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Ratgeber
für Franchise-Interessierte

New Media Franchisemodelle

Traditionell ist Franchise als Geschäftsmodell vor allem im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungssektor etabliert. Doch auch in den neuen Medien warten einige interessante Systeme auf Existenzgründer und Unternehmer, die den Weg in die Selbstständigkeit über ein erprobtes Geschäftsmodell finden möchten.

Die "Neuen Medien"
Der Begriff New Media oder Neue Medien ist eine relativ allgemeine Bezeichnung für diejenigen Medien, die nach aktuellen Maßstäben als neu und modern gelten:


Alte Medien 

  • Zeitungen, Zeitschriften, Printmedien
  • Fernsehen
  • Radio 


Neue Medien

  • digitale Medien wie DVDs, CDs
  • Internet
  • E-Mail
  • Soziale Netzwerke


Es handelt sich also um elektronische Medien der jüngeren Generationen. Die genaue Definition wandelt sich allerdings kontinuierlich mit dem technischen Fortschritt und könnte schon mit der nächsten populären Technologie wieder etwas anders aussehen. Vor nicht allzu langer Zeit gehörten zum Beispiel das Fernsehen und das Radio ganz selbstverständlich dazu — inzwischen werden diese Medienformate bereits als traditionell angesehen, ja beinahe schon als ein wenig altmodisch.


Die gängigsten Franchisesysteme der Neuen Medien
Für technikaffine Franchisenehmer bieten derzeit vor allem der digitale Handel und Dienstleistungen rund um New Media interessante Chancen.


1. Lokalplattformen
Ein beliebtes Franchisesystem ist die Erstellung und Betreuung von ortsbezogenen Informationsportalen. Als Partner eines überregionalen Portals kümmert sich der Franchisenehmer darum, die Plattform für einen bestimmten Landkreis, Stadtteil oder Ort zu betreuen. Der Vorteil: Die technische Umsetzung übernimmt der Franchisegeber und man braucht sich selbst nicht um die Programmierung und Wartung zu kümmern. Stattdessen ist man dafür zuständig, interessante Angebote und Informationen zu der gewählten Region anzubieten oder ortsansässige Unternehmen für potenziellen Kunden ansprechend zu präsentieren. Die Einnahmen können dabei sehr unterschiedlich aussehen und zum Beispiel aus Werbeeinblendungen oder von lokalen Sponsoren und Partnern stammen.

2. Marketing und Consulting in der eigenen Internetagentur
Einige Modelle ermöglichen es, eine komplette Internetagentur von zu Hause aus zu betreiben, die für Kunden vom Suchmaschinenmarketing bis zur eigenen Internetseite alle typischen Leistungen im Programm hat. Als Franchisenehmer hat man hierbei den Vorteil, dass man seinen Kunden auch ohne technische Vorkenntnisse professionelle Internetdienste anbieten kann. Vom Home Office aus und ganz ohne Fachwissen zu Programmierung und Webdesign kann man sich ganz darauf konzentrieren, Kunden zu gewinnen und die technisch ausgefeilten Produkte zu verkaufen. Üblich ist, dass der Franchisegeber seinen Partnern dabei insbesondere zu Beginn beratend zur Seite steht und in technischen Fragen Hilfe leistet. Neben Franchisesystemen für eine vollwertige Internetagentur gibt es auch solche, die sich rein auf den Vertrieb schlüsselfertiger Onlineshops konzentrieren. Hierbei geht es darum, dem Kunden einen komplett fertig programmierten und einsatzbereiten Shop zu verkaufen, über den er die Waren seiner Wahl verkaufen kann - seien es Gebrauchtwaren à la Momox, Tuningteile für Autos oder selbst hergestellter Modeschmuck.


3. Selbstständig mit dem eigenen Onlineshop
Auch gibt es Systeme, mit denen man seinen eigenen Onlineshop führen kann, ohne sich selbst um Warenwirtschaft und Logistik kümmern zu müssen. Der Franchisenehmer tritt vielmehr als Vermittler zwischen den Kunden und dem Franchisegeber auf. Der Verkauf und die Kundenakquise stehen auch bei diesen Modellen an zentraler Stelle - das wiederum bedeutet jedoch, dass man als Shopbetreiber keine eigenen Waren anbieten kann. Man wählt aus dem festen Warensortiment des Anbieters zum Beispiel nur die Warengruppe, die man gerne im eigenen Onlineshop vertreiben möchte, und erhält dann einen komplett mit Produkten ausgestatteten Shop zur Verfügung gestellt. Weder braucht man sich um die Pflege des Warenangebots zu kümmern, noch hat man Aufwand mit Lagerung und Versand der Produkte - das übernimmt der Lizenzgeber selbst, dafür bekommt er in der Regel einen prozentualen Anteil von jedem verkauften Artikel.


Vorteile von Franchisemodellen in den Neuen Medien
Vielen Franchisesystemen in den Neuen Medien ist eines gemeinsam: Sie können zu großen Teilen oder sogar vollständig erfolgreich aus dem eigenen Home Office heraus betrieben werden. Die Besonderheit an diesen Systemen ist eben, dass sie überwiegend über das Internet funktionieren. Damit genügt zum Arbeiten von zu Hause aus ein PC oder Laptop mit Internetanschluss, mehr Einsatz ist — mal abgesehen von der Gebühr des Franchisegebers — erstmal nicht nötig. Das macht den Einstieg prinzipiell für interessierte Unternehmer aus allen Bereichen der Gesellschaft attraktiv und erschwinglich, und auch als Elternteil von noch sehr kleinen Kindern kann man so Familienleben und Arbeit besser unter einen Hut bringen.


Das alles geht dann mit einem renommierten Markennamen einher, der von Anfang an für ein erfolgreicheres Unternehmen sorgen kann. Zudem bekommt man bei manchen Modellen, wie es etwa bei einigen Franchisesystemen für die eigene Internetagentur der Fall ist, gleich einen eigenen Kundenstamm mit auf den Weg — die Akquise von Neukunden, die normalerweise zuallererst auf Gründer wartet, entfällt damit und man kann sanft ins Geschäft einsteigen. Gleichzeitig, und das ist gerade bei den stark auf Technologie aufbauenden Systemen in den Neuen Medien unerlässlich, erhält man kompetente Unterstützung in allen technischen Belangen. So ist diese Branche auch für Menschen zugänglich, die persönlich nur wenig mit Technik und internetbasierten Diensten zu tun haben: Wer normalerweise höchstens mal etwas im Internet recherchiert oder E-Mails abruft, muss sich mit einem starken Franchisepartner nicht erst noch selbst zum Technikspezialisten weiterbilden, um ein erfolgreiches Onlinegeschäft aufzubauen.


Nachteile der New Media Fanchisemodelle
Wie bei jedem Franchisesystem ist man auch bei einer Unternehmensgründung in den Neuen Medien Teil eines größeren Systems, in dem man selbst eher wenig entscheiden kann. Damit ist man den geschäftlichen Entscheidungen des Franchisegebers zumindest ein gewisses Stück weit unterworfen und muss die Vorgaben aus der Entscheidungsebene auch dann umsetzen, wenn man sie nicht befürwortet.


Am Beispiel des komplett fertig bestückten Onlineshops, den man als Franchisenehmer nur noch mit den gewünschten Produktgruppen zu bestücken braucht, wird der große Nachteil dieser Systeme besonders deutlich: Zwar braucht man sich bei dieser Variante nicht mit den Einzelheiten von Lagerlogistik und Kundenservice herumzuärgern, aber man hat eben auch nur eine recht eingeschränkte Kontrolle über das, was man in seinem Shop anbietet. Wer ein ganz bestimmtes Produkt mit ins Sortiment nehmen möchte, das der Franchisegeber so nicht im Programm hat, wird hierbei das Nachsehen haben, und auch dann, wenn man einen konkreten Artikel aus einer Warengruppe am liebsten nicht anbieten würde, lässt sich meistens nichts daran ändern. Möchte man das Warenangebot frei selbst bestimmen, wird man wohl oder übel doch einen eigenen Onlineshop eröffnen müssen — und damit die gesamte Arbeit vom Kommissionieren bis zur Buchhaltung selbst erledigen müssen.


Foto: JeongGuHyeok@pixabay.de

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