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Ratgeber
für Franchise-Interessierte

Mit Franchise in die Selbstständigkeit – der Weg zur passenden Immobilie

Die Existenzgründung ist für viele Menschen interessant. Wenn keine eigene Geschäftsidee vorhanden ist, wenden sich immer mehr Interessierte an Franchise-Geber und springen auf deren Erfolgszug auf.


Laut Statistik ist die Zahl der Franchisenehmer seit Jahren beständig im Wachstum und das hat seinen Grund, schließlich ist der Markteinstieg mit bekannten Marken und Produkten oft erheblich leichter und das Geschäftskonzept über Jahre erprobt und erfolgreich.


Anzahl Franchise-Nehmer in Deutschland
Quellen: DFV © und Statista.com


Welche Immobilie eignet sich für das gewählte Franchisekonzept?
Ist der passende Franchisegeber gefunden, steht die Suche nach der passenden Immobilie auf dem Plan.


Franchisegeber stellen in der Regel die Immobilie nicht und auch die Suche obliegt als selbstständigem Unternehmer dem Franchisenehmer. Möglich ist auch, dass der Franchisegeber eigene Mitarbeiter und Unternehmensberater für die Suche entsendet, doch die Kosten, die ihm dadurch entstehen, müssen dann vom Franchisenehmer erstattet werden, denn der Franchisegeber fungiert hier als Dienstleister. Dies sollte allerdings unbedingt in einem Vorvertrag geregelt werden, um eventuelle Missverständnisse bei der Kostenübernahme zu vermeiden, denn es ist nicht selbstverständlich, dass auch eine passende Immobilie gefunden wird.


Wichtig sind hier eine offene Kommunikation und das gemeinsame Festlegen von Zielen und Vorgaben. Natürlich bietet es sich für Franchisenehmer auch an, beispielsweise auf einer Messe den Franchisegeber im Vorfeld kennenzulernen und zu sehen, ob die Chemie stimmt, wie folgendes Beispiel zeigt.


Natürlich sind vor allem die Gegebenheiten der Immobilie selbst interessant, wie etwa Fläche, Miete, Sanitäranlagen, Raumhöhe oder Einrichtung, doch auch der Standort des Objekts ist von immenser Wichtigkeit.

Soll der Betrieb im Umkreis des Lebensmittelpunktes des Franchisenehmers liegen, hat das den Vorteil, dass dieser die Gegebenheiten des Standortes kennt und entsprechend beurteilen kann. Viele Franchisegeber bieten auch unterschiedliche Konzepte an, sodass verschiedene Immobiliengrößen und –typen in Frage kommen. In der Regel hat der Franchisegeber eine Liste mit Kriterien parat, die für die Immobilie und den Standort wichtig sind.


Eine umfassende Standortanalyse vorzunehmen ist für den Franchisegeber in der Regel nicht sinnvoll, denn eine schriftliche Analyse hat für ihn den Nachteil, dass er für die Ergebnisse haftbar ist. Für Folgen von Analyse- und Bewertungsfehler muss der Franchisegeber entsprechend aufkommen, weshalb sich die meisten dagegen entscheiden und die Analyse in die Hände des Franchisenehmers legen. So wird dieser auch gleich enger in die Verantwortung genommen.


Die Immobilie bewerten
Für die Suche nach der passenden Immobilie kann auch ein auf Gewerbeflächen spezialisierter Makler sinnvoll sein. Ein Blick auf die Referenzen des Maklers ist hilfreich, denn hier kann eingesehen werden, ob er bereits Erfahrung mit der Vermietung ähnlicher Objekte hat und ob die Referenzkunden ähnliche Wünsche hatten.


Wie die entsprechende Immobilie ausgewählt wird, ist unterschiedlich. Sinnvolle Auswahlkriterien sind zum Beispiel:

  • Kaufkraft
  • Geschlecht
  • Einzugsgebiet
  • Altersgruppe
  • Lage
  • Nachbarschaft


Auch die Ausschlusskriterien sollten im Auge behalten werden. Schließlich können unterschiedliche Recherchevarianten neben der Suche über einen Makler Anwendung finden. Für einen ersten Überblick eignet sich zumeist ein Blick ins Internet bei den großen Immobilienportalen, wo nach unterschiedlichen Kategorien selektiert werden kann. Aber auch Fachzeitschriften, Zeitungen oder persönliche Kontakte können bei der Suche entscheidende Hinweise liefern. Wer hingegen bereits über eine gewerbliche Immobilie verfügt und sich mit dem neuen Franchiseprojekt vergrößern möchte, muss sich zusätzlich um den Verkauf oder die Vermietung des Objekts kümmern. Eine Auflistung über die wichtigsten Kriterien hierzu bietet immobilienscout24.de in einem Muster-Exposé.


Für die Suche der neuen Immobilie gilt: Hat das Konzept ein bestimmtes Geschlecht als Haupt-Zielgruppe, sollte dies bei der Wahl des Standortes berücksichtigt werden. Gerade in Kleinstädten sollte auch ein Blick auf das Einzugsgebiet geworfen werden und die Frage, wie viele umliegende Ortschaften den Standort bedienen. Bei Konzepten wie Systemgastronomie oder Einzelhandel kann es beispielsweise sinnvoll sein, über mehrere Tage die Kundenströme am in Frage kommenden Objekt zu zählen. Der Franchisegeber stellt dann eine Formel zur Verfügung anhand derer die zu erwartende Laufkundschaft errechnet werden kann.

Im Hinblick auf die Zielgruppe des Betriebs ist auch wichtig zu analysieren, welche Altersgruppe die Produkte oder Dienstleistung ansprechen sollen. So sind gerade in Naherholungsgebieten und Kurstädten oft vermehrt ältere Menschen anzutreffen, im nahen Umkreis von Schulen können Kinder und Jugendliche als Kunden gewonnen werden.


Entscheidend sind die generelle Lage des Objekts und seine Erreichbarkeit für den Kunden. Gewerbegebiete haben den Vorteil, dass hier ohne besondere planungsrechtliche Voraussetzungen öffentliche Betriebe, sowie Büro- und Geschäftsräume errichtet werden dürfen. Entsprechend sind die Zufahrtswege für Lieferverkehr oft günstig gelegen, auch für die Anfahrt mit großen Fahrzeugen. Dies eignet sich am ehesten für Konzepte mit einem Bedarf an großen Flächen wie beispielsweise im Baugewerbe, bei Kfz-Betrieben oder Möbelhäusern.


In Stadtzentren und Sub-Zentren kommen weitere Faktoren hinzu, die beachtet werden müssen. Liegt die Immobilie beispielsweise in einer Einkaufsstraße, ist mit weitaus mehr Kundenströmen zu rechnen als in einer Nebenstraße oder einem verkehrsberuhigten Bereich. Auch die Parkmöglichkeiten müssen im Vorfeld recherchiert werden. Ist Parken direkt an der Immobilie möglich? Wenn nein, in welcher Entfernung liegen die Parkplätze und sind sie kostenlos oder kostenpflichtig?


Die Entfernung zu öffentlichen Verkehrsanbindungen spielt ebenfalls eine Rolle.


Die Nachbarschaft der Immobilie ist in mehreren Punkten von Bedeutung. Zum einen interessiert natürlich die unmittelbare Konkurrenz. Befinden sich im näheren Umkreis Betriebe mit ähnlichen Konzepten? Ideal wäre, wenn das eigene Konzept die umliegenden Angebote sinnvoll ergänzen kann. Auch ob eventuelle Baumaßnahmen in der Zukunft geplant sind, sollte ermittelt werden, denn Baulärm sowie eventuelle Verkehrsumleitungen und Sperrungen senken die Attraktivität des Objekts.

Vermietung durch den Franchisegeber oder den Franchisenehmer?
Ist ein passendes Objekt gefunden, bleibt noch das Mietverhältnis zu klären. Grundsätzlich können beide Parteien, also sowohl Franchisegeber als auch Franchisenehmer, für das Objekt als Mieter in Frage kommen. Übernimmt diese Rolle der Franchisegeber, hat das für die andere Partei den Vorteil, dass Vermieter eher bereit sind, einen Vertrag zu schließen, denn viele Vermieter vergeben ihre Objekte nur ungern an frische Existenzgründer. Der Franchisenehmer nutzt die Immobilie dann in einem Untermieter-Verhältnis.


Für Franchisegeber ist die eigene Anmietung des Standortes auch interessant hinsichtlich der Standortsicherung, denn im Vertrag kann geregelt sein, dass der Franchisegeber den Standpunkt behält, auch über die Laufzeit des aktuellen Franchisevertrages hinaus. Will der Franchisenehmer das Unternehmen danach eventuell mit einer anderen Marke weiterführen,  muss er sich einen neuen Standort suchen.


Bildquellen:
Bild 1: Pixabay.com © rhyslud (CC0 1.0 )
Bild 2: Pixabay.com © MichaelM (CC0 1.0 )
Bild 3: Pixabay.com © josetomas70 (CC0 1.0 )

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