endlich selbstständig werden. Die Existenzgründung sollte auch im Franchising jedoch planvoll angegangen werden, damit der Traum vom unabhängigen Arbeiten ohne Chef nicht gleich wieder zerplatzt. Es gibt viele Tücken, mit denen sich angehende Selbstständige herumschlagen müssen. Auch wenn die Euphorie groß ist: Unnötige Fehler können durch ein strukturiertes und planvolles Vorgehen meist vermieden werden. Ein Businessplan ist kein notwendiges Übel, sondern er schafft Sicherheit beim Einleiten der ersten Schritte in die Selbstständigkeit und spielt auch bei der Finanzierung des Geschäfts eine sehr wichtige Rolle.

Was gehört in einen Businessplan und wozu dient er?

Der Businessplan ist einer der zentralen Bausteine bei der Gründung, auf den Gründer besonderes Augenmerk legen sollten und entsprechend Zeit für die Erstellung aufwenden sollten. Wer einen Kredit und/oder einen Gründungszuschuss für die Selbstständigkeit beantragen will, wird um die Erstellung eines Businessplans ohnehin nicht herumkommen. Er ist jedoch kein Papier, dass nur für die Bank erstellt wird. Der Businessplan ist praktisch Gerüst und Leitplanke auf dem Weg in die Selbstständigkeit und bietet Gründern somit selbst eine Orientierung. Es gibt zwar keine Vorschriften, wie ein Businessplan konkret auszusehen hat, aber es gibt einen gewissen Mindestinhalt und eine Struktur, die sich bewährt haben. Der Aufbau des Businessplans könnte wie folgt aussehen: 

  • Executive Summary 
  • Vorstellung des Gründers bzw. des Gründerteams 
  • Geschäftsidee 
  • Analyse von Markt und Wettbewerb 
  • Unternehmensziele und Strategie 
  • Marketing 
  • Organisation, Rechtsform und Personalplanung 
  • Finanzplan 
  • SWOT-Analyse (Stärken und Schwächen- Analyse) 

Executive Summary

Anstatt wie in vielen deutschen Schriften, die Zusammenfassung und das Fazit hintenanzustellen, macht es sich viel besser, dieses dem nachfolgenden Kapiteln des Businessplans voranzustellen. In den ersten drei Sätzen sollte das zu gründende (Franchise-)Geschäft prägnant beschrieben und auf den Punkt gebracht werden, wie damit Geld verdient werden soll. 

Während der Businessplan sich im weiteren Verlauf auch mit Details wie der Eröffnung eines Geschäftskontos, die Wahl der Rechtsform oder Analysen des Marktes und der Konkurrenz befassen kann, muss das vorangestellte Executive Summary vor allem einprägsam sein und sollte daher auch nicht allzu lang verfasst werden. Auf diesem Vergleichsportal finden sich übrigens Angebote für Geschäftskonten. 

Ein Banker, der über einen Kredit entscheiden soll, oder ein anderer Kapitalgeber, interessieren sich schließlich dafür, wie sie ihr Geld wieder zurückbekommen. Auch der Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit, der über den Gründungszuschuss entscheiden soll, will sehen, dass es sich um ein durchdachtes Konzept handelt und braucht ein griffiges und schlüssiges Argument, um den Antrag auf Förderung positiv zu bescheiden. 

Vorstellung des Gründers beziehungsweise des Gründerteams

Kreditgeber oder andere Finanzpartner wollen sich ein Bild vom Gründer machen. Sie wollen wissen, über welche Erfahrungen der Gründer beziehungsweise das Team verfügt. 

Mit Erfahrungen ist nicht Erfahrung aus einer anderen Selbständigkeit gemeint, die meisten Gründer dürften keine haben, sondern beispielsweise Tätigkeiten und Verantwortungsbereiche aus dem vorangegangenen Beruf oder auch Inhalte des Studiums, die für die Verwirklichung der eigenen Idee relevant sein können. 

Die Vorstellung braucht jedoch nicht so detailliert sein, wie in einem Lebenslauf bei einer Bewerbung. Hobbys müssen also nicht aufgezählt werden. Es geht nur um im Zusammenhang mit der Gründung relevante Inhalte. 

Die Geschäftsidee

Auch wenn es lapidar klingt, die Definition und Beschreibung der eigenen Geschäftsidee bzw. des Franchise-Konzepts ist einer der Dreh- und Angelpunkte in einem Businessplan. Es soll Gründer geben, die bei der einfachen Frage, was sie eigentlich genau machen, ins Schlingern geraten. Gründer sollten sich also genau bewusst sein, was eigentlich ihre Idee ist und wie diese im eigenen Business umgesetzt wird. Auch hier geht es um eine klare und prägnante Formulierung, die zeigt, dass sich der Gründer völlig bewusst ist, was er eigentlich macht. Im Falle einer Franchise-Gründung liefert der Franchise-Geber hier wertvolle Unterstützung. 

Analyse von Markt und Wettbewerb

Das gilt auch hier: Die Markt- und Wettbewerbsanalyse hilft, sich seiner Risiken hinsichtlich des Marktes und der Konkurrenz bewusst zu werden und ist keineswegs nur eine theoretische Abhandlung. Wer einen Imbiss oder einen Franchise-Betrieb eröffnen will, sollte sich Gedanken über den Standort und die Konkurrenz machen und letztere vor allem kennen. 

Es geht um die Frage, was die Konkurrenz vielleicht besser oder nicht so gut kann und wie sich das eigene Geschäft von der Konkurrenz abhebt. Auch die Preisgestaltung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema. 

Unternehmensziele und Strategie

Natürlich ist es wichtig, dass Gründer von ihrer eigenen Idee bzw. dem Franchise-Konzept überzeugt sind. Die Idee an sich ist jedoch keineswegs in jedem Fall ein Selbstläufer. Gründer sollten sich klar machen, dass der Weg in die Selbstständigkeit steinig ist. Es gilt sich klar definierte Ziele zu setzen. 

Was sind die ersten Schritte, bis wann sollen sie erreicht werden. Welche weiteren Schritte sind später geplant, nachdem die ersten Ziele erreicht wurden. 

Die konkreten Ziele sollten jedoch realistisch sein, auf Fakten beruhen und auch so wiedergegeben werden. Das wiederum zeigt, dass sich der Gründer keine falschen Vorstellungen vom zukünftigen Erfolg des Unternehmens macht, sondern auf Basis einer realistischen Einschätzung der Geschäftsaussichten einen klaren Plan vor Augen hat. 

Marketing

Marketing für das eigene Unternehmen und die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen ist eines der wichtigsten Instrumente, um das Business voranzubringen. Jedes Geschäft lebt schließlich von zahlender und möglichst auch wiederkehrender Kundschaft. 

Flyer für Sonderaktionen zu verteilen ist das eine, zum Marketing gehört jedoch noch viel mehr. Es geht bei der Wahrnehmung bei den Kunden um Gefühle, die bei den Kunden ausgelöst werden. Gründer sollten sich daher genau überlegen wie sie ihr Geschäft und ihre Produkte präsentieren wollen und vor allem auch wissen, welche Zielgruppen sie ansprechen wollen. 

Dem Online Marketing kommt darüber hinaus eine besondere Bedeutung zu. Selbst ein kleines Ladengeschäft kann über das eigene Viertel hinaus Erfolg haben und seine Reichweite mit Online Marketing erheblich vergrößern. Gründer sollten sich nicht zu schade sein, gegebenenfalls einen Kurs für Online Marketing zu besuchen, um das gesamte Potenzial auszuschöpfen. 

Organisation, Rechtsform und Personalplanung

Die Organisation des Geschäftes und die Personalplanung sollte gut überlegt sein. Hier geht es vor allem um Effizienz. Selbst für einen Ein-Mann-Betrieb sind klare Abläufe des Geschäftsbetriebes wichtig, um effizient arbeiten zu können. Die Wahl der Rechtsform sollte ebenfalls gut überlegt werden und zum eigenen Business passen. 

Eine GmbH oder UG begrenzen beispielsweise die Haftung, benötigen jedoch Stammkapital, dass vorhanden beziehungsweise erarbeitet werden muss, währenddessen Mitglieder einer GbR oder Ein-Mann-Betriebe gegebenenfalls mit ihrem gesamten persönlichen Vermögen haften. 

Finanzplan 

Der Finanzplan ist einer der wesentlichen Bestandteile des Businessplan und auch zentrales Steuerungsinstrument nach erfolgter Gründung. Der Finanzplan sollte im Wesentlichen die geplanten Ein- und Ausgaben enthalten. Diese sollten möglichst auch detailliert aufgegliedert werden. Bei der Erstellung des Finanzplanes sollten die Erwartungen hinsichtlich der Einnahmen ebenfalls nicht zu hochgeschraubt werden. Die Ausgaben sollten dagegen nicht unterschätzt werden. Auch die Themen Steuern und finanzielle Absicherung des Gründers sind wichtige Punkte.

Gut ist es, wenn sich Gründer mehrere Szenarien - unter anderem auch einen worst und einen best case -überlegen, wie das Geschäft anlaufen könnte. Schließlich können nicht immer können alle Ziele gleich erreicht werden. Anhand des Finanzplanes können Gründer wie Finanzierer sehen, bis wann ein Betrieb überlebensfähig ist, wenn es einmal nicht so gut läuft, aber auch gleichzeitig das Potenzial erkennen, das in dem Business steckt. 

SWOT-Analyse

Die eigenen Stärken und Schwächen kennen ist wichtig, um das Business besser reflektieren und justieren zu können. Bei der SWOT-Analyse geht darum, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und einzuschätzen. So können sich Gründer von Anfang an auf die Stärken konzentrieren und versuchen die Schwächen zu minimieren sowie die daraus resultierenden (finanziellen) Risiken zu begrenzen.


Bildquelle: pixabay.com / stevepb

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