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Ratgeber: Ist eine private Krankenversicherung für Unternehmer sinnvoll?

Wer gerade erst ein Unternehmen gegründet hat, sieht sich mit vielen neuen Aufgaben und Entscheidungen konfrontiert. Auch das Thema Versicherungen spielt dabei eine wichtige Rolle. Allen voran die Auswahl einer Krankenversicherung, denn Selbstständige haben grundsätzlich die Möglichkeit in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Doch nicht für alle ist ein solcher Wechsel sinnvoll. 

Für Selbstständige gibt es keine Mindesteinkommensgrenze

Wer als Angestellter in die PKV aufgenommen werden möchte, muss ein Mindesteinkommen nachweisen. Dieses liegt momentan bei 62.550 Euro brutto im Jahr. 

Selbstständige dagegen müssen kein Mindesteinkommen haben, um in die PKV aufgenommen zu werden. 

Tarife für die PKV vom Einkommen unabhängig

Angestellte haben den Vorteil, dass der Arbeitgeber die Hälfte der Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt und auch die PKV bezuschusst. 

Selbstständige müssen ihre Krankenkassenbeiträge vollständig aus eigener Tasche bezahlen. Da bei der GKV die Beiträge einkommensabhängig sind, entsteht für gutverdienende Selbstständige ein hoher Kostenfaktor. Derzeit liegt der Höchstbetrag pro Monat bei rund 842 Euro

Wer als Unternehmer gerade erst angefangen hat und dabei ist, sein Geschäft aufzubauen, verdient möglicherweise noch nicht so viel. Die gesetzliche Krankenkasse geht jedoch von einem Mindestbruttoeinkommen von 1.061,67 Euro pro Monat aus. Das heißt, dass ein Selbstständiger, der in der GKV versichert ist, in jedem Fall den Mindestbeitragssatz von derzeit 181 Euro bezahlen muss, auch wenn er weniger als das angesetzte Mindestgehalt verdient. 

In der PKV dagegen sind die Tarife nicht vom Einkommen abhängig. Für Gutverdiener entsteht beim Beitritt zur PKV so ein großes Sparpotenzial, da die Tarife hier im Vergleich zur GKV günstiger sind. 

Jung, gesund und keine Kinder: PKV oft besser

Junge Selbstständige, die keine Kinder haben, profitieren sehr oft von günstigeren Tarifen in der PKV im Gegensatz zur GKV. Für sie kann sich ein Wechsel daher lohnen, da man zusätzlich auch in den Genuss eines größeren Leistungsangebots kommt. 

Beim Abschluss eines PKV-Vertrags kann man selber auswählen, was man an Leistungen abgedeckt haben möchte. Das hat den Vorteil, dass man je nach eigenen Bedürfnissen die Bausteine für das Versicherungspaket auswählen kann, und Leistungen weggelassen werden können, die für unwichtig oder unnötig erachtet werden. Grundsätzlich hat man mit dem Abschluss eines Vertrags bei der PKV seiner Wahl den Anspruch auf Leistungsgarantie. Das heißt, dass die Behandlungskosten, die beim Abschluss des Vertrags vereinbart wurden, auch bezahlt werden. Bei der GKV dagegen können Leistungen ersatzlos gestrichen werden. 

Wer Kinder hat, sollte genau vergleichen 

Der große Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung ist, dass Kinder bis zum 25. Lebensjahr kostenlos beim hauptverdienenden GKV-Mitglied mitversichert sind – sofern die Kinder sich nicht schon früher selbst versichern müssen, wenn sie ihr eigenes Geld verdienen.

In der PKV muss dagegen jedes Kind einzeln versichert werden, wodurch höhere Kosten entstehen. Viele private Krankenversicherer bieten Familientarife an. Hier sollten Interessenten in jedem Fall einige Tarife miteinander vergleichen und Versicherungsangebote einholen, um einen günstigen und passenden Tarif zu finden, der für alle Familienmitglieder geeignet ist. 

Was tun bei Vorerkrankungen oder wenn man schon älter ist?

Die günstigen Tarife bei einer PKV können schnell sehr teuer werden, wenn eine Vorerkrankung vorliegt, da die Versicherer hohe Risikozuschläge in die monatlichen Beiträge einpreisen. Manche Versicherer schließen sogar die Behandlungskosten für die Vorerkrankung aus, was keinesfalls im Sinne des Kunden sein kann. In diesem Fall sollte man sich beraten lassen und genau durchrechnen, ob sich ein Wechsel in die PKV lohnt. 

Wer das 55. Lebensjahr überschritten hat, sollte sich ebenfalls genau informieren und Tarife der verschiedenen Anbieter vergleichen, denn mit steigendem Alter steigen auch die PKV-Beiträge. Ein Verbleib in der GKV kann in diesem Fall dann günstiger sein. 

Kann man von der PKV wieder in die GKV zurück wechseln? 

Wenn man jünger ist als 55 Jahre ist ein Wechsel von der PKV zurück in die GKV problemlos möglich. Einzige Auflage: Man muss entweder versicherungspflichtig als Arbeitnehmer angestellt sein, oder man darf die selbstständige Tätigkeit nur noch nebenberuflich ausüben. Ist man älter als 55 Jahre ist ein Wechsel zurück in die GKV dagegen nicht mehr möglich.

Fazit

Junge, gesunde Unternehmer, die keine Kinder haben, profitieren sehr häufig von den günstigen PKV-Tarifen. 

Hat man schon Kinder, oder sind sie geplant, sollte man sich den Wechsel dagegen gut überlegen, da die Kinder kostenlos in der GKV mitversichert sind. 

Unternehmer, die Vorerkrankungen haben oder schon etwas älter sind, sollten sich beraten lassen, ob sich ein Wechsel in die PKV lohnt. Ein Verbleib in der GKV ist dann oftmals die günstigere Alternative.


Bildquelle: Unsplash.com / Martha Dominguez de Gouveia

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