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Ratgeber
für Franchise-Interessierte

Rating als Chance für Franchise-Systeme

Autor: Guten Morgen, gerne informiere ich Sie über die Forderungen des Rating von Basel II. Ich bin gespannt auf Ihre Fragen. Los geht´s!

Leser: HALLO : MEINE FRAGE GIBT ES FRANCHISING VON VICTORIASECRET ?

Autor: Leider ist mir die Firma nicht bekannt.

Leser: Guten Morgen Herr Plappert, ich habe ein paar grundsätzliche Fragen: Worum geht es eigentlich bei Basel II und welchem Zweck dienen die neuen Ratings? Führen die Banken nicht schon lange Ratings durch?

Autor: Mit Basel II ist eine Neuregelung zur Feststellung der Kreditwürdigkeit festgelegt. Das Verfahren, um die Kreditwürdigkeit festzustellen, nennt man Rating. Ohne gutes Rating wird es zukünftig keine Kredite mehr geben, bzw. werden die Kredite mit höheren Zinsen belastet.

Leser: Hallo Herr Plappert, wird es dieselben Ratingklasssen in allen Kreditinstituten geben oder ist mit Unterschieden zu rechnen? Kann derselbe Kunde unterschiedlich eingestuft werden?

Autor: Nahezu alle Kreditunternehmen haben aus Wettbewerbsgründen unterschiedliche Ratingbewertungen. Konsequenterweise gibt es dadurch auch unterschiedliche Einstufungen.

Leser: VICTORIASECRET VON USA: EIN GANZ GROSSE GASCHÄFT IN USA ?

Autor: Ich kann Ihre Anfrage nicht beantworten.

Leser: Ich bin schon geratet und von der Bank als "ok" eingestuft. Wann habe ich zu befürchten, dass ich bei einer Anfrage bei der Bank keinen Kredit mehr bekomme?

Autor: Die Bewertungen vor 2007 nehmen noch keinen Einfluss auf die Vergabe, da die Regelung von Basel II erst dann gültig ist. Danach werden die Ergebnisse der Rating-Bewertung allerdings differenziert vorgenommen. Wenn Sie „ok“ sind, dürfen Sie Kreditzusagen erwarten, fragen Sie aber nach der weiteren Differenzierung ihrer Bewertung, denn davon hängt die Höhe des Kreditzinses ab.

Leser: GIBT ES ÜBERHAUPT MÖGLICHKEIT FRANCHISING VON BAUMÄRKTE IN AUSLAND?

Autor: Bitte wenden Sie Ihre Anfrage an den Franchise Verband (www.dfv-franchise.de) Hier kann Ihnen sicher geholfen werden.

Leser: Was heißt bei der Bank eine "Chance" haben?

Autor: Die Bank meint damit häufig: „Optimieren Sie Ihr Konzept auf unsere Ansprüche hin, das verhilft Ihnen auch zu mehr Gewinn“.

Leser: Was muss ich tun, um mich vorzubereiten auf ein gutes Rating?

Autor: Sprechen Sie Ihren Steuerberater auf den Einsatz der neuen DATEV-Kontenrahmen für Rating an. Dort sind die neuen Kennzahlen erfasst. Das genügt aber leider noch nicht: Führen Sie ein Informations- und Kommunikationssystem ein, das Ihnen Planungssicherheit gibt, so dass die Bank den eingereichten Planzahlen auch wirklich glauben kann.

Leser: Bisher hat die Bank von mir noch keine Planzahlen abgefordert. Wann geht das los?

Autor: Das wird sich wohl ab 2007 ändern und dann sollte auch Ihr planungssicheres Managementsystem stehen. Übrigens: Das meiner Meinung nach beste Managementsystem bietet das sogenannte Qualitätsmanagement, basierend auf der ISO 9001 aus dem Jahr 2000.

Leser: Was halten Sie von dem interaktiven Rating-Selbstcheck der IHK ?

Autor: Diese Selbstchecks sind eine gute Übung, sich selbst zu testen und die Schwachstellen festzustellen. Die Schwachstellen sind dann allerdings zu beheben. Wir helfen gern dabei.

Leser: WENN MAN IM AUSLAND EINE FRANCHISE AUFMACHT WILL, KANN MAN VON DEM FIRMA EINE UNTERSTÜTZUNG ODER VIELLEICHT VON KREDIT BEKOMMEN KÖNNEN ODER NICHT?

Autor: Üblicherweise nicht. Für die Kredite sind dann die nationalen Banken zuständig. Natürlich unterstützen die Franchisegeber mit ihrem Know how.

Leser: Welche konkreten Faktoren beeinflussen das Ratingergebnis? Könnten Sie die Kennzahlen und Informationen anhand von Beispielen deutlich machen?

Autor: Die Faktoren sind: Politik und Strategie, Qualität von Mitarbeiterführung, Management, Qualität von Informationspolitik (Jahreszielplanung, Vor- und Nachkalkulation), Qualität von Planung, Kontrolle und Rechnungswesen. Die immateriellen Kennzahlen nehmen an Bedeutung zu, wie Fluktuation der Mitarbeiter, Krankentage, Weiterbildungstage und Nutzung durch die Mitarbeiter, letztendlich handelt es sich um die Planzahlenwerte die in QM und TQM verlangt werden.

Leser: Guten Tag Herr Plappert! Ziehen sich die Banken mit dem internen Rating aus der Finanzierung des Mittelstandes zurück?

Autor: Sie ziehen sich nicht zurück, aber die Kreditvergabe wird sich auf die gut aufgestellten Unternehmen beschränken.

Leser: Werden die Kreditinstitute die Ratings veröffentlichen oder weiterreichen? An wen?

Autor: Die Kreditinstitute unterliegen dem Bankgeheimnis, d. h. sie können aus eigener Entscheidung keine Veröffentlichung vornehmen. Veröffentlichungen können nur mit Genehmigung des Unternehmers vorgenommen werden. Veröffentlichungen sind von den Ratingesellschaften angestrebt, u. a. auch zum Vorteil des Unternehmens.

Leser: Warum haben deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich eine schlechtere Eigenkapitalausstattung?

Autor: Ich persönlich führe das auf die Entwicklung Deutschlands in den letzten 50 Jahren zurück (Kriegsschäden). U. a. hat der Gesetzgeber bisher das "Schulden machen" steuerlich begünstigt im Gegensatz zur Eigenkapitalbildung.

Leser: Wir haben schon jetzt enorme Schwierigkeiten, unsere neuen Partner finanziert zu bekommen. Wird es noch schlimmer?

Autor: Franchise-Geber haben die besten Chancen auf Finanzierungen, da sie den Erfolg ihres Konzeptes nachweisen können. Ggf. sollten Sie sich auf die Finanzierungskonzepte der KfW mit den günstigen Konditionen konzentrieren. Bereiten Sie sich auf ein gutes Rating vor. (Information: www.qmes.de)

Leser: Wird durch Basel II und das Rating die Kreditfinanzierung teurer? Was bedeutet dies für den deutschen Mittelstand?

Autor: Gut vorbereitete Unternehmen bekommen günstigere Kredite, d. h. grundsätzlich wird die Kreditfinanzierung nicht teurer. Unternehmen mit unterdurchschnittlichen Ratingnoten bezahlen zukünftig höhere Zinsen. Jeder im Mittelstand hat bis 2007 die Chance, sich vorzubereiten.

Leser: Führt ein geringeres Eigenkapital zwangsläufig zu schlechteren Ratingergebnissen?

Autor: Geringeres Eigenkapital hat negativen Einfluss auf das Ratingergebnis. Der Grad des Einflusses wird jedoch von jeder Bank unterschiedlich bewertet.

Leser: Meine Frage ist leider nicht angekommen, hier noch einmal: Führt ein geringeres Eigenkapital zwangsläufig zu schlechteren Ratingergebnissen?

Autor: Geringers Eigenkapital hat negativen Einfluss auf das Ratingergebnis. Der Grad des Einflusses wird jedoch von jeder Bank unterschiedlich bewertet.

Leser: Welche Bedeutung hat meine Branchenzugehörigkeit auf das Rating?

Autor: Jede Branche wird von den Banken individuell bewertet. Diese Bewertung stellt ein Grundlage (Bewertungsfaktor) dar. Grundsätzlich ist z. B. eine schlechte Branchenbewertung kein K.O.-Kriterium. Jeder Unernehmer kann durch Eigeninitiativen (Optimierung des Managementsystems) direkt Einfluss nehmen.

Leser: Bleibt die Kreditaufnahme über Sparkassen und Banken die wichtigste Finanzierungsquelle für den deutschen Mittelstand.

Autor: Momentan fehlen im deutschen Markt noch die Alternativen. Es ist jedoch zu erwarten (wie immer bei Engpässen), alternative Konzepte entwickeln. Allerdings ist der Zeitpunkt heute noch nicht absehbar. Mögliche Alternativen: geschlossene Fonds u. a.

Leser: Hallo, bietet das Rating auch irgendwelche Vorteile für den überprüften Kunden?

Autor: Der wichtigste Vorteil ist, dass Kreditnehmer "gezwungen" werden, ihr Managementkonzept zu überdenken. Das Rating ist auf Erfolgsfaktoren aufgebaut, die letztendlich die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens verbessern. Ist das nicht ein großer Vorteil?

Leser: Sind die Basel II -Beschlüsse mit ihren Eigenkapitalvereinbarungen für die Banken verbindlich oder können sie auch beim gegenwärtigen System bleiben? Sind noch Änderungen zu erwarten?

Autor: Es handelt sich um ein europaweit festgelegte Bestimmung. Sie können nicht beim zurzeit praktizierten System bleiben. Das Projekt Basel II ist verabschiedet, d. h. ab 2007 in der festgelegten Form gültig.

Leser: was bedeuten die neuen ratingvorschriften für Existenzgründer die noch keine ergebnisse vorlegen können

Autor: Existenzgründer müssen in ihrem Businessplan den Nachweis geben, dass sie ein auf die Ratingkriterien eingehendes Managementsystem praktizieren. Wir empfehlen dabei die ISO 9001 aus dem Jahr 2000 als Managementsystem vorzusehen.

Leser: Welche Abteilungen sollten bei der gezielten Vorbereitung des Rating mitwirken?

Autor: Die gezielte Vorbereitung setzt den Willen des Managements voraus, die Vorgaben des Qualitätsmanagements (ISO 9001:2000) zu akzeptieren. Die ISO verlangt die Einbindung aller Abteilungen eines Unternehmens. automatisch ein.

Leser: Kann ich die Ratingvorbereitungen einem Dienstleister überlassen. Welche Kosten kommen auf mich zu und wieviel Arbeit bleibt trotzdem an mir hängen?

Autor: Die Vorbereitungen können mit Berater (sogenannten Rating-Advisor) zusammen vorgenommen werden. Diese Berater können in jedem Bundesland über das RKW angefordert werden. Auch der DFV hilft in diesem Fall weiter. Je nach Unternehmensgröße werden 8 - 10 Beratertage notwendig. Die Beratungen werden üblicherweise mit 30 % - 40 % bezuschusst. Die Tagessätze der Berater liegen bei ca. 900 bis 1.200 EURO. Der Unternehmer muss mit einem Zeitaufwand von 15 - 20 Tagen, verteilt auf ca. 1,5 Jahre rechnen.

Leser: Werden die neuen Finanzierungsformen durch das Rating verstärkten Zulauf erhalten?

Autor: Es werden sich neue Finanzierungformen entwickeln. Ich persönlich meine, dass die Franchise-Geber sich zukünftig auch verstärkt der Vermittlung von Darlehen widmen und den Markt beoachten müssen. Es gibt noch zu wenig Transparenz/Erfahrung bei den alternativen Finanzierungen. Verstärkter Zulauf ist zu erwarten.

Leser: Hat das Rating auch auf die Förderprogramme des Bundes und Landes Auswirkungen?

Autor: Ja. Bei den Förderprogrammen wird das Rating ebenfalls eingesetzt. Schon heute werden unterschiedliche Zinsen berechnet.

Leser: Hilft eine Zertifizierung beim Rating?

Autor: Mit der Zertifizierung ist der Beweis für die Managementqualität erbracht, die das Rating voraussetzt.

Leser: Was ist von der Nutzung 'Balanced Scorecards' in Hinblick auf das Rating zu halten?

Autor: Die Balanced Scorecard unterstützt bei der Umsetzung eines qualitativen Managements und ist meiner Meinung nach unverzichtbar. Es gibt bereits Untersuchungen, die den Nutzen in bezug auf die Wirtschaftlichkeit beweisen.

Leser: Bei welcher Bank sollte man den Kreditantrag am besten stellen? Wie kann ich die Rating-Verfahren der verschiedenen Banken vergleichen?

Autor: Sie können die Rating-Systeme von verschiedenen Kreditinstituten anfordern um sich ein Bild zu machen. Der Vergleich beschränkt sich allerdings auf die Fragestellungen, die Bewertungskriterien sind "Geheimnis" der Bank. Der erste Weg sollte immer zu der Hausbank bzw. zu den Banken am Ort führen. Die Sparkassen und Volksbanken haben sich Gesprächspartner für den Mittelstand empfohlen.

Leser: Gibt es eine Mindestgröße, um an den Kapitalmarkt gehen zu können? Was sind die Voraussetzungen ?

Autor: Die KfW bietet bereits Darlehen ab 25.000 EURO für Existengründer an. Weitere Details sind bei www.kfw.de zu erfahren.

Leser: Werden sich die Kreditkonditionen künftig verschlechtern?

Autor: Für Unternehmen, die den Ratingkriterien entsprechen, können sich die Kreditkonditionen sogar verbessern. Zukünftig sollen die "guten" Kreditnehmer nicht mehr die "schlechten" Kreditnehmer subventionieren. Kreditnehmer, die die Ratingkriterien nicht erfüllen, werden für das Risiko der Bank höhere Zinsen zahlen müssen.

Leser: Was ist der Unterschied zwischen einem internen und einem externen Rating? Wann ist ein externes Rating notwendig?

Autor: Mit dem "internen" Rating wird das Rating der Banken bezeichnet. D. h. die Bank ratet das Unternehmen. Ein "externes" Rating kann durch eine Ratinggesellschaft durchgeführt werden bzw. mit einer Software auch durch den Unternehmer erfolgen. Das Ziel des "externen" Rating ist die Transparenz der Schwachstellen des Unternehmen, als Voraussetzung für das alles entscheidende Bankenrating.

Leser: Ab welcher Größenordnung des Unternehmens ist ein ausgefeiltes und intensives Controlling erforderlich?

Autor: Wesentliche Bedeutung hat das Mahnwesen, d.h. das Kontrollieren der Zahlungseingänge. Bereits bei Kleinbetrieben ist in diesem Bereich ein Controlling-System notwendig. Bei Einführung des Qualitätsmanagements wird das Controlling bewusst auf jeden einzelnen Mitarbeiter ausgeweitet. Sie sehen: Controlling fängt schon im Kleinbetrieb an.

Leser: Müssen sich auch Familienunternehmen, die normalerweise keine Firmenkredite aufnehmen, mit dem Thema 'Rating' befassen?

Autor: Auch Familienunternehmen werden geratet! Selbst ein Kontokorrentkredit unterliegt in seinem Volumen und in der Höhe der Zinsen dem Ratingergebnis.

Leser: Besonders von kleinen und mittleren Unternehmen hört man zunehmend, dass die Kreditentscheidungen der Banken immer unberechenbarer werden. Halten Sie solche Beschwerden für gerechtfertigt?

Autor: Kleine und mittlere Unternehmen fühlen sich von den Kreditinstituten oftmals schlecht behandelt, weil ihnen Informationen über den Weg zum guten Rating fehlen. Von den Kreditinstituten wird oft zu wenig Beratung durchgeführt. Berufsverbände sind in der Pflicht, über den Weg zum guten Rating zu informieren, damit auch kleine Unternehmen ihre Chance erkennen können. Zurzeit sind wir mit einigen Berufsverbänden im Gespräch, um diese Aufgabe zu übernehmen.

Leser: Wer trifft künftig die Rating-Entscheidung in der Bank?

Autor: Der Firmenkundenbetreuer bleibt auch zukünftig der Ansprechpartner. Die Entscheidungen werden aufgrund der maschinellen Ratingergebnisse (Fragebogen mit Ja/Nein-Fragen) in einem Gremium gefällt, das nicht mehr wie früher die persönlichen Eindrücke berücksichtigt.

Autor: Ich bedanke mich für die rege Beteiligung. Sollten Sie weitere Fragen haben, besuchen Sie unsere Internetseite www.qmes.de oder senden Sie uns eine Mail. Schöne Feiertage und nutzen Sie die restlichen 986 Tage zur Optimierung Ihres Managementsystems auf dem Weg zum guten Rating.

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