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Ratgeber
für Franchise-Interessierte

Mit Franchising die Krise meistern

So seltsam es klingen mag, in wirtschaftlichen Krisenzeiten wächst das Interesse an Franchisekonzepten und die Zahl der Interessenten nimmt deutlich messbar bei den meisten Franchiseanbietern zu. Wirtschaftliche Krisenzeiten wie man sie derzeit erlebt führen zu massiven Verlusten, Entlassungen und zahlreichen Insolvenzen. Nichts bleibt wie es war und weitere Entwicklungen sind seriöserweise nicht vorhersagbar.

 

Selbstständigkeit gewinnt bei Krisen an Attraktivität
Es ist zwar eine alte Weisheit, dass Krisen auch Chancen bedeuten, was die Chinesen in der Doppelbedeutung des Wortes wei dji (Krise und Chance) zum Ausdruck bringen. Auch erfahrene Insolvenzverwalter weisen darauf hin, dass das Scheitern des Einen möglicherweise das Glück des Anderen sein kann. Tatsache ist jedoch, dass Veränderungen erst dann einfacher werden, wenn die Situation so schlecht ist, dass Veränderungen die einzige Möglichkeit zur Anpassung an solche Situationen darstellen. Daher ist bei Verschlechterung des Arbeitsmarktes immer festzustellen, dass die Selbstständigkeit neue Attraktivität gewinnt und vor allem systemgestützte Selbstständigkeit mit einem Franchisekonzept.


Geringeres Risiko durch Franchising
Man hat inzwischen gelernt, dass gute Franchisekonzepte eine risikoärmere Möglichkeit einer Selbstständigkeit bedeuten, auch wenn man dafür vielleicht Einschränkungen seiner unternehmerischen Freiheit akzeptieren muss und in einem einheitlichen System mit dafür notwendigen Regeln eingebunden ist. Aber es sind genau diese Regeln, die für den Erfolg und damit die Sicherheit sorgen, weshalb man als Franchisepartner durch Erfüllung seiner Mitwirkungspflichten in einem solchen System direkte unternehmerische Verantwortung für sich und das System übernimmt. Ob aber Franchisesysteme krisensicher sind ist eine andere Frage.


Franchising ist funktional eine Vertriebsmethode und man muss sich bei der Entscheidung für ein Franchisekonzept natürlich an dem Markt für die Produkte und Dienstleistungen des Franchisesystems orientieren. Man wird als Franchisenehmer ja der lokal zuständige Vertriebspartner des Franchisegebers und muss also von den Systemleistungen eines Franchiseanbieters dann auch in Krisenzeiten selbstständig existieren können. Es ist auf den ersten Blick immer verlockend, wenn man die umfangreichen Unterstützungsangebote eines Franchisegebers liest, dessen Schulungsumfang, Eingliederungs- und Ausstattungsleistungen sowie auch die Finanzierungskonditionen und die laufenden Betreuungsleistungen. Umso mehr sollte man bei der Planung einer Selbstständigkeit in Krisenzeiten darauf achten, das richtige Produkt- und Dienstleistungsangebot zu haben, nicht nur einfach ein Franchisekonzept, für dessen Produkte und Angebote die Verbraucher derzeit vielleicht nicht mehr genug Geld ausgeben.


Entstehung neuer Franchiseangebote
In den USA gibt es zum Beispiel neue Franchiseangebote, die sich den veränderten Zielgruppen in der Krise anpassen, zum Beispiel Billigketten im Einzelhandel, Mietstationen und sogar Pfandhäuser. Wir werden erleben, wie in Krisenzeiten neue Franchiseangebote für neue Märkte und Zielgruppen entstehen, die auch erfolgversprechende Chancen für neue Selbstständigkeit bieten. Junge neue Konzepte und Franchiseangebote verdienen in diesen Zeiten Aufmerksamkeit, sofern die Strategie und erkennbare Wettbewerbsvorteile stimmig sind. Franchiseinteressenten sollten bei der Auswahl der Franchiseanbieter nach deren Strategien in der Krise fragen und wie man mit deren System in diesen wirtschaftlich unsicheren Zeiten während der Dauer des Franchisevertrages und darüber hinaus eine sichere Existenz darstellen kann.


Beratungsmöglichkeiten nutzen!
Bei der oft notwendigen Finanzierung der Selbstständigkeit durch einen Einstieg in ein Franchisesystem sind viele Beratungsoptionen verfügbar, angefangen bei der Agentur für Arbeit, den IHKs sowie Verbänden und Banken. Gerade jetzt sollte man diese ausführlich und frühzeitig nutzen, nicht zuletzt auch deshalb, weil die staatlichen Fördermaßnahmen für Gründungen im Rahmen des Konjunkturhilfeprogramms deutlich erhöht worden sind. Vorausgesetzt man findet mit einer Hausbank eine entsprechende Unterstützung, eventuell mit Hilfe eines Franchisegebers, kann man auch in Krisenzeiten mit dem passenden Franchisesystem eine Selbstständigkeit wagen.


Nur Franchising des Franchising wegen sollte man auf keinen Fall erwägen und sich stattdessen auf die möglichen Marktentwicklungen und Zielgruppen konzentrieren, mit denen man die nächsten Jahre seine Existenzgrundlagen zu sichern gedenkt.

Herr RA Thomas Doeser ist als namhafter Anwalt der „European Franchise Lawyers Association“ (E. F. LAW) angeschlossen. Diese spezialisierten Rechtsanwälte verfügen über eine mehr als 15-jährige Erfahrung und Praxis in der erfolgreichen Lösung komplexer vertriebsrechtlicher Sachverhalte auf nationaler und internationaler Ebene (www.franchiseanwalt.de).

Kontakt
Rechtsanwalt Thomas Doeser
Robert Gradmann Weg 1 · 72076 Tübingen · Tel. (0 70 71) 600 630 · E-Mail: tdoeser@t-online.de

Quelle: franchiseErfolge

©copyright 17.08.09

 Thomas Doeser

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Thomas Doeser Rechtsanwalt

Seit 1983 als selbstständiger Rechtsanwalt tätig. Rechtsberater und Partner in einer führenden Consulting Gruppe für strategische Vertriebskonzeptionen und in zahlreiche Franchiseprojekte eingebunden

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