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Motivation der Mitarbeiter - Die Grundlage für ein erfolgreiches Konzept

Arbeitnehmer sind – so makaber es auch klingt – ein wichtiger Bestandteil des Kapitals einer Firma. Nicht umsonst ist ein fundamentaler Teil des Managements das Human Resources Management – schließlich hängt die Produktivität eines Unternehmens maßgeblich von der Leistung seiner Angestellten ab.


Insbesondere bei neugeründeten Firmen, die sich noch nicht fest am Markt etabliert haben, spielt die Motivation der Mitarbeiter eine große Rolle: Schließlich ist hier nicht nur die reine Leistung entscheidend, vielmehr hängt von anfänglichen Innovationen der gesamte zukünftige Erfolg des Unternehmens ab. Folglich sollten Unternehmer alles tun, um ihre Belegschaft bestmöglich zu motivieren – schließlich ist auch ein exzellentes Konzept zum Scheitern verurteilt, wenn es im Unternehmen an Leistungsbereitschaft mangelt.


Motivation bedeutet in Bezug auf ein Unternehmen in der Regel vor allem Identifikation: Kann sich ein Großteil der Belegschaft mit der Firma und ihren Zielen identifizieren, so werden diese Angestellten langfristig mit mehr Spaß – und somit auch motivierter – an ihrem Arbeitsplatz erscheinen. Es ist nicht notwendig (da beinahe unmöglich) jeden einzelnen Arbeitnehmer komplett auf das Unternehmen einzuschwören. Meist reicht es aus, wenn einige Angestellte, die von ihren Kollegen besonders geschätzt werden, mit ihrem Einsatz für die Firma als positives Beispiel vorangehen – die anderen Mitarbeiter werden sich inspiriert fühlen und motivierter arbeiten, auch wenn sie bei Diskussionen eher im Hintergrund agieren.


Wie können Arbeitnehmer längerfristig motiviert werden? Die meisten Führungskräfte denken bei dieser Frage meist an finanzielle Anreize: Boni und Gehaltserhöhungen sollen die Angestellten motivieren. Das Problem bei dieser Form der Motivation: Sie stärkt weder den Zusammenhalt im Unternehmen, noch führt sie dazu, dass sich die Arbeitnehmer besser mit ihrer Firma identifizieren können. Im Klartext heißt das: Maßnahmen dieser Art greifen – wenn überhaupt – nur kurzfristig, da sich die Angestellten schnell an das höhere Gehalt gewöhnen.


Sinnvoller ist es, Arbeitnehmer auf einer psychologischen Ebene anzusprechen: Die Angestellten sollen ein Gefühl der Autonomie haben; der Arbeitgeber sollte ihnen zeigen, dass er ihnen vertraut und ihre Leistungen anerkennt. Dies verbessert insbesondere das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und führt zu einem angenehmeren Arbeitsklima. Auch kleine Erfolge können ein Unternehmen ein gutes Stück voran bringen, weshalb auch diese von den Vorgesetzten gewürdigt werden sollten. Menschen sind stark auf die Anerkennung ihrer Mitmenschen angewiesen; dies beginnt bereits als Kleinkind und sollte auch in einem Betrieb nicht unterschätzt werden: Wenn ich gute Leistungen bringe, die von niemandem anerkannt werden, warum sollte ich mir dann die Mühe machen, diesen hohen Leistungsstand beizubehalten?


Zur immateriellen Motivation gehört auch, die Arbeitnehmer vor schwere, jedoch lösbare Aufgaben zu stellen. Bei Problemen oder Fragen sollten sie immer auf den Arbeitgeber zurückkommen können, der ihnen dabei hilft, ihre Aufgaben bestmöglich zu lösen. Ein Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Aus diesem Grund sollten Arbeitnehmer immer mehr Entscheidungsfreiheit erhalten, wenn ihr Vorgesetzter feststellt, dass sie die ihnen aufgetragenen Aufgaben eigenständig so lösen, wie es von ihnen erwartet wird.


Das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer spielt eine große Rolle: Wenn der Vorgesetzte seinem Angestellten eine schwere Aufgabe anvertraut, wird dieser sich allein durch diesen Umstand besser und motivierter fühlen. Hat er die Herausforderung gemeistert und wird dafür gelobt oder erhält eine Bonuszahlung, so merkt er, dass sich zusätzliche Leistungsbereitschaft direkt bezahlt macht – materiell und immateriell.


Wichtig ist dabei insbesondere, dass Versprechungen eingehalten werden: Wenn ein Angestellter die Aussicht auf eine bessere Bezahlung hat, sollte er eine bestimmte Aufgabe lösen, sich infolgedessen besonders ins Zeug legt, jedoch trotz des Umstandes, dass er alles zur Zufriedenheit seines Vorgesetzten erledigt hat keine Bonuszahlung oder Gehaltserhöhung erhält, schädigt dies das Vertrauen des Angestellten in seinen Arbeitgeber auf nachhaltige Weise.


Hilfreich kann auch sein, den Angestellten ihren Aufgabenbereich klar zu definieren: Was SOLL ich machen? Was DARF ich machen? Welche Aufgaben sollen von meinen Kollegen gelöst werden? Diese Fragen können für einen Arbeitnehmer essenziell sein. Wenn sie von der Führungskraft klar beantwortet werden, führt das dazu, dass sich der Angestellte genau auf seinen Aufgabenbereich fokussiert und auf Dauer konzentrierter bei der Arbeit ist.


Um sich mit dem Unternehmen identifizieren zu können, benötigen Arbeitnehmer Informationen: Was sind die Ziele der Firma, wie sollen diese erreicht werden? Sie sollten so gut wie möglich in alle organisatorischen Prozesse eingebunden werden, damit sie nachvollziehen können, warum welche Entscheidung getroffen wird. Sehr negativ auf die Motivation der Mitarbeiter wirkt sich hingegen aus, wenn sie das Gefühl haben, dass ihnen bewusst Informationen vorenthalten werden – Transparenz sollte daher selbstverständlich sein.


Zudem sollte immer Platz für Ideen und Verbesserungsvorschläge der Arbeitnehmer sein, da es sehr motivierend wirkt, wenn eigene Ideen angehört, geschätzt und gegebenenfalls vom Management umgesetzt werden.


Damit Angestellte längerfristig motiviert bleiben, ist es essenziell, Demotivation zu verhindern. Diese entsteht meist durch Blockaden im privaten Bereich bzw. an der Arbeit. Arbeitgeber haben nur sehr bedingt Einfluss auf alles, was in der Freizeit des Angestellten stattfindet, weshalb sie es sich zur Aufgabe machen sollten, zumindest im Arbeitsleben alles so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu zählt, dass Streitigkeiten zwischen Kollegen schnellstmöglich geschlichtet und möglichst nicht nach außen getragen werden.


Es ist sinnvoll, die Arbeitnehmer regelmäßig Evaluationen vornehmen zu lassen: Wie zufrieden sind sie mit ihrer Arbeit? Was kann verbessert werden? Haben sie konkrete Verbesserungsvorschläge, die die Produktivität verbessern könnten?


Langeweile kann jeden noch so engagierten Angestellten nachhaltig demotivieren. Daher ist es besonders wichtig, immer darauf zu achten, dass jeder Mitarbeiter regelmäßig Aufgaben zugeteilt bekommt, die seiner Leistungsfähigkeit entsprechen und ihm Spaß machen. Hierbei ist es außerdem sinnvoll, auf persönliche Wünsche der Arbeitnehmer einzugehen: Manche Aufgaben liegen dem einen Angestellten, während der andere sie nur sehr widerwillig erledigt.


Auch der gesundheitliche Zustand und das persönliche Wohlbefinden der Arbeitnehmer sollte beachtet werden: Ist die Arbeitsumgebung angenehm? Sind die Pausen ausreichend lang? Selbst augenscheinliche Kleinigkeiten können das Wohlbefinden der Angestellten verbessern. Dazu zählen Dinge wie zum Beispiel eine Kaffeemaschine fürs Büro, die die Mitarbeiter mit leckerem, frisch gebrühtem Kaffee versorgt. Auch ergonomische, bequemere Drehstühle und frisches Obst das als kleiner Snack für zwischendurch zur Verfügung steht sind kleine Gesten, die Mitarbeiter zu schätzen wissen.


Zusammengefasst kann gesagt werden, dass sich finanzielle Investitionen fast immer lohnen, wenn sie die Motivation der Belegschaft nachhaltig erhöhen. Die Angestellten arbeiten effizienter, wenn sie motiviert sind, was die Produktivität des Unternehmens erhöht und sich somit direkt bezahlt macht.


Dennoch sollten auch immaterielle Anreize zur Motivation niemals unterschätzt werden. Motivation ist keine einmalige Angelegenheit, sondern ein Prozess, der niemals endet. Sind die Arbeitnehmer motiviert, wirkt sich das direkt positiv auf das gesamte Arbeitsklima aus – dabei kann fast von einem kleinen Schneeballeffekt die Rede sein, wenn es der Führungskraft gelingt, einen Großteil der Belegschaft immer wieder zu motivieren und auf kommende Herausforderungen und gemeinsame Ziele einzuschwören.

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