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Ratgeber
für Franchise-Interessierte

Haptisches Marketing für Franchise-Nehmer

Einer der größten Vorteile für Gründungswillige , die mit einem Franchise-Konzept liebäugeln, ist ohne Zweifel das bereits vorhandene Corporate Design. Logo, Farben und oft auch schon einige Werbemittel und Kampagnen-Inhalte sind bereits fertig und dürfen – oder müssen sogar – umgesetzt werden. Dennoch darf auch ein Franchise-Nehmer sich in puncto Marketing nicht auf die faule Haut legen. Vor allem durch traditionelle Werbemittel wie Give-Aways an die Kundschaft können Franchiser ihrem Geschäft noch mehr Auftrieb geben und lokal Kunden binden.


Nicht alle Werbemaßnahmen sind zentral gesteuert
Vor allem größere Franchise-Geber verfügen häufig über einen stattlichen Werbe-Etat, aus dem sich zentral gesteuerte Werbemaßnahmen speisen. Das ist auch gut so, denn der einzelne Franchise-Nehmer verfügt kaum über das Kapital, landesweite Fernsehspots ausstrahlen zu lassen oder die halbe Stadt zu plakatieren. Doch gerade die kleinen und weniger preisintensiven Maßnahmen werden von einigen Franchise-Gebern gern dem Geschäftspartner überlassen. Dazu gehören unter anderem kleine Werbegeschenke, die dem Verbraucher mitgegeben oder in Gewinnspielen verlost werden. Einzige Bedingung des Mutterunternehmens ist dabei, das eingangs erwähnte verbindliche Design zu nutzen. Dies jedoch ist ein Vorteil für die Franchise-Nehmer, denn so sparen die sich die Kosten für Designer oder Fotografen. Allein die Erstellung eines eigenen Logos und des dazugehörigen Claims frisst oft ein ganzes Monatsbudget bei Gründern, die nicht auf bereits fertige Corporate Designs zugreifen können. Franchise-Nehmer haben hier hingegen nur die Qual der Wahl, was sie mit den zur Verfügung gestellten Dateien denn anfangen wollen.


Werbeartikelhersteller können inspirieren
Wer an Werbemittel denkt, dem fallen sicher zuerst die traditionellen Klassiker ein, etwa Kugelschreiber und Schlüsselanhänger. Mit solchen alten Kamellen kann man jedoch im modernen Geschäft keinen Kunden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Neue, kreative und vor allem im Gedächtnis bleibende Give-Aways finden sich oft auf den Shopseiten der entsprechenden Hersteller. Es gibt sogar eine eigene Messe für das haptische Marketing, auf der die neuesten Gadgets präsentiert werden. Alternativ kann man auch selbst über passende Ideen nachgrübeln oder sich eine spezialisierte Agentur ins Boot holen, die eine für die jeweilige Franchise stimmige Konzeption anfertigt. In jedem Fall sollte die Wirkkraft solcher Werbemittel auch dann nicht unterschätzt werden, wenn gleichzeitig zentral gesteuerte Kampagnen laufen. Oft können die lokalen Maßnahmen die zentralen Kampagnen sogar unterstützen oder gewinnbringend flankieren. Wenn das Mutterunternehmen beispielsweise eine Rabattaktion ins Leben ruft und Coupons verteilt, dann kann es Sinn machen, die zu erwartenden zusätzlichen Kunden mit einer geeigneten Aktion an den eigenen Laden zu binden. Dann dient die zentrale Coupon-Kampagne dazu, die Menschen in das Geschäft zu locken und die lokale Aktion bindet sie auch zukünftig daran.


Beispiele für Werbemittel je nach Branche
Natürlich sind selbst besonders ausgefallene und kreative Werbemittel nicht für jede Branche und jedes Franchise-Konzept gleichermaßen geeignet. Je nach Produktart oder Dienstleistung sind diese oder jene Artikel besonders angebracht oder eben auch nicht. Optimaler Weise sollten die Werbemittel in einem logischen Kontext zum Produkt und auch zur Corporate Identity des Unternehmens stehen. Eine Imbiss-Kette mit Seife als Give-Away ist genauso unpassend wie ein Spielzeuganbieter, der Eiskratzer verschenkt. Bei einem Drogeriemarkt und analog dazu bei einem KFZ-Service erscheinen dieselben Werbegeschenke gleich in ganz anderem Licht. Besonders wagemutige Franchise-Nehmer probieren auch unorthodoxe Artikel aus, etwa Unterwäsche, Pflanzensamen im Tütchen oder einen Salzstreuer mit Firmenlogo. Konservativere Geister entscheiden sich dann aber vielleicht doch lieber für Give-Aways aus dem Bürobedarf oder dem Haushaltsbedarf.


Eine grundsätzliche Unterscheidung besteht im Übrigen zwischen dem sogenannten Streuartikel und den Werbeartikeln der Premium-Klasse. Streuartikel bekommen alle Kunden und Interessenten ohne besonderes Auswahlkriterium. Dazu gehören die typischen Give-Aways wie Kugelschreiber Schlüsselbänder, die auf Messen und bei Aktionen quasi „am Fließband“ ausgeteilt werden. Werbegeschenke der Premium-Klasse sind deutlich höherwertiger und geben guten Kunden das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Dabei muss es nicht immer eine teure Uhr sein. Je nach Branche reicht auch ein personifiziertes T-Shirt, das dem Kunden signalisiert, er gehört jetzt irgendwie zum Unternehmen dazu. Kleiner Tipp noch: Werbeartikel werden nicht ohne Grund besonders zu Feiertagen oder anderen saisonalen Events angeboten. Vor allem Weihnachten und Ostern, aber auch der Valentinstag, Halloween oder generell Sommer und Winter inspirieren viele zu passenden Geschenken zur Kundenbindung.

Vorteile von Give-Aways für die Kundenbindung
Anders als Fernseh- oder Plakatkampagnen sind Werbegeschenke persönlicher und werden vom Kunden auch so wahrgenommen. Meist erfüllen sie einen praktischen Zweck und rufen das Unternehmen in Erinnerung, wann auch immer das Gadget zum Einsatz kommt. Vor allem aber aktivieren Geschenke stets das Gefühl, sich beim Schenkenden revanchieren zu müssen. Verbraucher tun dies dann oft in Form eines erneuten Einkaufs oder Besuchs im jeweiligen Geschäft. Findige Franchise-Nehmer verbinden den Akt des Schenkens mit einem persönlichen Kontakt, etwa dem direkten Überreichen im Zuge eines Verkaufs. Der zwischenmenschliche Moment verstärkt den Revanchierungsgedanken zusätzlich. Übrigens: Der Drang, sich revanchieren zu wollen, ist fest in unserem Unterbewusstsein verankert und ist Teil unserer Natur als soziales Wesen, das in Gemeinschaften lebt. Unterbewusst möchten wir, dass alle profitieren, weil davon die Gemeinschaft als solches profitiert. Nur darf es uns möglichst nichts oder nicht viel kosten. Deswegen helfen wir gern jemandem über die Straße, geben aber wesentlich widerwilliger einem Bettelnden Geld. Umgekehrt schulden wir jemandem, der uns etwas Haptisches und Bewertbares schenkt, unterbewusst mehr als etwa jemandem, der uns „nur“ einen guten Rat gibt, obwohl letzteres oft sehr viel wertvoller ist.


Die Bedeutung der Markenerinnerung für das Geschäft
Give-Aways können übrigens auch langfristig äußerst nützlich sein. So prangt oft das Franchise-Logo auf den Artikeln und unterstützt so das Markenbewusstsein beim Beschenkten und auch bei weiteren Betrachtern. Das gilt insbesondere bei Gegenständen, die ständig in Sicht- oder Reichweite des Kunden oder anderer Betrachter liegen. Umso eher ein Give-Away in der Schublade verschwindet, umso weniger wirkungsvoll ist es. Daher ist es ratsam, möglichst praktische oder zumindest ästhetische Dinge als Werbegeschenk zu benutzen. Eine kleine Küchenstanduhr mit nützlichem Timer zum Eierkochen, verziert mit einem dezenten Unternehmenslogo, wird bei Gefallen auch prominent platziert. Ein reiner Dekoartikel hingegen oft eher nicht. Kunden nehmen Werbemittel interessanterweise auch als am wenigsten störend wahr – anders als etwa TV-Spots oder Radio-Werbung. Das liegt vorrangig an der vorherigen Einwilligung. Ungewollte Werbung hingegen wird schon aus Prinzip negativer wahrgenommen. Franchise-Nehmer sollten also ihre Give-Aways nicht einfach eintüten, sondern aktiv übergeben, damit der Kunde zumindest unterbewusst die Möglichkeit hat, das Geschenk abzulehnen. Er wird es in den meisten Fällen jedoch nicht tun.

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